Kapitel 24✔

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P'Pang POV

Ich muss sagen, dass ich P'Pha lange nicht mehr so gesehen habe. Natürlich war mir von Anfang an klar, dass er Gefühle für die kleine hatte, doch konnte ich das nicht einfach so sagen, da er das niemals zugegeben hätte. Am Ende hat er wegen seines dämlichen Images alles versaut! Er bereut es, das spüre ich und jetzt wo er denkt, dass der es wieder gutmachen könnte, merkt er, dass er es wieder verkackt hat, nur diesmal eher unabsichtlich. Ich frage mich immer noch, wie sie sich so sehr verändern konnte. Hat sie das wirklich nur gemacht, um die Vergangenheit hinter sich zu lassen und eine andere Person zu werden?
"Was soll ich jetzt machen?", holt mich die verzweifelte Stimme meines besten Freundes zurück in das wahre Geschehen. "Ich muss ehrlich sagen, dass ich es nicht weiß. Ich kann mir vorstellen, wie es ihr geht, vor allem nach dem Vorfall. Sie wird wahrscheinlich noch mehr Abstand aufbauen, als sie es eh schon hatte und wird einfach weiter machen, ohne zurückzuschauen, weil sie das nicht mehr möchte. Deshalb auch die Veränderung von sich selbst. Sie will in der Gegenwart leben und sich eine gute Zukunft aufbauen und nicht etwas Vergangenem hinterherrennen! Es scheint ganz so, als ob du eher weniger Chancen hast P'Pha... Es tut mir leid", erkläre ich ihm mit meinem besten psychologischen Wissen, welches ich durch meine Mutter erlangt habe und schaue ihm mitleidig in die Augen. Er ist niedergeschlagen, doch das wird sich wieder ändern und dann kommt sein unermüdlicher Ergeiz zum Einsatz. "Das kann doch nicht einfach so zu Ende sein! Ich hatte nicht einmal eine Chance, ihr alles zu erklären, mich zu entschuldigen! Das kann sie doch nicht machen...", spricht er eher vor sich hin und versucht damit, die Situation zu verarbeiten. Es ist schon lustig zu sehen, wie unterschiedlich Menschen bei der Verarbeitung von Dingen sind. Trotzdem frage ich mich immernoch, wieso P'Nan bei meiner Mutter in Behandlung ist. Ist ihr irgendwann einmal etwas schlimmes zugestoßen? Ist es wegen P'Pha?
~
Zuhause angekommen, werde ich sofort von meiner Mutter erwartet, sie scheint mir etwas erzählen zu wollen. Ich habe eigentlich gerade überhaupt keine Lust darauf. "Hey Mom!", begrüße ich sie trotzdem und schmeiße meine Sporttasche in die nächste Ecke. "Hey Schatz! Die räumst du aber nachher weg", entgegnete sie sofort und ich nicke nur. "Wie war das Training heute?", fragt sie dann. "Ganz ok, wir kamen etwas zu spät und haben uns eine Ansprache anhören dürfen...", gebe ich zurück und sie schaut mich entschuldigen an. "Tut mir leid, ich hätte dem Coach Bescheid geben sollen", redet sie und ich schüttel nur den Kopf. "Alles gut!", entgegne ich ihr und sie winkt mich zu sich. "Ich habe heute deinen Freund P'Pha getroffen. Er scheint ziemlich aufgewühlt, verwirrt und auch verzweifelt, verpeilt. Sicher, dass alles mit ihm in Ordnung ist? Und was war das eigentlich, weshalb er so dringend mit dir reden musste? Ist irgendetwas passiert?", bombardiert sie mich mit ihrer Besorgtheit. Ist man immer so, wenn man Psychologie studiert hat? "Ach das hat sich alles geklärt, mach dir nicht so viele Sorgen", gebe ich ihr als Antwort und verschwinde in meinem Zimmer, natürlich mit Tasche, ich will mir nicht wieder irgendetwas anhören müssen, davon hatte ich genug für den Tag.

>😕

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