*Bel's POV*
Am Bahnhof angekommen suchte ich nach dem passenden Gleis. Als mein Zug einfuhr stieg ich ein und ließ mich auf einen freien Platz fallen. Als der Zug sich in Bewegung setzte, schaute ich aus dem Fenster - und sah geradewegs in die Augen von Louis. Erstaunt riss ich die Augen auf. Dann beschleunigte der Zug und er verschwand aus meinem Blickfeld. Eins war sicher. Harry war so was von tot!!
Nach einer halben Stunde war ich in Sheffield angekommen und stieg aus. Mit einem mulmigen Gefühl lief ich zu unserem Haus. Dort angekommen atmete ich tief durch und klingelte an. Ich hörte schlurfende Schritte von drinnen. Dann wurde die Tür aufgemacht und mein Vater stand stockbesoffen vor der Tür. Erschrocken wich ich einen Schritt zurück. "Jetzt kommst du wieder oder was?!" lallte er. Ängstlich sah ich ihn an. "Steh nicht so blöd darum!" schrie er auf einmal los. Ich zuckte zusammen und wollte mich grade umdrehen und weg rennen, als er mich am Handgelenk festhielt. "Falsche Richtung!" schrie er. Ich erkannte ihn nicht mehr wieder. Warum war er vollkommen besoffen? Und wo war Amber? Bevor ich reagieren konnte, hatte er mich ins Haus gezogen und die Tür zugeknallt. Dann kam er einen Schritt auf mich zu und holte aus. Ich kniff die Augen zusammen und hielt schützend die Hände vors Gesicht. Jedoch schlug er mir nicht wie erwartet ins Gesicht, sonder rammte mir mit voller Kraft seine Faust in den Magen. Ich stöhnte auf vor Schmerzen und krümmte mich zusammen. Er riss mich an meinen Haaren wieder hoch und schlug mir ins Gesicht. Mir liefen die Tränen übers Gesicht. Dann brüllte er:"Du putzt jetzt das ganze Haus, verstanden?!" Verängstigt nickte ich. Ich ging in den Keller und holte die Putzsachen. Ich füllte einen Eimer mit Wasser und schleppte alles hoch. Auf der letzten Stufe stolperte ich. Das Wasser verteilte sich über den ganzen Boden. Mein Vater kam angerannt um zu sehen, was dieses Geräusch verursacht hatte. Ängstlich schaute ich ihn an und machte grade den Mund auf um mich z entschuldigen, als er schrie:"Zu was bist du eigentlich brauchbar?" Ich zuckte zusammen. Er schmiss mich gewaltsam auf den Boden und trat mir in die Rippen. Ich stöhnte auf. Dann riss er mich an meinem Arm hoch und schlug mir mit seiner Faust ins Gesicht. Plötzlich klingelte jemand Sturm an der Haustür. Mein Vater sah mich hasserfüllt an. Dann zischte er:"Sei bloß leise!" und schupste mich ein Stück zurück. Ich stolperte über den hinter mir liegenden Eimer und fiel rückwärts die Treppe runter. Ich schrie. Dann kam der Aufprall und alles wurde schwarz. Mein letzter Gedanke galt Louis. Er hatte Recht gehabt.
*Louis POV*
Oh Gott hoffentlich ging es Anna gut. Nachdem wir sie am Bahnhof nicht mehr erwischt hatten, waren wir so schnell wie möglich nach Sheffield gefahren. Jetzt standen wir vor ihrer Tür und ich klingelte Sturm. Auf einmal hörte ich einen Schrei und einen lauten Knall. Oh Gott, bitte sag, dass das nicht Anna war! Dann hörte ich Schritte und die Tür wurde geöffnet. Vor uns stand mein betrunkener Vater. Ich ging einen Schritt auf ihn zu und schrie:"Wo ist sie? Was hast du mit ihr gemacht?" Er dachte gar nicht daran mir zu antworten und grinste mich dreckig an. Ich musste mich beherrschen ihm nicht ins Gesicht zu schlagen. Da ich eh keine Antwort mehr erwartete sagte ich zu Harry:"Du oben, ich hier." Er verstand und machte sich auf den Weg nach oben. Ich fing an das Erdgeschoss abzusuchen. Ich öffnete die Wohnzimmertür und durchsuchte das Wohnzimmer. Nichts. Dann öffnete ich die nächste Tür und erstarrte. Dort sah ich sie liegen. Am Ende der Treppe - bewusstlos, blutend und komplett zerschunden. Ich stürmte die Treppe runter zu ihr und kniete mich zu ihr. Am oberen Ende der Treppe stand unser Vater und lachte. "Harry!" rief ich verzweifelt. Kurze Zeit später sah ich ihn hinter meinem Vater auftauchen. Mittlerweile strömten mir die Tränen nur so übers Gesicht. Harry riss geschockt die Augen auf, als er die Situation verstand. Dann rannte er los. Ich hörte ihn telefonieren und die Tür verschliessen. Als mein Vater verstand was er vorhatte, wollte er fliehen, doch Harry hielt ihn am Arm fest und zischte:"Wo willst du denn so schnell hin?" Da ertönten auch schon die Sirenen und er lief zur Tür. Sanitäter und Polizisten kamen mit ihm um die Ecke gerannt. Die Polizisten legten unserem Vater Handschellen an und führten ihn ab. Die Sanitäter kamen die Treppe herunter gerannt. Ich war wie in einer Art Trance. Sie hoben Anna vorsichtig auf eine Trage und brachten sie zum Krankenwagen. Ich lief hinterher und stieg mit ein. Dann fuhren wir los. Ich sah nur noch wie Harry ins Auto stieg und uns hinterher fuhr. Im Krankenhaus angekommen, kamen irgendwelche Ärzte angerannt und sahen sich Anna an. Dann wurden sie hektisch. Ich blieb die ganze Zeit bei ihr. Ich schnappt irgendetwas von wegen 'Not-OP' und 'Intensivstation' auf. Sie schoben sie los in einen Raum. Eine Krankenschwester kam auf mich zu und fragte mich:"Sind sie ihr Freund?" Ich schüttelte den Kopf und sagte leise:"Ihr Bruder." Sie sah mich mitfühlend an uns nickte dann:"Wenn das so ist, dann folgen sie mir bitte." Sie führte mich in ein Wartezimmer, wo auch Harry schon saß. "Über die Umstände ihrer Schwester werden sie später informiert, wenn wir genaueres wissen." sagte die Krankenschwester an mich gewandt. Ich nickte und ließ mich geschockt neben Harry fallen. Wortlos nahm er mich in den Arm.
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Tadaaa :D Wie versprochen noch ein Kapitel :* Und? Hättet ihr damit gerechnet? Ist zwar auch wieder ziemlich kurz, dafür gab's ja aber heute auch 2 Kapitel. :) Votet und kommentiert fleißig *_* Hab euch lieb :**
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Stay Strong
FanfictionGroß, braune Haare, blaue Augen, Mitglied von One Direction und mein Bruder. Louis Tomlinson. Ja, DER Louis Tomlinson. Ihr denkt jetzt bestimmt: 'Die glückliche, sie hat ein perfektes Leben!' Falsch! Ich habe seit 3 Jahren keinen Kontakt mehr zu ihm...