Geschafft

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Die Nacht verging wie im Flug, ohne zwischenfälle.
Was bei dieser Truppe außergewöhnlich ist.
Rin hat sich an einem Baum gesetzt und starrt in die Luft, in der Hoffnung, dass die Sonne bald auf geht und sie die Blume holen können.
Wie auf eigenen Wunsch färbt sich der Himmel in einen zarten rot ton.
'Endlich!', schon steht das Mädchen auf und geht zu Sesshomaru, der die Landschaft beobachtet.
Als sie bei ihm ankommt schaut sie zum Berg, der mit einem unheimlichen Nebel bedeckt ist 'Ist es doch so eine gute Idee...?' Unsicherheit macht sich in ihr breit, natürlich merkt er es und sieht zu ihr runter.
Rin sieht leicht lächelnd zu ihm nach oben.
,,Emelia du kommst mit...die anderen bleiben hier", Jaken, den das gar nicht passt, steht sofort auf seinen kleinen Beinen und will zu einem Satz ansetzen, doch als er noch einmal darüber nachdenkt hält er lieber seinen Mund.
Der Daiyoukai geht mit Rin und Emelia los, zu dem Berg.
Rin läuft ganz dicht neben Sesshomaru her und sieht sich die ganze Zeit ängstlich um.
Ein Schrei lässt sie aufschrecken, schnell nimmt sie seine Hand und umklammert fest seinen Arm.
Emelia lässt ihre Umgebung und ihre Tochter nicht eine einzige Minute aus den Augen, genau wie Sesshomaru.
Als er spürt das Rin ihre Angst zunimmt, drückt er mit seiner Hand, ihre Hand, etwas fester zu.
Wie von selbst geht ihre Angst ein kleines bisschen weg.

Es fühlt sich für Rin wie Stunden an, die sie laufen.
Glücklicherweise sind sie an dem Eingang der Höhle nach einer langen Zeit endlich angekommen, ein eiskalter Luft stoß, strömt den dreien entgegen, was Rin eine Gänsehaut verschafft.
Mit langsamen Schritten treten sie in die Höhle ein.
Sesshomaru wittert schon, den Geruch der Blume und geht zu der Richtung, aus dem der Geruch strömt.
Nach einigen Metern biegt sich der Weg in zwei Hälften ab.
Er weiss nicht weiter wo lang, da der Geruch der Blume aus den zwei Abzweigungen kommt.
Rin die das bemerkt, löst sich von ihm und geht in einen Eingang hinein, doch sie wird sofort von Sesshomaru zurück gezogen.
,,Was-", weiter kommt sie nicht da er ihr schon antwortet ,,Willst du in die Tiefe stürzen?", ein hauch Besorgnis kann sie aus seiner Stimme entnehmen.
Sie hat einfach nicht bemerkt, dass in den zweiten Eingang ein tiefer Abgrund ist 'Wie kann ich auch im Dunkeln etwas sehen?...', innerlich seufzend sieht sie zu ihm hoch, der sie sachte in den anderen Eingang führt.
Emelia schaut ihnen nach und geht ihnen langsam hinterher.
Nach einer ewigen Lauferei, wie es Rin vorkommt, nimmt der Tunnel endlich ein Ende.
Eine riesige Höhle breitet sich vor ihnen aus, mittendrin die Blume.
Eine weiße Blume, auf jeder Mitte einer Blüte sind gelbe Streifen die, die Blätter durchziehen. ,,Das ist sie", hört man von Emelia, die mit langsamen Schritten zu der wunderschön aussehenden Blume hin geht.
Sie reißt zwei Blütenblätter ab und geht zu ihrer Tochter.
Rin sieht sie mit einem fragenden Blick an, da sie ihr ein Blütenblatt gereicht hat.
,,Iss sie", sagt ihre Mutter zu ihr, wobei Rin sie verwundert ansieht jedoch das Blütenblatt schlussendlich isst.

Emelia tut es ihr gleich, nachdem Rin und sie es gegessen haben, sieht sie, sie mit einem Entschuldigenden Blick an.
,,Könnt ihr sie fest halten?", der mächtige Youkai stellt sich hinter, worauf er ihre Handgelenke nimmt, und sie fest hält, worauf Rin noch mehr Panik bekommt.
Ihre Mutter beißt ihr sofort in den Hals.
Schmerzen durchführen Rins Körper ihre Augen leuchten einen kurzen Moment rot auf, bevor Rin sie schließt.
Mit aller Kraft versucht sie sich los zu reißen.

Nach nur wenigen Minuten lösen sich Emelia und Sesshomaru von Rin und gehen ein paar Schritte zurück.

Rin ihre Haare färben sich langsam weiß, nur an den Spitzen bleibt etwas schwarz zurück.
Auf jeder Wange bekommt sie Liliane Streifen, ein dunkelblauer Halbmond ziert ihre Stirn, der mit der Öffnung nach oben zeigt.
Sesshomarus Augen weiten sich, als Rin ihre gold-grünen Augen öffnet und ihn lieblich anschaut.
Sie steht nun als Youkai vor ihm, ein leichtes Lächeln bildet sich auf ihrem Gesicht ab.

Sesshomaru nährt sich ihr mit langsamen Schritten.
Fragend sieht sie ihn an, als er plötzlich stehen bleibt und zum Eingang der Höhle schaut.
Kurz sieht sie zu Emelia, die das gleiche wie Sesshomaru tut.
Sie hört und riecht verschiedene Dinge, jedoch kann sie diese nicht Einordnen, worauf sie Gefahr erkennen sollte 'Oh man...ich bin ein Youkai, und bekomm trotz allem nichts mit...'
Er greift, genau wie Emelia, ihre Hand und ziehen sie schnell aus der Höhle hinaus.
Doch der Weg zieht sich in die Länge, nachdem sie etliche Minuten gelaufen sind, sind sie wieder an einer Zweigung angekommen.  
Ein knurren kann man von einen etwas wütenden Sesshomaru hören.
,,Wir müssen hier schnell raus!", ertönt Emelias Stimme.
Inzwischen bemerkt Rin einen, sehr bekannten Geruch ,,Se-Sesshomaru..." ihre Stimme klingt wackelig und auch ängstlich.
Er schaut zu ihr runter und bemerkt diesen Geruch, den er schon mal gerochen hat, vor vielen Jahren, als er Rin kennen gelernt hat.
'Das kann nicht sein', schnell packt er Rin am Arm und zieht sie mit sich, in der Richtung wo der Ausgang liegt.
Emelia rennt den beiden schnell hinterher.
Als die drei den Ausgang erreichen, verschwindet dieser Geruch auf einmal.
Das junge Youkai Mädchen denkt die ganze Zeit an diesem Geruch 'Das kann nicht sein...wie hat er...?'

Emelia erreicht als erster Jaken, Ah-Un und ihre Schwester Amelia, die sich sofort auf sie stürzt und innig umarmt.
Sesshomaru kommt mit Rin einige Minuten später an.
Jaken schaut zu den beiden hinüber und fällt vor Schock bald um ,,D-Du bist-...Du bist jetzt-...Nein!", er fängt an im Kreis zu laufen und sagt die ganze Zeit nur irgendwelchen quatsch.
Rin und Sesshomaru sehen beide zu den kleinen Gnom, der immer noch panisch im Kreis rennt und sich, durch das anstrengen, schon Schweißperlen auf seiner Stirn bilden.
Nach einigen Minuten des Rennens, bleibt er erschöpft stehen und holt erst einmal Luft, als er wieder einen kurzen Blick zu Rin wirft, wird ihn das alles zu viel, alles wird schwarz vor seinen Augen, worauf er in das weiche Gras kippt.

Der Daiyokai schaut kurz zu seinem Begleiter nach unten, blickt aber dann zu Rin, die etwas grinsend zu dem Ohnmächtigen Jaken schaut.
Sesshomaru legt seine Hände um Rins Taille und drückt sie etwas an sich.
Sie genießt diesen wunderschönen Moment, wodurch ein Lächeln bei den beiden, über ihre Gesichter huscht.
Rin lehnt sich etwas an Sesshomaru und schaut den Ohnmächtigen Jaken noch weile an, wendet aber ihren Blick dann Ah-Un zu, der ein fröhliches schnaufen von sich gibt und die beide anschaut.
,,Anscheinend ist Ah-Un glücklich", sagt Rin leise, wobei der Daiyoukai zu seinen zweiten Begleiter schaut ,,Sieht so aus", gibt er kurz und knapp von sich.
Das Youkai Mädchen sieht zu ihm hoch und lächelt etwas.
Sesshomaru mag ihr lächeln, er sieht in ihre Augen, sowie sie in seine Augen schaut, kommen sich beide näher und küssen sich.

Amelia geht, nach einigen Minuten, auf Rin zu und reicht ihr eine Schüssel mit Wasser.
Sie schaut ihre Tante verwirrt an, doch dann merkt sie für wen das ist und muss anfangen zu grinsen.
Mit einer eleganten Bewegung, nimmt sie die Schüssel und löst sich, nur ungern, aus der Umarmung von ihm.
Sesshomaru ahnt schon was Rin vor hat, als sie auf Jaken zusteuert, Emelia gesellt sich zu ihrer Schwester,  Ah-Un und Sesshomaru dazu.
Alle beobachten genau das Geschehen.
Rin neigt etwas die Schüssel und das Wasser fließt, direkt auf Jakens Gesicht.
Wie von einer Tarantel gestochen, springt der kleine Gnom auf und sieht sich geschockt um.
Nach einigen schreck Sekunden, bemerkt er, dass er nass ist und schaut zu dem Mädchen, das eine Schüssel oder sowas ähnliches in der Hand hält und holt tief Luft ,,Wie kannst du es wagen MICH nass zu machen!!- Wieso kannst du mich nicht NORMAL wach machen?!! Du KLEINE!!!-" ,,Ach Jaken~ ich habe dich nass gemacht, weil ich dich lieb hab",  lächelnd sieht sie zu den kleinen Gnom, der jetzt ins stocken geraten ist und nicht weiss was er genau dazu sagen soll ,,W-Was du...nein! du sollst mich nicht...so wecken! und das mit lieb....ähm...ja....", kichernd geht Rin zu Sesshomaru, der wie immer Jaken mit seinem kühlen Blick anschaut aber innerlich  grinst er nur vor sich hin.
Rin, die etwas an Sesshomaru vorbeigegangen ist, blickt nachdenklich zu dem Berg 'Dieser Geruch...ich kann mich nicht getäuscht haben!', der Daiyoukai bemerkt, dass Rin mit etwas beschäftigt ist, er kann sich schon denken mit was.
Mit wenigen Schritten ist er bei ihr, seinen Blick zum Berg gerichtet.
,,Sesshomaru?...", ihre leise Stimme, bricht die momentane Stille zu ihm.
Er wendet seinen Blick von den Berg ab, zu ihr hinunter ,,Dieser Geruch....vorhin in der Höhle...das kann gar nicht wahr sein", Sesshomaru weiss was sie meint, doch er sagt erst mal nichts und hört ihr lieber zu.
,,Er ist doch Tod!...es hat keiner überlebt, wie ist er dann-...wieso in den Berg?!" ,,Ich weiss es nicht, Rin aber der Geruch ist verschwunden, also ist er weg...", sie macht sich große Sorgen auch wenn er "weg" sein sollte.
Sesshomaru bemerkt es und nimmt Rin ihre Hand ,,Lass uns gehen", ein leichtes Lächeln bildet sich auf seinen Lippen, wodurch Rin auf andere Gedanken kommt und ein fröhliches Lächeln zustande bringt.
Zusammen geht das junge Mädchen, zur Gruppe zurück, in den Wald.

Rin und ihr GeheimnisWo Geschichten leben. Entdecke jetzt