"Wirst du mir endlich erklären, wer zur Hölle dahinter steckt?" fragte ich ihn, nachdem er mich ignorierte und im Zimmer hin und her spazierte.
"Es ist besser, dass du es nicht weißt-"
Ich lachte auf. "Höre ich etwa richtig? Schau dich mal an, wie erschrocken du aussiehst, weil du meine Gedanken nicht mehr lesen kannst und meinst, dass ich dadurch im Gefahr bin. Danach kommst du auf die brillierte Idee, ich sollte es lieber nicht wissen?" Seufzend stand ich auf und holte mir meine schwarzen Slacks und dazu ein weißes Tshirt aus dem Schrank.
Als ich mich umdrehte, stellte ich Liam am selben Platz fest. "Ich muss mich umziehen", meinte ich, als wäre es nicht offensichtlich genug.
"Okay, beeil dich dann", antwortete er mit einer gut was soll ich machen Art und ich zog eine Augenbraue hoch.
Ich lächelte frech. "Geh raus", befahl ich ihm und erwartete, dass er meinem Befehl folgte.
"Sicherlich nicht, was haben wir vorhin gesprochen? Ich werde dich nicht alleine lassen", protestierte er und ich rollte meine Augen.
"Raus jetzt!" meinte ich ernst wie noch nie und er seufzte.
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Nachdem ich mich umgezogen hatte traf ich Liam am Gang. Er musterte mich von oben nach unten und lächelte. "Fesch", war sein Kommentar.
Ich runzelte die Stirn.
Eine schlichte schwarze Weste und dunkle Jeans, was war daran fesch?
"Schau mich bitte nicht so komisch an, ich kann deine Gedanken nicht lesen und ich hasse es", seufzte Liam.
"Ich habe mich nur gefragt, was du fesch an meinem Outfit gefunden hast", antwortete ich locker und wir machten uns auf dem Weg zur Kantine.
"Nicht nur dein Outfit, ich finde dich generell hübsch", erklärte er und lächelte.
Ich rollte meine Augen und lachte auf. "Okay. Danke", erwiderte ich leise.
Als wir uns mit unserem Essen einen Tisch suchten, meinte Liam, dass wir auch draußen essen könnten und dass dort das Essen deutlich besser schmecken würde als hier.
Er zwang mich sogar beim Bestellen zu gehen und meinte, dass wir bisschen frische Luft schnappen könnten.
Aber irgendwie sagte mir ein Gefühl, dass ich heute das Gebäude nicht verlassen sollte.
Während dem Essen erinnerte ich mich an das Hauptthema und ließ meine Gabel auf dem Teller liegen.
"Erzähl", sagte ich nur und Liam nickte.
Er richtete seine Augen auf mich zu und seine Stimme zitterte.
"Zayn, wir sollten wirklich wo anders reden", flüsterte er und deutete mit seinen Augen die Menschen um und herum.
In einer vollen Kantine könnten wir so ein wichtiges Thema nicht besprechen, daher suchten wir uns einen ruhigen Raum, welcher nicht weit entfernt von hier war.
Schließlich befanden wir uns in einem kleinen Seminarraum, wo die meisten Klausuren stattfanden.
Es war kein großer Raum, daher perfekt für den Zweck. Liam und ich behaupteten, dass niemand hier ins stören bzw. unterbrechen würde.
