Part 10 Der Gitarrengott

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Genüsslich nippten die anderen an ihrem Wein. Ich tat es ihnen gleich, aber eher würgte ich es herunter.

Ob edel oder nicht, Rotwein war überhaupt nicht mein Ding. Dafür liebte ich Federweißer, ein ganz spezieller, sehr süßer,  deutscher Wein, den es nur für kurze Zeit gab.

Lena blickte Riku an und fuhr mit ihrer Hand durch seine Locken. Er genoss ihre zärtlichen Berührungen, vorallem als sie ihn hinter dem rechten Ohr kraulte.

Samu schien sichtlich eifersüchtig. Seine Augen verengten sich, sein Blick schaute sehnsüchtig den beiden zu. Da will jemand aber auch gekrault werden.

Riku lachte "Naaa Samu soll ich dich auch kraulen?"

Beleidigt verschrenkte Samu die Arme und verzog seine Lippen zu einem Schmollmund. Wie süß das einfach aussah! Innerlich wollte ich am liebsten meine Hand durch sein so flauschig aussehendes Haar gleiten lassen, aber er war ja glücklich vergeben.

Samu "Pffff....."

Ich "Samu seit wann spielst du Gitarre?"

Samu "Seit ungefähr sehr vielen Jahren...meine Mutter hatte damals mir eine gekauft und dann hab ich es mir beigebracht"

Ich "Würdest du mir was vorspielen?"

Samu "Das sollte der daaaaa machen! Er ist der Gitarrengott"

Samu deutete auf Riku, der grinsend die Gitarre auf seinen Schoß hob, und die Saiten anzupfte.

Es war, als wäre er in einer anderen Welt. Als hätte er nie was anderes getan. Wundervolle Töne, die eine herzzerreißende Melodie ergaben, erfüllten den Raum.

Gebannt, ohne das jemand etwas sagte, lauschten wir den stillen Klängen von Riku. Dieser hatte die Augen geschlossen und versetzte sich mit Leib und Seele in die Melodie.

Irgendwie hatte ich das Gefühl,  sie schonmal gehört zu haben. Vor sehr langer Zeit, an einem anderen Ort. Seine rechte Hand hielt die Saiten an, sodass diese verstummten.

Lena "Riku das war sooo wunder wunderschön"

Ihr liefen Tränen über die Wangen. Riku lächelte, stellte die Gitarre zurück und nahm seine liebste in den Arm, woraufhin sie sich beide in lange Küssen verwickelten.

Neidisch blickte Samu auch etwas verletzt zu den beiden, ehe er aufstand.

Samu "Möchtest du mit auf die Terrasse kommen? Ich geh eine rauchen"

Ich "Ja gerne. Aber ich muss gucken wie das mit meinem Fuß ist"

Schweigend kam Samu auf mich zu und schlang seinen Arm um meine Hüfte, ehe er mich raus auf die Terrasse begleitete. Wir ließen uns beide auf den Stühlen nieder und atmeten ruhig die kalte Winterluft ein

Sweet Symphony ~Sunrise Avenue~Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt