Zukunftspläne

2.4K 273 34
                                        

💫💫💫 Meine Lieben, hier ist der Bonus für 950 Sternchen aber die nächste Hürde habt ihr schon geschafft. 3000 Reads und die 1100 Sterne auch. Ich bin leicht sprachlos.😟 Also gibt es morgen definitiv auch einen.
Einen schönen Sonntag ihr Süßen 💫💫💫

Genüsslich beisse ich in mein Croissant und sehe mir immer wieder meinen Freund an. Er hat einen guten Appetit, wie ich nach vier Toasts und zwei Croissants feststelle. Ich wünschte, der Tag würde nie zu Ende gehen. "Sag mal Alexander, wie geht es eigentlich hier für dich weiter, also beruflich?" Er kaut langsamer und trinkt einen großen Schluck Kaffee. "Ich würde gerne studieren."

Interessiert sehe ich ihn an. "Und was willst du studieren?" Er wiegt den Kopf hin und her. "In Florida bei meinem Dad habe ich mich für mehrere Universitäten beworben. Ich wollte gerne Sport auf Lehramt studieren." Erstaunt hebe ich die Augenbrauen. "Du willst Lehrer werden?" Er nickt. "Ja, dass war zumindest immer mein Traum." Bedächtig nicke ich. "Das finde ich schön. Und welche Art von Sport machst du?" Er lacht. "Ich denke, ich bin ziemlich gut im Tennis, aber ab und zu habe ich auch Eishockey gespielt. Und was ist mit dir Magnus? Das letzte High School Jahr und was kommt dann?"

Ich werde rot. "Naja, so ganz entschieden habe ich mich noch nicht, aber ich würde ebenfalls gerne studieren. Mein Vater möchte allerdings, dass ich erst eine Ausbildung in seiner Firma anfange. Das hat beides seine Reize."
"Welche Art von Firma betreibt denn dein Dad?" fragt er neugierig. Ich seufze. "Er ist Architekt. Dafür müsste ich ebenfalls studieren, aber mit einer abgeschlossenen Ausbildung habe ich bessere Chancen einen Studienplatz zu bekommen." Ich werde rot. "Ich bin nicht gerade eine Einser-Schüler." Er grinst. "War ich auch nicht."

Ich schütte ihm noch einen Kaffee ein und er bedankt sich. "Und bei welchen Unis hast du dich beworben?"
Er winkt ab. "Bei mehreren. Columbia, NYU, Berkeley und so weiter." Ich bin beruhigt, denn einen Moment habe ich Angst bekommen, er zieht bald wieder weg.
"Bleibst du noch?" frage ich und zu meiner Enttäuschung schüttelt er den Kopf. "Ich hab jetzt gleich  Tennis Training, das kann ich nicht absagen, aber wenn du magst, komm ich danach wieder her?"

Zufrieden mit diesem Kompromiss lasse ich ihn schließlich gehen, nicht ohne ihn zum Abschied noch mehrere Male geküsst zu haben. Eine Weile habe ich seinem Auto noch nachgesehen, bevor ich beschwingt zurück in mein Zimmer gehe. Mit einem lauten Seufzer lasse ich mich auf mein Bett plumpsen und greife nach meinem Handy. Es ist noch ausgeschaltet und ich ahne, dass ich einiges verpasst habe.

Ich schalte es ein und habe mehrere verpasste Anrufe von Izzy, ebenso einige Nachrichten. Ich rufe sie zurück und sie geht sofort ans Telefon. "Magnus, na endlich. Ich habe mir schon Sorgen gemacht und wollte mich gerade auf den Weg zu dir machen." Vor Schreck reisse ich die Augen auf, während mir das Szenario durch den Kopf geht. Izzy hat einen Schlüssel zu unserem Haus und ich darf mir gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn sie mich und Alexander zusammen vorgefunden hätte.

"Wo warst du denn gestern so plötzlich? Jace meinte, er geht dir nicht gut?" fragt sie weiter und ich beschließe zu lügen. "Ja, mir war plötzlich schlecht. Komm bloß nicht her. Ich muss mich andauernd übergeben." Es tut mir weh, sie so zu belügen aber im Moment geht es einfach nicht anders. "Oh Mist. Das tut mir leid. Kann ich irgendwas für dich tun?" Ich beisse mir hart auf die Unterlippe. "Ja kannst du. Erzähl mir einfach alles, was ich verpasst habe."

Sofort ist sie abgelenkt. "Mags, du wirst es nicht glauben, aber Simon hat mich auf ein Date eingeladen." schreit sie ins Telefon und ich muss lachen. Eine Weile reden wir noch über die Party, aber dann täusche ich Müdigkeit vor und lege schließlich mit dem Versprechen mich zu melden, wenn ich sie brauche, auf.

Tatsächlich mache ich noch eine Weile meine Augen zu, denn wirklich viel geschlafen habe ich nicht in der letzten Nacht. Sofort muss ich vor mich hin grinsen, als ich an Alec denke. Ich habe mich rettungslos in ihn verliebt und ich scheine ihm auch nicht egal zu sein. Bei dem Gedanken an Izzy wird mir tatsächlich schlecht und mein schlechtes Gewissen droht mich zu überwältigen, aber ich kann und will Alec nicht mehr hergeben. Er tut mir gut und in den letzten beiden Jahren, seit ich Izzy kenne, hat sich alles nur um sie gedreht.

Irgendwann schlafe ich tatsächlich ein und ich träume von Alec. Wir gehen gemeinsam spazieren, Hand in Hand. Wir wirken vertraut miteinander, verstehen uns nach wie vor blind und wir wirken beide sehr glücklich. Wir gehen in einem Park spazieren und plötzlich kommt uns Izzy entgegen. Als sie uns sieht, beginnt sie zu weinen. "Du hast es versprochen Magnus." sagt sie nur und ich schaue zwischen ihr und Alec hin und her.

Mit klopfendem Herzen werde ich wach, bis mir bewusst wird, dass es geklingelt hat. Völlig verschwitzt und zerzaust renne ich die Treppen herunter und reisse die Tür auf. Ich werfe mich sofort in Alecs Arme, der mich erstaunt in Empfang nimmt und mir sanft über den Rücken streichelt. "Was ist denn los Magnus?" Ich drücke mein Gesicht fest an seinen Hals. "Alles gut. Ich hab nur schlecht geträumt." nuschel ich und er lacht. "Es war nur ein Traum. Lass uns reingehen. Ich hab schon wieder Hunger. Darf ich bei dir duschen?"

Erst jetzt stelle ich fest, dass er in einem Tennisdress vor mir steht und genau so verschwitzt ist, wie ich. Ich löse mich von ihm und betrachte ihn eingehend. "Steht dir, aber warum hast du nicht direkt geduscht?" frage ich. Wir gehen gemeinsam rein. "Die Duschen sind kaputt und das in so einem großen Verein. Deswegen dachte ich, ich dusche einfach hier. Zu Hause hätte ich nur erklären müssen, wo ich schon wieder hin möchte." Neugierig sehe ich ihn an. "Haben sie gemerkt, dass du heute Nacht nicht zu Hause warst?" frage ich und er schüttelt den Kopf. "Jace wusste wo ich war, Izzy interessiert es nicht und meine Mum hat mir abgenommen, dass ich schon früh aufgestanden bin, um zu einem Freund zu gehen."

Erleichtert nicke ich. "Ok, das ist gut. Also was wollen wir essen?" Er zieht mich an sich. "Wir sollten erst duschen gehen oder habt ihr eine große Badewanne?" Sofort bin ich nervös und lecke mir über die trockenen Lippen. "Badewanne." antworte ich nur und er grinst.

Hidden KissesWo Geschichten leben. Entdecke jetzt