Englische Wochen..ich liebe euch. Mit dem Gedanken stand ich am nächsten Tag auf. Neue Woche, neues Glück. Am Mittwoch hatten wir schon unser nächstes Spiel in Leverkusen. Gestern hatten wir ja 1:3 gegen Wolfsburg verloren und waren jetzt hochmotiviert gegen Leverkusen 3 Punkte zu holen. Heute stand Regenaration für alle, die gestern gespielt hatten an und morgen ging es dann direkt los nach Leverkusen. Harte Woche, aber was tat man nicht alles für seinen Sport, seine Leidenschaft. Heute Abend war ich dann noch mit Gina zum Essen gehen verabredet und wollte vorher kurz bei Lia vorbeischauen. Wir hatten viel zu wenig Zeit für uns in den letzten Tagen.
Ich stand also auf, machte mich fertig und frühstückte erstmal in Ruhe. Dabei waren meine Gedanken schon wieder woanders, aber wie fast immer drehten sie sich um Fußball. Im Sommer stand die EM an und auf dieses Turnier freute ich mich sehr. Sich mit den besten Mannschaften aus Europa zu messen war etwas besonderes. Ich persönlich war noch nie bei einer EM dabei gewesen, aber ich hoffte sehr dieses jahr mit der Mannschaft die Titelverteidigung anzugehen. Sicher sein konnte sich so gut wie keiner über eine Nominierung. Klar, wir hatten so unsere Stammspielerinnen, wie Maro oder Lena, die auch sicher mitfahren würden, aber wir übrigen, vor allem die Feldspielerinnen mussten immer bis zur letzten Sekunde zittern. Nachdem Steffi Jones die Mannschaft nach unserem unfassbaren Olympiasieg übernommen hatte, war so einiges anders geworden. Vom Spielsystem bis zu den Spielerinnen. Dennoch gab ich die Hoffnung nicht auf, es in den endgültigen Kader zu schaffen. Denn ich war schon der Meinung dass ich in den letzten Wochen gute Spiele gezeigt hatte und mich dementsprechend empfohlen hatte.
Genug geträumt, in einer halben Stunde würde Svenni vor der Tür stehen und mich zum Training abholen. Also raümte ich schnell das Geschirr und das Essen weg und packte meine Tasche, nachdem ich nochmal schnell unter die Dusche gesprungen war.
Mein Timing war mal wieder perfekt. Ich war gerade dabei meine Schuhe anzuziehen, da klingelte es. Ich begrüßte Svenni erstmal mit einer Umarmung und schnappte mir dann meine Sachen und wir gingen zusammen zu ihrem Auto.
Svenni:"Sag mal Tabi, hast du schon mal über den Sommer nachgedacht?"
Ich:" Ja, gerade vorhin erst. Ich hab so das Gefühl wir müssen zittern bis zum Schluss."
Svenni:" Oh ja, ich hab ein wenig Schiss, dass ich nicht mit darf."
Ich:" Oh Svenni, ich glaube du musst dir keine Sorgen machen. Jeder weiß, das Steffi dich wenn du gesund bist mitnimmt."
Svenni:" Hm naja, aber sicher sein sollte ich mir auch nicht."
Ich:" Klar, aber es ist sehr wahrscheinlich."
Svenni:" Komm wir sind da!"Dann stiegen wir aus und erstmal war ich froh nicht die einzige zu sein, die jetzt schon dauernd über die EM nachdachte. Aber es war auch gar nicht mehr so lange hin.
Das Training brachte mich nochmal auf andere Gedanken und ich merkte mal wieder, wie dieser Sport mich ablenken und fordern konnte. Ich genoss jede Sekunde des Trainings, war aber dementsprechend fertig als wir aufhörten. Nach dem Training gingen wir alle wieder in die Kabine.Lia:" Tabi, ich geh schon mal zum Auto und warte da okay?"
Ich:" In Ordnung, ich komme sofort."
Lia:" Kein Ding, lass dir ruhig die Zeit, die du brauchst."Ich zog mich um, ging duschen und packte alle meine Sachen zusammen. Dann verabschiedete ich mich von allen, obwohl wir uns morgen direkt zur Abfahrt wiedersehen würden. Mit Gina besprach ich nochmal wann genau ich sie abholen sollte und wo wir hinwollten zum Essen. Dann ging ich nach draußen.
Ich freute mich sehr darauf, ein wenig Zeit mit Lia zu verbringen, da wir das schon ewig nicht mehr gemacht hatten. Als ihr Auto in Sicht kam, sah ich, das sie dort nicht allein war, sondern mit einer anderen Frau. Ich kante sie nicht und dachte mir auch nichts dabei. Die beiden umarmten sich, was unter Freunden völlig normal wäre, aber dann..ich traute meinen Augen kaum, dann küssten sie sich..
Es war als hätte mir jemand einen Pfeil direkt ins Herz geschossen. Es tat so weh und ich bekam einen fetten Kloß im Hals. Ich konnte es einfach nicht glauben. Deshalb also, lass dir die Zeit die du brauchst von Lia..Die beiden lösten sich sehr schnell wieder und ich konnte sehen, wie Lia die andre Frau wegschickte und sie sah nicht glücklich aus. Anscheinend hatte sie mich gesehen, oder sie hatte Angst, dass ich jeden Moment rauskomme.
Aber nicht mit mir. Konnte sie warten solange sie wollte. Ich drehte mich um, ging wieder Richtung Kabine und steuerte auf Gina zu, die gerade zu ihrem Motorrad ging.Ich:" Gina, Planänderung. Wir fahren direkt essen. Kannst du mich mitnehmen?"
Gina:" Huch Tabi, wolltest du nicht mit Lia.."
Ich:" Nein."
Gina:" Okay..was ist denn los? Habt ihr euch gestritten? Ist was passiert?"
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Der Weg ins Glück
FanficDer Adrenalinjunkie der Turbinen kennt die Kapitänin schon lange. Bisher hatten die beiden nicht wirklich etwas miteinander zu tun, bis Tabbi klar wird, dass sie Lia schon ganz schön toll findet. Aber ist das andersherum genauso? Da ist sich Tabbi n...