Es klingelte. Erst einmal, dann zweimal. Du lagst auf deinem Bett, schlafend. Jedenfalls warst du das, wenn es nicht geklingelt hätte. Seit ein paar Tagen ㅡ du wusstest nicht, wie lange genau ㅡ lagst du in deinem Bett und kamst nur raus, wenn deine Mutter mit dir reden wollte, du essen musstest oder mal auf die Toilette musstest.
Es hörte gar nicht auf zu Klingeln. Du wolltest nicht aufstehen und die Tür öffnen, aber deine Mutter war einkaufen und dein Vater arbeiten. Also warst du alleine Zuhause.
Schwerfällig erhobst du dich von deinem Bett und gingst aus deinem Zimmer. Dabei erhaschtest du einen Blick von dir selbst in dem Spiegel. Völlig fertig gingst du mit einer Hand durch dein Gesicht und deine Haare. Du sahst mehr als schrecklich aus.
Langsam öffnetest du die Tür und blicktest in ein Gesicht, das du nur auf einem Bild gesehen hast. Schneller als du denken konntest schlugst du die Tür zu und verriegeltest sie. Geschockt legtest du eine Hand auf deinen Mund und starrtest erschrocken auf die Tür. Dein Herz hämmerte wie wild gegen dein Brustkorb und deine Knie zitterten vor Angst wie verrückt. Du musstest dich gegen die Wand neben der Tür lehnen, damit du nicht hinfiehlst.
Hoseok stand vor deiner Tür. Der Junge, der dein Leben seit Wochen zur Hölle machte, stand vor deiner Tür. Er stand vor deiner Tür, Tränen auf seinen Wangen und Schmerz in seinen Augen. Er war in fast demselben Zustand wie du.
"Ich wollte dir nie weh tun."
Du hattest dir seine Stimme ganz anders vorgestellt; mehr selbstbewusster, tiefer und bitter. Aber jetzt war sie das Gegenteil; sie zitterte und hatte einen traurigen, schuldigen Unterton.
Du antwortetest nicht. Noch viel zu geschockt warst du, um überhaupt deinen Mund zu öffnen.
"Ich... Ich weiß, dass ich es nicht gut machen kann, aber...", ein kleiner Schluchzer ertönte. "Ich-"
Du wolltest ihm nicht zuhören, du wolltest seine Lügen nicht hören. "Geh weg. Verschwinde oder ich rufe die Polizei." Auch deine Stimme zitterte. Du hattest Angst; so wie seit Wochen. Und das wegen dem Jungen, der vor deiner Tür stand und versuchte, sich zu entschuldigen.
"Aber (D/N), hör mir zu-", du unterbrachst ihn, schon wieder. "Nein, ich will dir nicht zuhören. Hau ab. Ich rufe die Polizei, Hoseok." Schnell griffst du nach deinem Handy und wähltest die Nummer der Polizei. Im Notfall würdest du es tun, doch jetzt lauschtest du erst einmal.
Es war ruhig. Du hörtest kein Schluchzen, kein Atem, aber auch keine Schritte, die sich von deiner Tür weg bewegten. Es war totenstill.
Und mit einem Mal fing er an zu schreien. Er schrie und schrie, und hämmerte wild mit seinen Fäusten gegen deine Tür. Erschrocken zucktest du zusammen und ließt aus Schreck dein Handy fallen. Seine Schrei wurden immer lauter und markerschütternder. Tränen traten dir in die Augen und du gingst verschreckt ein paar Schritte zurück. Die Tür wackelte bedrohlich. Sie schien fast schon aufzugehen.
"Wenn du die Tür nicht sofort aufmachst, trete ich sie auf!", schrie er; dieses Mal traf ein fester Schlag die Tür. Wieso hörte ihn denn niemand? Wieso kam niemand? Wieso half dir niemand?
Schnell nahmst du dir dein Handy und ranntest mehr in das Haus. Als du dich in der Küche verstecktest, hörtest du nur noch, wie die Tür sich mit einem lauten Knall öffnete.
Hoseok: Wo bist du?
Hoseok: Du kannst dich nicht vor mir verstecken.
Hoseok: Ich werde dich finden.
ㅡㅡㅡㅡ
ich hoffe es ist spannend genug lel :')
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obsessed stalker. / jhs
Fiksi PenggemarOBSESSED STALKER | ❛ Ich will dich und ich bekomme was ich will. Ich will aber auch Spaß. ❜ Als dich eines Tages eine unbekannte Nummer anschrieb, hast du dir nichts Böses dabei gedacht. Anfangs hat es dir noch Spaß gemacht, doch dann entwickelte si...
