Bastard

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Ich lachte und knackte meinen Nacken.
„Wieso, hast du Angst, dass ich hinter deine Maske komme?", stellte ich als Gegenfrage, und sah, wie Dabi sich neben mich auf den Boden setzte.

„Ist nur persönlicher.", gab er zurück, ohne auf meine Frage einzugehen, weswegen ich nachdachte.

Ich meine, soll ich mich zeigen?
Was wenn er mich aus den Nachrichten erkennt?
„Persönlicher? Ich dachte dachte dich würde hier nichts interessieren."

Mich juckte es nicht, ob ich mich nun freiwillig zeigen würde, oder er mich irgendwann ohne Maske sehen würde.

Irgendwann wird er schon sehen, wie ich aussehe, und wenn es jetzt ist, wo wir uns zwar kaum kennen, dann ist es so.

Zur Not töte ich ihn halt.
Er gab mir übrigens keine Antwort.

„Na dann.", ich zog meine Schultern hoch und legte meine Finger an den Rand der Maske.

Dabi sah nicht mal zu mir , sondern fragte nur : „weshalb ziehst du eigentlich die Maske an?"

Ich nahm sie von meinem Gesicht und wuschelte kurz durch meine Haare.

„Ich habe ein bekanntes Gesicht, ich werde gesucht seitdem ich 16 bin und ich kann so unerkannt unter die menschen."

Ich legte alle Karten offen und legte die Maske neben mich.

„Ach ja? So be-"

Verwirrt sah mich Dabi an und schluckte.
Was wollte er sagen?
Weshalb redet er nicht weiter?

„D/N?"

Woher kennt er meinen Namen?

Ich war sprachlos und studierte Dabis Gesichtszüge-
Es konnte nur er sein-
Er-
Er ist es!

„Toya?"

Wir beide starrten uns lange an, mein Herz raste aus unerklärlichen Gründen, und langsam machte alles für mich Sinn..

Toya hasste seinen Vater, da er ihn mit seinem Quirk quälte, er wollte immer schwarze Haare haben-

Nur er wusste, wie unsere Schritte waren, und er zeigte sie mir an Silvester..

Er liebt schwarztee, so wie ich-
Er liebt Bücher..

Er träumte von uns-

„Verfickte scheisse- du bist es wirklich!", meinte ich lachend und lächelte.

Ich struggelte mit meinen Tränen und bekam glühend heiße Wangen.

„Scheisse- was machst du bei dem Villains?"

Toya sah mich an, doch ich verspürte nur den Drang, ihn zu umarmen.

Sofort zog ich mich zu ihm und legte meine Arme um ihn.

Er verharrte erst in dieser Position, doch mich interessierte es nicht.

Er roch genau so wie früher.
Er war wohl genau so faul wie ich um sein Parfum zu wechseln..

„Und ich dachte du wärst Tod..", flüsterte ich fassungslos und hielt ihn so nah an mir, wie wir unserem letzten tanz tanzten.

Plötzlich bemerkte ich, wie er seine Arme um mich legte und selber leicht lachte.

Gott war diese Umarmung Trost spendend und längst überfällig, alter.

„Und ich dachte du wärst mit diesem Fliegenden hurensohn abgehauen und hättest mich zurückgelassen.."

Bei dem Wort „fliegender Hurensohn", zog sich mein Herz zusammen und alle schlechten Erinnerungen kamen mir hoch.

Warum dachte er, ich würde ihn Zurücklassen?
Dabei dachte ich, er würde mich zurück gelassen haben..

„Ich würde dich niemals zurück lasen.", meinte ich und löste mich langsam.

„Du bist wegen ihm weggelaufen, oder?"

Toya sah mir tief in die Augen und sah gefühlt in meine Seele.

„Wegen Keigo.", beendete er seinen Satz und legte einen Arm um mich, da er halbwegs wusste, was passiert war.

Und er wusste, wie ich auf sowas reagiere.
Klar bin ich älter geworden, aber meine Reaktionen und Gefühle waren gleich.

Es war so-
Familiär-
So Geborgen, so, als hätte ich meinen besten Freund wieder bekommen, was auch der Fall war..

„Alles ist zu viel geworden, aber sieh uns an- wir beide sind A-Rang Schurken, hah.", ich nahm einen tiefen Atemzug und sah etwas zu ihm hoch.

„Und wie kommt es, dass die gemeinste, sadistischte Person auf der kompleeeeeetten Welt sich der League of villains anschließt?", lachte ich und bemerkte, wie er seufzte.

„Ich dachte ich würde dich finden. Du weißt schon, ich dachte du würdest eine Heldin werden.", er lehnte seinen Kopf etwas an meinen und starrte aus dem Fenster.

„Denkst du ich wäre so behindert und trete in die Fußstapfen meines Vaters?", ich genoss seine Nähe und bemerkte, wie alles raus musste..

„Du bist echt der verrückteste, impulsivste Mensch, den ich je kennengelernt habe.. dir wurde die Welt zu Füßen gelegt, du hättest deine perfekte Laufbahn, aber du hast dich dazu entschieden, den komplettesten Turn der Welt zu machen."

Warf er mir was vor?
„Aber ich finde es faszinierend..", murmelte er und legte die Decke über uns.

cool, jetzt werde ich rot-
SEIT WANN IST ER SO NETT UND SCHMEICHELND?

„Ist das nicht die Decke, die du immer zu Turnieren mitgenommen hast?", scherzte er und sah zu mir, doch ich struggelte mit meinen Tränen.

„Was heulst du denn jetzt?", Dabi stöhnte genervt auf und fasste an mein Gesicht, was mir nicht so gefiel.

„Du kleiner bastard, lass mich doch emotionsvoll sein!", lachte ich und sah, wie sich seine Gesichtszüge von genervten zu entspannten verwandelten.

„Hör doch auf zu weinen.", Toya legte seine Hand an meine Wange und lächelte.

Zwar gequält aber er lächelte.
„Ich bin doch auch froh, dich nach so vielen Jahren wieder zu sehen- dich gefunden zu haben.." , flüsterte er, höchstwahrscheinlich in der Hoffnung, dass ich es nicht gehört habe.

„Warum bist du nicht zur League of villains gekommen, sondern zur (hier euren Namen einfügen)?", er hielt mich nah bei ihm und ich legte vorsichtig meinen Kopf auf seine Schulter.

„Weil ich irgendwie die League zu riskant finde.. ich weiß ja, dass ihr was mit keigo zu tun hattet.Hier habe ich meine Familie, alle sind für mich da, weißt du?"

Er machte nur ein „mhm..", und wurde etwas saurer, als ich keigo erwähnte.

„Warum warst du eigentlich vor einer Woche bei Keigos Appartement?", fragte Dabi plötzlich, woraufhin ich meine Augen zusammenkniff und ihn ansah.

„Woher weißt du das?", fragte ich ihn verwirrt und griff nach meinem Tee.

„Toga.", meinte er trocken, woraufhin ich ein „aaah", sagte und mich räusperte.

War ja klar, dass ich beschattet werde.
„Ich war auf einer Mission.", log ich und stand auf.

„Apropos Mission, willst du mit mir auf eine kommen?"

Ich hielt ihm meine Hand hin und lächelte.
„Nähere Infos bekommst du auf dem Weg."

❗️PAUSIERT❗️Tanz der Gier//Dabi x Reader (my hero academia FF)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt