Beccas Sicht:
Als wir fertig gegessen hatten, ging ich in Lukes Schlafzimmer und räumte meinen Koffer aus. Nach einer halben Stunde hing alles im Schrank und meine Badutensilien waren im Badezimmer aufgestellt. Ich war froh, dass ich fertig war und ging in die Küche. Dort saß Luke am Tisch und aß einen Apfel. Ich fragte ihn, ob er Joghurt im Kühlschrank hatte, damit ich mir einen Naturjoghurt mit Apfelschnitzen machen konnte. Er antwortete mir, dass ich nachgucken müsste, also machte ich dies. Leider befand sich im Kühlschrank kein Naturjoghurt. Um genau zu sein, befand sich nur noch ein Stück Butter und Fischstäbchen darin. Ich teilte ihm dies mit und sagte noch, dass ich einkaufen gehen würde. Er nickte und ich packte meine Handtasche. Luke war immernoch nicht fit, sonst wäre er sicher mitgekommen. Ich zog mir meine Jacke über, schlüpfte in meine Schuhe und verließ das Appartement. Ein riesengroßer Fehler.
Ich ging also zur Bushaltestelle und fuhr ins Zentrum der Stadt. Im Bus saßen ein paar Schüler, die Nachmittagsunterricht hatten. Ich stieg aus und ging über den Zebrastreifen zum Einkaufszentrum. Und da geschah es. Ich schaute nach rechts und links bevor ich über die Straße ging. Das Auto, das von rechts kam, schien langsamer zu werden und so überquerte ich die Straße. Na ja, ich überquerte sie nicht komplett, denn das Auto, das von rechts kam, gab auf einmal Gas. Ich schaute den Fahrer bzw. die Fahrerin geschockt an. Erst im letzten Moment, als es eigentlich schon zu spät war, lief ich los und versuchte noch über die Straße zu kommen. Doch ungefähr ein bis zwei Meter vor dem Bürgersteig wurde ich von dem Auto runtergerissen und ich merkte, wie mein Bein und meine Hand inklusive meinem Fuß überrollt wurden. Es war zu schmerzvoll. Ich schrie, aber im nächsten Moment wurde ich wieder stumm und meine Augen schlossen sich. Ich sah nur noch, wie das Auto weiterfuhr.
Ich wachte von einem regelmäßigen Piepen auf. Ich öffnete meine schweren Lider und erkannte das Krankenzimmer, indem Luke bis gestern gelegen hatte. Ich versuchte mich zu erinnern, was geschehen war, aber ich fand nur Leere in meinem Gehirn. Neben mir bewegte sich etwas, weswegen ich meinen Kopf hob. Ein Fehler. Ich merkte, wie ein Dröhnen durch meinen Kopf ging und kniff die Augen vor Schmerz zu. "Becca? Bist du wach?" Ah mein Kopf! "Soll ich einen Arzt holen?" "Ja bitte." Tyler verließ das Zimmer und kam nach kurzer Zeit mit einem Arzt im Schlepptau zurück. "Guten Tag Ms Smith." Der Arzt begrüßte mich freundlich. Ich hingegen kam sofort zur Sache. "Was ist passiert? Und warum tut mein Kopf so weh?" Der Arzt kam näher. "Sie wurden angefahren. Ihr rechtes Bein und ihr linker Fuß sind gebrochen und ihre Hand ist verstaucht. Außerdem ist eine Rippe von dem Aufprall angebrochen. Sie hatten Glück." Ich seufzte. Warum ich? Es hätte doch jemand anderem passieren können. Jemandem, den ich nicht kannte. Es war im Moment so viel los in meinem Leben. Ich bekam nicht mal mehr eine Pause. "Sie müssen jetzt erstmal im Krankenhaus bleiben. Mindestens 2 Wochen. Danach sehen wir weiter." Und damit ging er wieder.Tyler kam zu meinem Bett und setzte sich auf die Kante. "Die Polizei findet die Kerle." Ich sah große Sorge in seinem Blick. Ich lächelte ihn an und wollte ihm damit das Gefühl geben, dass es nicht so schlimm war. War es aber. Ich hatte unglaubliche Schmerzen. Er streichelte mir über die Wange. "Ich hätte bei dir bleiben sollen, Tyler!" Er nickte nur. "Alles wird gut. Soll ich Luke anrufen?" Ich war überrascht, dass er mich das fragte. Ich nickte verwundert und Tyler kramte mein Handy aus der Handtasche. Er wählte Lukes Nummer.
-Hallo Luke. Hier ist Tyler.
-Was machst du mit Beccas Handy? Und wo ist sie, du Wi**er?
-Sie ist hier bei mir. Im Krankenhaus. Sie wurde angefahren. Du sollst herkommen.
-Was? Ich bin unterwegs.
"Er kommt." Ich nickte und flüsterte ein 'Danke'. Tyler verließ das Zimmer. Vermutlich, weil er Luke nicht unbedingt über den Weg laufen wollte. Aber ich war froh, dass er endlich respektierte, dass ich Luke über alles liebte. Und ich war froh, dass Tyler da war. Ich bemerkte jetzt erst, wie sehr ich ihn vermisst hatte. Er war immer für mich da. Hatte für mich gesorgt. Und ich hab nicht auf ihn gehört, als er mir sagte, dass ich nach Hause kommen sollte. Vielleicht wäre das dann alles nicht passiert.
Die Tür öffnete sich und Luke trat ins Zimmer. Er schaute mich geschockt an, als er meine blauen Flecken und die ganzen Schwellungen sah. "Warum hab ich dich nur alleine gehen lassen?" Er machte sich Vorwürfe. "Du kannst nichts dafür, Luke!" Er war nicht schuld. Keiner war schuld. Nur die Fahrerin. Ich hab mein Gedächnis wieder!!! Mir fiel alles wieder ein. "Luke?! Kannst du einen Arzt holen? Ich weiß wieder, was passiert ist!" "Ja klar. Bin gleich wieder da." Er schaute mich erfreut an. 5 Minuten später betrat er den Raum mit einem Arzt UND TYLER!!! Das hätte ich nicht erwartet! Die beiden konnten einen Raum betreten, ohne sich zu beschimpfen oder böse anzuschauen. "Was ist Ihnen denn wieder eingefallen, Ms Smith?" "Ich kann mich wieder an die Frau erinnern, die mich angefahren hat." Der Arzt war erfreut. "Ich rufe die Polizei sofort an." Er stürmte aus dem Zimmer und so war ich mit den beiden Jungs alleine. Es herrschte Stille. Ich räusperte mich um diese zu unterbrechen. Tyler und Luke schauten mich erwartungsvoll an. "Kann einer von euch Maddie anrufen? Ich möchte, dass sie Bescheid weiß!" Beide drehten sich sofort um und griffen nach meiner Tasche. Sie schauten sich gehässig an. Jeder hatte einen Griff der Tasche in der Hand. Ich schaute sie amüsiert an. "Gebt mir die Tasche. Ich mach das. Ich will ja nicht, dass ihr euch um einen Anruf streitet." Gemeinsam gaben sie mir die Tasche. Keiner wollte nachgeben. Ich lachte nochmals und griff in die Tasche nach meinem Handy. Ich wählte Maddies Nummer. Sie ging nicht sofort ran. Sie hatte noch Unterricht. Erst nach dem dritten Anruf konnte ich sie erreichen. "Hey Maddie. Wenn du Schulschluss hast, kannst du dann bitte ins Krankenhaus kommen?" "Ich bin in einer halben Stunde da! Ist was mit Luke?" "Nein Maddie. Mit Luke ist alles okay. Na ja vielleicht ist er noch ein bisschen geschockt." Ich schaute ihn prüfend an. "Wieso das denn? Komm zum Punkt Becca!" "Also ich liege im Krankenhaus. Kannst du dich beeilen? Ich erkläre dir dann alles.!" "Was??? Ich komme sofort!" "Du kannst dir Zeit lassen, Maddie! Tyler und Luke sind doch da!" "Ich komme trotzdem sofort! Bis gleich!" Ich verdrehte leicht die Augen. Sie dürfte warscheinlich sowieso nicht kommen. Frau Meckfass würde es nie erlauben.
Nach einer halben Stunde traf ein Polizist ein und fragte mich wegen der Täterin aus. Beim Erzählen kamen mir immer mehr Merkmale in den Kopf und am Schluss hatte der Polizist zwei ganze Din A4 Seiten voll geschrieben. Maddie rief mich nochmal an und teilte mir mit, dass sie ihre Cousine mitbringen musste. Ich willigte ein und eine Viertelstunde später, nachdem der Polizist gegangen war, musste ich die ganze Geschichte nochmal erzählen. Maddies Cousine schaute Tyler ununterbrochen an, weswegen Maddie ganz eifersüchtig wurde und mir gar nicht mehr richtig zuhörte. ich musste schmunzeln und war froh, als das ganze Getummel um mich herum vorbei war und ich endlich schafen konnte.
Hey Leute! Ich hoffe euch hat das Kapitel gefallen und ihr schreibt wieder fleißig Kommis und drückt auf das Sternchen. Hab euch lieb und sorry wegen der Schreibpause! Eure Laura <3
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Mein Bruder- Der tollkühne Held
Любовные романыBeccas Eltern sind vor ungefähr einem halben Jahr bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Sie lebt jetzt alleine mit ihrem Bruder Tyler zu Hause. Eines Tages kommt ein Brief mit der Post an, in dem steht, dass die Eltern ihnen Geld hinterlassen hab...
