Tränen Rollen über das Gesicht des Mädchens und fallen auf ihre blutigen Arme die auf dem Tisch liegen. Zwischen den Herz zerreißenden schluchzen flüstert sie immer wieder mit zittriger Stimme die selben Worte. "Warum? Warum, warum warum! Warum hat er das getan. Hätte ich es verhindern können wenn ich etwas gesagt hätte?"
Mit von Tränen gefüllten Augen schaut sie aus dem Fenster zu den Sternen. Zitternd seufzt sie. Er ist tot. Sie nicht. Er war depressiv unter anderem weil er sie liebte, es aber nie sagte. Sie ist auch depressiv. Weil sie ihn liebte, aber nicht traute, es zu gestehen. Er brachte sich um weil er all das nicht mehr aushielt. Er ließ sie zurück. Sie hat jetzt niemanden mehr, der ihr etwas bedeutet. Sie ist vollkommen allein. Allein mit der Trauer, dem selbsthass und den erdrückenden Gedanken.
Wie in trance, noch immer zu den Sternen starrend steht das Mädchen auf und streckt ihre Hand aus. Sie scheint nach den Sternen greifen zu wollen. "Warte auf mich, bald werde ich bei dir sein mein darling." flüstert sie Ausdrucks los. Sie wischt mit einem Tuch die blutig geschnittenen Arme ab und holt eine pallete Tabletten aus einer Schublade. Eine nach der anderen drückt das Mädchen sie aus der Verpackung und schluckt sie. Nachdem die Packung leer ist geht sie zur Haustür. Streichelt ihrer kleinen schwarz weißen Hauskatze über den Kopf und sagt leise zu ihr:" Es tut mir leid. Ich kann das einfach nicht mehr." und verlässt das Haus.
Sie läuft auf einer hohen Fußgänger Brücke. Ein Schritt nach dem anderen. Eine Benommenheit erfüllt ihren Körper. Sie fühlt sich gut. In der Mitte angekommen setzt sie ihren schlanken, von den Tabletten betäubten Körper auf das Geländer. Sie befestigt mit einer beinahe unheimlichen Stille ein Seil an der Arm Lehne und legt eine Schlaufe um ihren Hals. Sie muss lachen. Hätte sie damals etwas gesagt, würden sie beide noch am Leben sein. Sie würden zusammen sein. Glücklich, ohne in depressiven Gedanken kreisen gefangen zu sein.
Langsam werden ihre Augenlider schwerer. Das Mädchen schwankt und sie lächelt leicht. Ihre Augen schließen sich und sie fällt nach vorne. Noch bevor das Seil zu Ende ist, fällt sie in einen Schlaf. Wohl wissend nie wieder aufzuwachen. Sie wird jetzt endlich bei ihm sein.
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Dead Souls Last Stop
PoetryHier werde ich ein paar Sprüche und Kurzgeschichten die ich mir ausgedacht habe auf schreiben. Mittlerweile werde ich auch ab und zu mal Tagebuch artige Kapitel schreiben Trigger Warnung: in diesem Buch können Themen wie Depressionen, Suizid, selbs...
