(Jimins Sicht)
Als ich gerade mein Ohr an die Tür lehne, höre ich Y/N plötzlich Jackson anschreien.
„Du hast... du hast mein Leben zerstört, du Arsch—"
Ich konnte kaum etwas verstehen.
Doch dann passierte etwas völlig Unerwartetes.
„Oh SHID!!!"
Ich wurde von hinten geschubst und drückte dabei die Türklinke herunter.
Plötzlich stand ich mitten im Raum.
Beide sahen mich schockiert an.
Jackson lag auf dem Bett.
Y/N stand etwa zwei Meter entfernt – mit einem Blick, der mich hätte töten können.
Und dann wurde ihr Gesicht wütend.
Oh shid... was sage ich denn jetzt?!
Auf einmal sprintete Jackson mit Vollspeed an mir vorbei.
„Danke, Kumpel!", rief er noch, bevor er im Flur verschwand.
Ich drehte mich langsam wieder zu Y/N.
Sie sah aus, als würde sie mich am liebsten töten.
Sie kam auf mich zu.
(Y/Ns Sicht)
Als Jackson auf dem Bett lag und ich die Pistole auf ihn richtete, schrie ich ihn an:
„Du hast meine Mutter getötet! Weißt du, wie schlimm das war?! Du hast mein Leben zerstört, du Arschloch!
Aber jetzt wirst du endlich dafür büßen!"
Doch bevor ich abdrücken konnte, stürmte plötzlich jemand in den Raum.
„Oh SHID!!"
Ich versteckte die Pistole reflexartig hinter meinem Rücken. Das darf jetzt nicht wahr sein! Warum funktioniert denn der Verschluss nicht?
Als ich mich zur Tür drehte, glaubte ich kaum, was ich sah.
Jimin stand dort, völlig sprachlos.
Warum ist er hier?!
Er fand keine Worte, wollte sich gerade umdrehen –
Doch da sprang Jackson plötzlich vom Bett, rannte an Jimin vorbei und verschwand.
Nein! Nein! Nein! Das darf nicht wahr sein!
Ich war total gestresst. Ich zögerte kurz, ob ich die Waffe ziehen sollte, aber entschied mich dagegen.
Stattdessen fixierte ich Jimin mit meinem Blick.
Dann lief ich schnellen Schrittes auf ihn zu, packte ihn am Kragen und drückte ihn gegen die Wand.
Dabei knallte ich die Tür zu, damit nicht noch jemand hereinkam.
Ich sah ihm in die Augen – darin lag pure Angst.
Am liebsten hätte ich ihn jetzt erschossen.
Er hatte meinen Plan ruiniert.
„Willst du mich eigentlich komplett verarschen?!"
Ich schrie ihn an. Aber das brachte jetzt nichts.
Ich zwang mich zur Ruhe.
„Was hast du mit ihm zu tun?", fragte ich mit kalter, tiefer Stimme.
„I-Ich... ich h-habe..."
Er bekam kaum ein Wort raus.
Ich lockerte den Griff ein wenig.
„Ich habe ihn erst heute kennengelernt! Hyung hat ihn mir vorgestellt! Ich hab nichts mit ihm zu tun!"
Er redete so schnell, dass ich kaum mitkam.
„Und das soll ich dir glauben? Nachdem du ihn hier gerettet hast?!"
Ich schaute ihm tief in die Augen.
„Bitte... bitte glaub mir!!"
Sein Blick flehte mich an.
Gegen diesen Blick konnte ich nichts machen.
Aber ich würde ihn im Auge behalten. Ich glaubte ihm nicht vollständig.
Er sprach immer weiter – und plötzlich fing er an zu weinen.
Oh Mann. Was ist das denn für ein Weichei...
Ich verdrehte die Augen, ließ ihn los und verließ den Raum.
Das war mir jetzt echt zu viel.
Ich ging Richtung Ausgang des Clubs.
Da sah ich plötzlich Yoongi mit BamBam an der Bar.
Was zur Hölle macht Yoongi mit dem?!
Die beiden lachten und wirkten ziemlich betrunken.
Ich ignorierte es und verließ den Club.
Draußen schaute ich mich nochmal um.
In der Hoffnung, ihn noch irgendwo zu sehen.
Doch er war nirgends.
Ich ging zu meinem Auto, schloss es auf und stieg ein.
Ich wollte nicht nach Hause.
Dad würde erwarten, dass ich meine Mission erfolgreich beendet hätte.
Also entschied ich mich, noch an einen ganz bestimmten Ort zu fahren.
Ich warf meine Handtasche auf den Beifahrersitz, startete den Motor und fuhr los.
Die Hauptstraße lag vor mir. Die Straßenlichter flogen nur so an mir vorbei.
Trotz allem musste ich wieder an Jimin denken.
Seine glasigen Augen. Sein flehender Blick.
Irgendwie war es ja schon süß...
Als er angefangen hat zu weinen, hätte ich ihn am liebsten einfach in den Arm genommen.
Aber ich darf keine Schwäche zeigen. Nicht, wenn er zu Jackson gehört.
Was ist bloß los mit mir?!
Nach einiger Zeit kam ich in einen abgelegenen Teil der Stadt.
Ich stieg aus, schloss mein Auto ab und ging durch ein verrostetes altes Tor – hinein auf einen Friedhof.
Viele haben Angst, nachts hierher zu kommen.
Ich nicht. Für mich ist es der friedlichste Ort.
Der Wind wehte Blätter durch die Luft.
Ein paar flackernde Kerzen brannten auf Gräbern.
Sonst war es still.
Nach einer Weile stand ich vor einem bestimmten Grabstein.
Ich las – zum gefühlt hundertsten Mal:
„Miss Y/N – geliebte Ehefrau, Mutter und Freundin. Verstorben am (Datum)."
„Es tut mir leid, Mom.
Ich konnte dich heute nicht rächen.
Aber ich werde es bald tun.
Er hat sich mit der falschen Person angelegt.
Ich hoffe, dir geht es gut da oben... bitte pass auf mich auf. Ich vermisse dich so sehr."
Ich hätte gerne geweint.
Aber ich war leer.
Früher hab ich so viel geheult – heute bin ich innerlich wie versteinert.
Ich kann nur noch schauspielern.
Aber wenn es um echte Gefühle geht, bin ich taub.
Ich würde jetzt alles geben, um in ihren Armen zu liegen.
Sie würde sagen: „Alles wird gut."
Und ich würde es glauben.
Nach etwa einer Stunde kehrte ich zum Auto zurück.
Ich setzte mich hin, startete den Motor und fuhr los – Richtung Zuhause.
Mal sehen, was mich dort erwartet.
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Love? || Jimin
Fanfiction(German) Y/N ist ein sehr mysteriöses Mädchen, welches mal schnell unterschätzt wird, wegen ihrem unschuldigen Aussehen. Ihr Vater ist ein sehr reicher Mann, der in einer sehr speziellen Firma der Boss ist. Der einzige Weg aus dieser düsteren Welt i...
