Shawns POV:
Ich fühlte mich extrem unwohl als ich mich für die Verabredung mit Lelia fertig machte. Es war das erste mal seit 5 Jahren.
Immer wieder fragte ich mich selber, wieso das zwischen uns immer so schwer war und jedes verdammte mal in ein Drama endete. Ich dachte dass meine Gefühle zu ihr in den letzten Jahren zurück gegangen sind, doch jedesmal wenn ich sie im Fernsehen oder auch im Kino war, weil ihr Gesicht praktisch überall zu sehen war, wurde mir warm ums Herz. Als sei ich ein verrückter Fan von ihr.
Ich hatte ihre Beziehung mit ihrem Schauspielkollegen verfolgt, und sie tat mir so leid als er mit ihr Schluss gemacht hat. Ich empfand für sie mehr Schmerz als für meine Exfreundin als ich mit ihr Schluss gemacht habe. Das sind zwar harte Worte, aber es ist die pure Wahrheit. Irgendetwas an diesem Mädchen hatte mich schon immer fasziniert und deswegen machte es mich umso trauriger, dass anscheinend das ganze Universum dagegen war, dass ich was mit ihr zutun hatte.
Es war meine Schuld. Ich hätte niemals mit ihrer Schwester zusammenkommen sollen, dann wäre das alles nicht passiert und es wäre nicht so ausgeartet. Dann würde es keine kritisieren wenn ich mit ihr zusammenkomme.
Aber ich war leider mit ihrer Schwester zusammen, und das erschwerte mir die Annäherung. Doch, ihr muss ja auch noch etwas an mir liegen wenn sie sich auf ein Treffen mit mir einlässt.
Ich steckte mein Portemonnaie in meine Jackentasche und ging dann aus meinen Hotelzimmer zu dem meines Bodyguards. Ich erzählte ihm, dass ich keinen Leibschutz brauche und jetzt bis ungefähr 20 Uhr weg sein werde. Dann verließ ich das Hotel.
Ich bestellte mir ein Taxi und fuhr zum ausgemachten Ort. Ich war extra 10 Minuten früher da, weil ich wusste das Lelia Unpünktlichkeit hasste und sie selber immer 5 Minuten zu früh kommt.
Und wie ich es vorher gesagt habe, kam sie auch 5 Minuten früher als sie eigentlich da sein müsste. Sie schien leicht angespannt zu sein und das beruhigte mich, weil ich nun wusste dass ich nicht der Einzige war. Mit einem leichten Lächeln setzte sie sich nun vor mich. "Hey." Sagte ich, leicht schüchtern. "Hey..." Antwortete sie zögerlich. "Was möchtest du trinken? Ich bezahle." Wieder lächelte sie leicht "Einen Cappuccino." Ich nickte ihr zu. Die Kellnerin nickte uns zu und ich bestellte 2 Cappuccino, einen für mich und einen für Lelia.
Sie redete nicht. Ihr schien das ganze Treffen unangenehm zu sein. Also versuchte ich etwas die Stimmung aufzulockern. "Wer sind eigentlich die beiden, mit denen du immer auf die Aftershowpartys gehst?" Fragte ich sie. "Das sind Guido und Alice. Sie sind ebenfalls Schauspieler aus London. Sie waren an der gleichen Schauspielschule wie ich und wir haben zusammen in einem Wohnheim gewohnt. Mit Alice habe ich mir sogar knappe 3 Jahre ein Zimmer geteilt." Ich musste etwas lächeln. "Und was ist mit Mina?" "Zu ihr habe ich auch wieder Kontakt." Es freute mich, dass sie nun so gute Freunde hatte, da ich mich noch dran erinnern konnte wie es damals für sie war, als sie wieder mit mir Schluss gemacht hatte. "Wie sieht es bei dir aus?" Fragte auch sie plötzlich etwas.
"Bei mir ist alles beim alten. Nichts wirklich neues. Außer meine Musik hat sich nicht viel verändert." "Ja, sie klingt erwachsener. Finde ich. Ich mag das." "Danke."
Das Gespräch zwischen uns war etwas gezwungen. Es war nicht so einfach etwas zu finden worüber man reden konnte ohne dass es komisch rüberkam. Ich dachte nach ob nicht vielleicht doch Zuviel Zeit vergangen ist und wir einfach zu verschieden ist. Ich wünschte mir die Leichtigkeit und die Dynamik wieder, die unsere Gespräche sonst immer hatten.
Die Kellnerin stellte uns unsere Getränke hin und Lelia schnappte sich sofort die Tasse und nippte ein paar mal dran. "Machst du eigentlich noch Musik?" Sie hatte früher Gitarre gespielt und gesungen. Es überraschte mich dass sie eher ein Schauspielstudium als ein Musikstudium machen wollte. Als sie daraufhin mit ihren Kopf schüttelte, brach es mir fast das Herz. Weil die Musik eigentlich immer ein Teil von ihr war. "Aber du liebtest doch die Musik." Sie zuckte mit ihren Schultern. "Ich höre sie ja auch noch gerne. Nur ich mach selber keine mehr."
Ich stellte meinen Kopf schief. "Ist das Schauspielern soviel besser? Willst du unbedingt jemals anders sein? Ich meine, du bist die letzte die ein Grund dazu hat." "Was willst du damit sagen?" Hakte sie genauer nach. "Du weißt es. Wieso willst du dich verstecken." Sie schüttelte ihren Kopf. "Tue ich nicht. Ich liebe was ich tue. Es macht mir Spaß, und wenn ich mich richtig erinnere wollte der kleine Shawn auch eigentlich Schauspieler werden, also was hast du gegen meinen Beruf. Bist du neidisch?" Meine Gedanken spielten um ihre Frage, dafür dass sie gerade eben noch so schüchtern war, fing sie jetzt aber an mich zu necken.
Ein kleines Schmunzeln verließ meinen Mund. "Ich nehme das als ein 'Ja' auf." Das Schmunzeln wurde stärker. Die Leichtigkeit kam wieder und wir fingen an, wieder normal miteinander zu reden. Wir redeten plötzlich offen über Gott und die Welt, als wäre nie etwas anderes gewesen. Es fühlte sich gut an mit ihr zu reden. Weil sie es auch schaffte ihre Gefühle und Gedanken in schöne Worte zu verpacken. Sie konnte das schon immer gut und ich hatte es in den letzten 5 Jahren extrem vermisst.
"Warum ist das nur so schwer?" Fragte sie mich letztendlich und wie aus dem Nichts. "Was meinst du?" "Wir beide... Wieso ist es so schwer?" Ich Schluckte einmal schwer weil ich einen dicken Kloß im Hals bekam. "Ich weiß es nicht. Es liegt vielleicht daran, dass sie nie alles wussten. Hast du ihnen jemals erzählt dass du mich zuerst kanntest, bevor ich deine Schwester überhaupt kennengelernt habe?" Sie schüttelte ihren Kopf. "Du?" Ich tat es ihr gleich und schüttelte ebenfalls meinen Kopf.
"Es hätte vielleicht vieles einfacher gemacht." "Ja, vielleicht hätte es das."
Irgendwann bekam ich einen Anruf von meinem Bodyguard und erst jetzt merkte ich dass ich schon eine Stunde zu spät nach hause kam. "Oh Gott, es ist schon so spät." Sagte ich. Lelia nickte. "Ich bezahle noch eben schnell."
Als wir aus dem Cafe gingen sah ich sie noch einmal an.
"Ich weiß, es muss für dich rüber kommen, als suche ich nur einen Trost... Weil ich vor 3 Monaten mit meiner Freundin Schluss gemacht habe. Aber so ist es nicht... Ich dachte ich wäre glücklich, aber das war ich nicht. Das war der Grund." Ihr Augen zeigten Verständnis und ich versuchte so ehrlich wie nur irgendwie möglich zu ihr zu sein. "Ich konnte mit ihr nie so reden wie mit dir. Es war oberflächlich, aber nie so tiefliegend wie bei dir..."
Ich zögerte einen Moment, doch tat es dann doch. "Wenn ich dir nur meine Handynummer geben dürfte..." Da unterbrach sie mich. "Darfst du." Verwundert, wie schnell sie antwortete ich blickte ich zu ihr. "Echt?" Sie nickte. "Egal wie sehr man es versucht. Unsere Wege hätten sich sowieso wieder gekreuzt. Also versuche ich es einfach nicht mehr zu vermeiden, ich schaff es eh nicht." Sie lächelte mich leicht verschmitzt an und ich erwiderte es.
Sie gab mir ihr Handy und ich tippte meine Nummer ein. "Ich werde dir schreiben wenn ich zuhause bin." Versicherte sie mir. "Schönen Abend noch, Shawn." Dann ging sie auch schon. "Dir auch, Lelia" Murmelte ich noch leise hinterher und blieb noch einige Sekunden perplex stehen.
Daraufhin fuhr ich wieder zum Hotel zurück. Ich bekam zwar enorm ärger mit meinem Manager und Bodyguard, weil ich zu spät wieder im Hotel war, aber ich kannte es auch nicht anders von ihnen.
Doch es war mir auch eigentlich egal wie sehr sie mich an diesem Abend ermahnten, es hatte sich einfach gelohnt, die Stunde noch länger zu bleiben.
Heia 🐨
Was geht meine Schnuggis!😘
Ich melde mich natürlich mit einem neuen Kapitel am Samstag zurück, ich werde in den nächsten Tagen auch bei "Letters" wieder ein Kapitel Posten und habe auch dort eine Idee für ein 100K Special!
Aber dazu mehr im neuen Kapitel von "Letters" (wenn es raus kommt)
Ich hoffe sehr dass euch dieses Kapitel gefallen hat und bis nächste Woche meine Schnuggis 💞
Eure Kiana 🌹
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There is no shadow [Shawn Mendes FF]
Fanfic~Teil 1 "Out of the Shadow" Sie hatte alles hinter sich gelassen... Den ganzen Schmerz, die Menschen die sie liebte. Sie wollte sich wieder selber lieben. Das vergangene Jahr traf sie Härter als sie es sich selber eingestehen wollte. Lelia Ricci...
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