P.o.v Ardy
Es ist schon wieder ein Tag vergangen. Gestern hatte Felix mich geweckt und wir waren essen gegangen. Danach hatten wir noch einen Film geschaut und geredet. Am abend sind wir, recht früh, schlafen gegangen.
Jetzt strecke ich mich und stehe auf. Ich nehme mich Klamotten und gehe ins Bad. Im Bad schaue ich in den Spiegel. Abgesehen davon das ich müde aussehe, sehe ich schon viel besser aus, als gestern. Schlecht fühle ich mich zum Glück auch nicht mehr. Es war aber auch nicht das erste mal, dass ich nach einem Streit Kotze. Das tu ich nur bei Personen, die mir wirklich viel bedeuten. Ich sollte nicht weiter daran denken! Die Alpträume sind schon schlimm genug!
Nach einer heißen Dusche ziehe ich mich an, mache meine Haare und gehe aus dem Bad. Ein Blick auf die Uhr verrät mir, dass es 9:07 Uhr ist. Zum Glück noch nicht zu spät zum Frühstücken. Ein leckeres Brötchen wäre jetzt genau richtig! Ich nehme mir den Schlüssel und mein Handy mit. Dann gehe ich raus.
Hier im Camp gibt es eine Art Mensa. Jedoch ist diese, genau wie alles andere, auf altmodisch gehalten. Die einzige Ausnahme sind die Fernseher. In der Mensa nehme ich mir einen Teller und gehe nach vorne zum Buffet. Es gibt reichlich Auswahl, so wie jeden Tag. Ich nehme mir ein Brötchen und etwas Wurst und Käse. Es ist noch nicht so voll hier, weswegen ich einfach den erst besten Platz, an einem leeren Tisch, nehme.
,,Guten Morgen, Ardy!", erklingt die Stimme von Alex. Er setzt sich mit seinem Frühstück vor mich und lächelt mich an.
,,Morgen, Alex.", lächel ich zurück und beiße in mein Brötchen. Ob Taddl es Alex erzählt hat? Naja, Alex sieht nicht so aus, als würde er groß über etwas ernstes reden wollen.
,,Geht's dir gut?", fragt Alex. Anscheinend bin ich ganz schön abwesend. Kein Wunder wenn ich nur an Taddl denken kann. Warum ist es auch so kompliziert mit ihm?
,,Ja, sorry. Hast du was gesagt?", Frage ich ihn und lächel ihn entschuldigend an. Alex räuspert sich, lehnt sich nach vorne und stützt sich auf seinen Unterarmen ab.
,,Ja. Ich hab gefragt, was zwischen dir und Taddl passiert ist?", ich schlucke. Taddl hat ihm nichts erzählt? Irgendwie wundert mich das, aber irgendwie nicht.
,,Ich... Ich will nicht darüber reden.", sage ich und Senke meinen Kopf.
,,Okay, sorry.", entschuldigt er sich und isst weiter, was ich ihm gleich mache.
Der Tag verging recht schnell. Es ist inzwischen schon abends und ich sitze auf meinem Bett und spiele an meinem Handy. Dann klickt die Tür und Felix kommt rein. Aber nicht alleine. Mit Taddl! Sofort Senke ich meinen Blick und ignoriere die beiden gekonnt.
,,Okay, warte hier kurz. Hab was bei Alex vergessen.", höre ich Felix sagen. Ich schaue wieder zu ihnen. Taddl nickt und sein Blick geht durch das Zimmer, während Felix dieses verlässt. Sein Blick bleibt an mir kleben. Sofort sehe ich wieder auf mein Handy. Das ist so unangenehm! Jetzt sind wir alleine. Ich hoffe wirklich das er gleich wieder kommt. Jedoch zieht er mir einen Stich durch die Rechnung und schließt die Hütte ab. Was macht er? Ich gehe zur Tür und rüttel am Griff.
,,Deinen Schlüssel hab ich!", sagt Felix von der anderen Seite der Tür. Okay, ab jetzt bin nicht nur ich erschrocken. Taddl steht sofort auf und klopft auch gegen die Tür. Jedoch mit mehr Gewalt.
,,Erst vertragt ihr euch! Ihr seid echt kindisch!", sagt Felix genervt und aus dem Fenster sieht man wie er rüber zu Alex geht. Oh man!
Ich setze mich wieder auf mein und seufze. Toll. Felix kann sicher lange warten bis Taddl und ich auch nur ein Wort miteinander wechseln! Ok, wenn ich so nach denke, hat er recht; wir sind verdammt kindisch! Ein Blick zu Taddl reicht, um zu sehen, dass er Vor der Tür sitzt und selbst in Gedanken scheint. Was er wohl denkt? Wahrscheinlich wie er am besten hier raus kommt... Warte. Seit wann denke ich bitte so negativ über Taddl? Dabei weiß ich genau, dass er auch nur über unseren Streit nachdenkt. Taddl hebt seinen Kopf nun auch und schaut mich an. Sofort Senke ich meinen Kopf und schaue auf meine Hände, die nervös am Bettlaken zupfen. Taddl seufzt frustriert.
,,Es tut mir leid.", sagt er, jedoch nicht wirklich gewollt. Ich schaue ihn also unglaubwürdig an und verstehe die Augen. Ich bin auch nicht viel besser, wie er es ist.
,,Wirklich, Ardy. Das... Das war nicht meine Absicht!", sagt er weiter.
,,Warum sollte ich dir das glauben?", zische ich.
,,Weil es die Wahrheit ist! Ich hab gehandelt ohne nach zu denken."
,,Aha.", erwider ich darauf nur kalt. Kurz entsteht eine Stille. Keine angenehme, eher eine unangenehme.
,,Ist das dein ernst?", fragt Taddl dann mit einem wütenden Unterton. Ich schaue ihn fragend an.
,,Ich versuche mich zu entschuldigen und du bleibst kalt?", jetzt klingt er wirklich leicht wütend. Eigentlich würde ich mich dafür jetzt entschuldigen, aber irgendwas in mir hat anscheinend Bock sich mit Taddl zu streiten.
,,Ja? Du warst echt scheiße zu mir, Taddl!", sage ich nun auch angepisst. Und setze mich auf, um ihn richtig anzusehen. Taddl sieht mich unglaubwürdig an.
,,Ganz ehrlich Ardy; Leck mich! Du hast keine Entschuldigung verdient!", sagt er genauso. Ich zucke desinteressiert mit den Schultern. Ohne das ich irgendwie reagieren kann, stürmt Taddl auf mich zu, packt mich am Kragen und presst mich gegen eine Wand. Ich hab es geschafft ihn, entgültig, ganz wütend zu machen!
,,Was hast du für ein scheiß Problem?", zischt Taddl und ist mir gefährlich nah. Ich weiß das er mich nicht verletzen wird, trotzdem habe ich Angst, welche ich aber verstecke. Ich schaue ihn monoton an. Seine Augen blitzen wütend, aber auch traurig. Ich antworte ihm nicht, sondern sehe ihn einfach an.
Plötzlich drückt er einfach seine Lippen auf meine. Überrascht erwider ich den Kuss und gebe mich dann, dem Gefühl ganz hin. Ich verschränke meine Hände in seinem Nacken und Taddl Hände legen sich an meine Hüfte und ziehen mich näher an ihn. Wie ich dieses Gefühl vermisst habe! Seine Lippen fühlen sich einfach unglaublich gut auf meinen an, so dass mein ganzer Körper kribbelt. Der Kuss wird zu einem leidenschaftlichen Zungen Kuss.
Zusammen stolpern wir zu meinem Bett, was mich in den Kuss grinsen lässt. Taddl muss auch grinsen, weshalb wir uns kurz lösen. Während wir uns auf mein Bett sinken lassen, küssen wir uns wieder. Ich glaube nicht, dass es zu mehr kommt, als nur küssen. Um ehrlich zu sein, will ich auch gerade nicht mehr! Ich will einfach das Gefühl genießen was er mir gibt und spüren, dass es ihm nicht anders geht! Im Moment ist es mir auch so egal, dass wir beste Freunde sind und wir uns nicht küssen sollten. Normalerweise hätte ich ihn auch schon längst gestoppt, aber ich will und kann es nicht. Mein Körper weigert sich und mein Gefühl sagt mir, dass es richtig ist! Also warum stoppen, wenn dich der Mensch küsst den du liebst?
Taddl löst sich von mir und grinst mich an. Dieses mal liegt in seinen Augen Freude und Glück. Wenn ich mich nicht täusche, dann auch Liebe.
,,Da hattest du deinen Kuss.", grinst er, was mich kurz lachen lässt.
,,Das reicht mir nicht.", sage ich leise und ziehe ihn wieder zu mir runter.
,,Dagegen hab ich nichts.", erwidert er genauso und küsst mich wieder leidenschaftlich. Am liebsten, würde ich ihn jeden Tag küssen und ihm sagen das ich ihn liebe! Aber, fühlt er auch was?
Kommentare motivieren!
Bis dann!
-Lissi
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6 Wochen - Tardy
Fiksi PenggemarEine Kurzgeschichte über Tardy: Ardy kommt über die Sommerferien in ein Sommer Camp. Er findet schnell neue Freunde und hat auch viel Spaß. Doch was ist da zwischen ihm und seinem besten Freund Taddl? TaddlxArdy | BoyxBoy
