Kapitel 3

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Endlich war es Freitag.
Die letzte komplette Woche hatte ich Enes kein einziges Mal gesehen. Geschrieben hatten wir auch nicht. Ich hang viel mit Souf ab, mit dem ich Abends spazieren ging. Musti bekam ich auch nicht mehr zu Augen.
Soll er sich mal zu mir trauen, keine Gnade!
Ich hatte alles Emma erzählt, von der nur ein Kommentar kam, welches alle Reaktionen übertraf. Sie sah mich mit großen Augen an »Jebem mu majku!«.
(Ich fick seine Mutter)
Ich hatte so hart losgelacht, dass mich der Lehrer rausschickte. Nach mir kam auch schon Emma raus, die halb Bosnerin war, jedoch nur bosnische Beleidigungen konnte. Natürlich redeten wir weiter und ich erzählte ihr von Enes. »Deniz, hol ihn dir!«, grinste sie mich an. Ich riss die Augen auf »Mädchen komm mal runter, ich werd doch nicht eine von seinen Schoßhündchen!«. Sie lachte nur und die Tür ging auf »Könnt ihr euch wieder benehmen?«. Der Lehrer sah und mit einer streng hochgezogener Augenbraue an. Emma und ich sahen uns gleichzeitig an und prusteten wieder los. Unser Lehrer lachte mit uns mit und schloss den Kopf schüttelnd den Kopf. Wir hatten wirklich glück mit unseren Lehrern. Emma und ich setzten uns auf den Boden und unterhielten uns weiter, bis es klingelte und wir endlich nach Hause durften. »Ey Sis, lass mal Shishabar gehen! Mit Souf und noch paar anderen.«, schlug meine beste Freundin vor. Ich dachte nach und willigte ein »aber ich muss noch fragen.. weiss ned was mein Onkel dazu sagt.«. Vor der Eingangstür trafen wir, wie immer, auf Soufian und gingen zusammen zur Bushaltestelle. Emma erzählte auch Souf alles, der genauso zustimmte »Ich hol euch dann ab, also wenn ihr könnt.«. Wir nickten und der Bus nach Haßloch kam. Soufiane und ich verabschiedet uns von Emma und stiegen ein.

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Ich schloss die Haustür auf und sofort ertönte mein Name. Es war mein Onkel »Deniiiiiizz!!«. »Wooo??«, rief ich zurück, da ich nicht festlegen konnte wo er war. »Mutfaaaaaaakk!«, bekam ich zurück. Ich ging in die Küche und sah meine Tante, die mit einem Blech voll mit Börek und noch ein Blech mit selbstgemachter Pizza. »Ok, was ist los?«, fragte ich skeptisch. Mein Onkel lächelte.
Der Mann, der sonst immer grimmig war, lächelte mich plötzlich an. »Vor dir steht der neue Filialleiter!«, rief mein Onkel glücklich. »Neeeiin!«, riss ich die Augen auf. »Doooch!«, rief mein Onkel überglücklich und stand auf. Plötzlich umarmte er mich ganz fest, sodass ich schon hochgehoben wurde. Ich lachte los und erwiederte seine Umarmung. »Du bekommst deinen Audi! Stell dir eins zusammen und ich kauf's dir!«, grinste er. Mein Herz blieb stehen.
Hat er nicht gesagt, oder?
»Sag Vallah???«
»Vallah!«
»Oh mein Allah! Dankeee«, rief ich und hupfte auf und ab, wie eine behinderte. »Ok eine Frage noch! Baska birsey istemicem! Darf ich heute Abend in eine Shishabar?«, fragte ich vorsichtig.
(Ich werd nichts anderes von dir wollen!)

Schlagartig änderte sich sein Gesichtsausdruck.
Er zog die Augenbrauen zusammen »Nein!«.
Enttäuscht sah ich zu meiner Tante. »Haci!«, kam es auffordernd von ihr. Sie schob ihrem Mann einen Teller, voll mit Essen zu. Mein Onkel sah erst zu seiner Frau, dann zum Teller und dann wieder zu mir. Skeptisch nahm er ein Stück von der Pizza, biss ab und sah mich wieder prüfend an »Kommt Soufiane?«. Ich nickte »Er holt mich ab mit Emma und bringt mich wieder her.«. »Und du versprichst mir keinen Jungen oder kein Mädchen zu boxen?«, fragte er wieder. Ich nickte »Versprochen! Ich werd niemandem die Nase brechen!«. »Tamam, viel Spaß!«, murmelte er und widmete sich voll und ganz seiner Pizza. »Hihi, dankee!«, ich gab ihm einen Kuss auf die Wange und meiner Tante genauso. Sie hatte mir auch einen Teller gemacht, den ich mit auf's Zimmer nahm. Meine Tante schrie mir jedoch noch hinterher »Wenn du den Teller später nicht wieder runterbringst, zerbrech ich ihn auf deinem Kopf!«. »Ich hab dich auch lieeeb!«, schrie ich und machte die Tür meines Zimmers zu. Ich öffnete Netflix und sah mir irgendeinen Film an während ich meinen Teller auf aß. Ich gab meinen Freunden bescheid, dass ich dabei wäre.

Den ganzen Tag lang machte ich nichts.

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Ich sah aus dem Fenster und bemerkte, wie dunkel es draußen schon geworden war. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass es schon 18:13 Uhr war. Ich beschloss mich zu duschen und anschließend zog ich mich an.
Ich wusste nicht genau, was ich anziehen sollte, deswegen entschied ich mich für etwas schlichtes.

Du kennst mich nicht! - Mero 428 FFGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt