Kapitel 8

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Als wir morgens aufwachten, gingen wir hoch in Maddies Zimmer um uns umzuziehen. Sie sagte zu mir, dass ich mir etwas von ihren Klamotten leihen könnte und so ging ich die zwei Stufen hinunter zu den Schiebetüren von ihrem begehbaren Kleiderschrank und öffnete die Tür. Ich nahm mir ein lockeres Top mit einem tollen Blumenmotiv und eine kurze, helle Jeans, die ein bisschen ausgefranste Taschen hatte. Dann nahm ich mir noch braune Sandalen und eine goldene Kette. Ich hatte immernoch meine alten Klamotten von gestern an, also nahm ich mir noch Unterwäsche und lief ins Bad, um mich zu duschen. Das warme Wasser tat mir gut. Es prasselte auf meine Haut und lockerte meine Muskeln ein wenig. Heute war Sonntag, also würden wir morgen wieder zur Schule gehen und Tyler wäre auch da. Meine Stimmung wurde schlechter, doch dann klopfte Maddie und rief: "Hei Becca! Bist du fertig? Dann können wir zu Luke fahren, um zu schauen wie es ihm geht!" Sofort hellte sich meine Stimmung wieder auf! Ich trocknete mich ab und zog mir die Klamotten, die ich rausgelegt hatte, an. In Windeseile fönte ich mir die Haare und schminkte mich noch dezent. Dann öffnete ich die Badtür und schnappte mir meine Tasche mit meinem Handy und Frauen-Krims-Krams drin. Dann ging ich mit Maddie zu ihrem Auto. Dabei fiel mir auf, dass Lukes Auto immernoch auf dem Hof der Lautners stand. Ich nahm mir vor, es ihm später im Krankenhaus zu sagen.

Als wir angekommen waren, brauchten wir die Angestellte nicht mehr fragen, in welchem Zimmer Luke lag, da wir es schon wussten und so gingen wir einfach nur vorbei und grüßten sie freundlich.

Als ich an Lukes Zimmertür klopfte, öffnete sie sich und der Doktor kam raus. Maddie und ich nickten ihm grüßend zu und machten ihm Platz, damit er durchgehen konnte. Dann traten wir ins Zimmer und ich blickte in Lukes Gesicht. Es war nicht mehr ganz so blau, doch man sah die Schläge immernoch stark. Ich gab ihm einen flüchtigen Kuss auf die Lippen und setzte mich zu ihm auf das Bett. Maddie begrüßte ihn mit einem "Hallo Luke" und setzte sich auf einen der Stühle, die an einem kleinen Tisch im Raum standen. Ich fragte ihn, wie es ihm ging und er antwortete mit: "Schon besser!" Ich gab ihm noch einen Kuss auf den Mund. Diesmal aber ein bisschen leidenschaftlicher. "Becca! Ich bin auch noch da!" Oh! Ich hatte Maddie ganz vergessen! Ach egal! Sie wusste ja, wie es aussah, wenn sich jemand küsste. Ich löste mich von Luke und drehte mich zu Maddie. "Ich kann auch schon mal nach Hause fahren!" Ihr Ernst? "Du bist doch bescheuert Maddie! Bleib hier!"  "Okay. Wie du meinst."  Ich drehte mich wieder zu Luke: "Achso. Dein Auto steht auch noch bei Maddie in der Einfahrt."  "Ja das ist nicht so schlimm. Ich lass mich von nem Kumpel abholen."  "Ach Quatsch! Ich kann dich abholen!"  "Darauf hatte ich gewartet" er lächelte verschmitzt. Ich wuschelte ihm durch die Haare und erwähnte meinen Bruder: "Achso. Ich muss dir auch noch was erzählen! Wahrscheinlich willst du es nicht hören, aber egal. Mein Bruder hat gesagt, dass ich mich von dir fernhalten soll." Ich machte eine lange Pause und schaute ihn traurig an. Er schaute mich abwartend an und ich sprach weiter. "Naja, ich habe vor auf ihn zu hören!" Maddie und er antworteten aus einem Mund: "Was willst du tun?" Dann brach ich in schallendes Gelächter aus. Ich blickte in große, erschrockene sowie verwunderte Augen. "Oh Mann! Ihr hättet euer Gesicht sehen sollen!" Ich konnte nicht mehr aufhören zu Lachen und hielt mir den Bauch vor Lachen. "Ich würde doch niemals auf meinen Bruder hören!" Und dann verstanden es auch Luke und Maddie. Wir lachten uns schlapp, bis eine  Krankenschwester reinkam und uns rausbat. Sie wollte den Verband wechseln also verließen wir das Zimmer.

Als wir draußen auf den Wartestühlen saßen, bekam Maddie eine SMS. Sie las laut vor: "/Hallo Maddie. Bitte komm nach Hause! Deine Cousine Anna ist da! Hast du das etwa vergessen? Ich hatte dir doch gesagt, dass du sie am Bahnhof abholen sollst! Ich hab es dann gemacht! Du musst endlich erwachsen werden! Mum. / Sag mal hat die sie noch alle? Mein Kumpel liegt im Krankenhaus und das einzige was sie interessiert, ist meine Cousine! Für meine Mutter war meine Cousine immer die Traumtochter und sie wollte immer, dass ich so werde wie sie. Aber das bin ich nun mal nicht. Ich bin ich. Mann! Das regt mich auf!!"  "Ja ich merk das schon Maddie! Ich würde sagen, dass du jetzt nach Hause gehst, damit du nicht noch mehr Ärger bekommst, als du schon hast. Und ich halte hier die Stellung. Wenn du wieder die Möglichkeit hast zu kommen, dann kommst du wieder hierher okay? Geh schon Maddie!"  "Ja ok. Du hast recht! Bis später süße! Ruf mich an!" Dann umarmten wir uns und Maddie verließ in eiligen Schritten das Krankenhaus. 

Die Tür von Lukes Zimmer öffnete sich und die Krankenschwester kam heraus. Sie sagte mir, dass ich jetzt wieder rein gehen könnte und so schlich ich durch die Tür. Ich kam rein und sah in ein strahlendes Gesicht. "Die Krankenschwester sagt, dass ich morgen wieder nach Hause kann! Ich kann zwar noch nicht in die Schule, aber ich kann nach Hause." Ich freute mich mit ihm und wir fielen uns um den Hals. "Warum war deine Mutter eigentlich nie hier bei dir?" Es interessierte mich einfach mal. "Ich wohne mittlerweile alleine. Also in einer kleinen Wohnung in der Nähe von dem Haus meiner Eltern. Sie bezahlen die Miete und überweisen mir im Monat ein wenig Geld für das Essen und die ganzen anderen Haushaltsdinge. Und ich denke meine Mutter war nicht da, weil sie sich eigentlich fast nie um mich gekümmert hat. Ihr Job ist ja sooo wichtig! Sie gab mir immer nur genug Geld, um mich zufriedenzustellen, aber das war ich nicht. In der Grundschule war ich immer auf die anderen Kinder eifersüchtig, weil sie von ihren Eltern abgeholt wurden und ich immer alleine nach Hause laufen musste. Naja, jetzt freue ich mich umso mehr, dass ich schon alleine lebe und meine eigene Bude habe, wo ich machen kann, was ich will." Dabei zwinkerte er mir zu. "Oh das tut  mir leid. Also mit deiner Mutter. Meinst du ich kann dich mal besuchen oder so? Weil ich wohne ja jetzt erstmal bei Maddie, wegen meinem Bruder. Aber ihre Cousine ist heute angereist und jetzt weiß ich nicht, ob es okay ist, wenn ich noch zusätzlich bei ihr wohne. Also nur wenn du auch damit einverstanden bist,..." Er hatte mich schon verstanden... "Klar kannst du erstmal bei mir wohnen. Wenn du willst, kannst du sogar bei mir einziehen. Also nur wenn dir das jetzt nicht zu schnell geht. Ich meine ja nur, weil ich ja, wie gesagt, machen kann, was ich will und..."  "Ich würde liebend gerne bei dir sein. Kann ich dann vielleicht schon morgen mitkommen?"  "Ja na klar. Hast du irgendwie viele Klamotten? Weil ich hab nicht mehr ganz so viel Platz in meinem Kleiderschrank. Er ist ziemlich klein."  "Nein. Um genau zu sein hab ich nur das Kleid von der Party und sonst eigentlich nichts. Ich müsste also eigentlich nochmal nach Hause. Mein Geldbeutel mit meiner Checkkarte liegt auch zu Hause." Oh shit!!! Ich hatte gerade mein Versprechen, niemandem zu erzählen, dass Tyler und ich reich waren, gebrochen. Aber jetzt wo ich so darüber nachdachte, war es eigentlich egal, weil es ja nur Luke war und er mein Freund war und ich ihn über alles liebte und ihm alles erzählen konnte. "Wie jetzt? Checkkarte?"  "Naja, Tyler und ich haben neulich einen Brief bekommen, in dem steht, dass unsere Eltern uns 4 Millionen Euro vererbt haben. Ist genial oder?" Ich fing an, vor Glück zu lachen und nach ein paar Sekunden Nachdenken, was das bedeutete, fing auch Luke sich zu freuen und zusammen lachten wir dann, bis wir uns in den Armen lagen, uns anschauten und uns dann anfingen zu küssen. Er streichelte mir mit seiner Hand meinen Rücken entlang und fuhr mit der anderen durch meine Haare. Ich verankerte meine Hände in seinem Nacken und dann drehte er mich auf sein Bett, sodass wir nah aneinander lagen. Wir küssten uns weiter und weiter, bis er versuchte die Jeans aufzumachen. Ich wollte eigentlich nicht aufhören, doch ich löste mich von ihm. Er schaute mich erstaunt und überrascht an und ich sagte beschämt: "Hast du überhaupt Kondome oder so? Ich nehme die Pille nicht und außerdem, was ist, wenn jemand rein kommt? Und du musst an deine Rippen denken!" Er schaute mich verwundert an. "Du brauchst dir keine Sorgen machen. Ich hab Gummis dabei und außerdem müssen die Ärzte und anderen Menschen erst anklopfen, bevor sie reinkommen. Und meinen Rippen geht es gut. Durch den Adrenalinstoß merke ich gar nichts. Nur leider ist der jetzt weg." Er schaute mich ein weing beleidigt an und ich musste anfangen zu lachen. "Was ist denn daran jetzt so komisch? Ich hatte gerade vor mit der Frau meiner Träume zu schlafen! Jetzt hast du den ganzen Moment versaut!" Er sah jetzt ein wenig wütend aus. Sofort machte ich mir Sorgen, dass er gleich sagen würde, dass ich sein Zimmer verlassen soll, doch dann fing er an zu grinsen und ich atmete erleichtert aus. "Du hättest deinen Blick sehen sollen!" Er fing jetzt an zu lachen. Ich grinste zurück. "Das wäre dein erstes Mal geworden oder?" Ich nickte beschämt und er fing an zu lächeln. "Hey! Das ist doch nicht schlimm! Wir können das in den nächsten Tagen doch  nachholen! Du bist doch dann sowieso bei mir und dann können wir es uns schön gemütlich machen. Gemütlicher als in einem Krankenbett!" Ich sah ihn lächelnd an und schmiegte mich an seine muskulöse Brust. Er schlang seine Arme um mich und ich schlief nach weniger Zeit ein.

Das ist mein nächstes Kapitel. Ich hoffe, dass es euch gefallen hat und dass ihr wieder fleißig Kommis und Likes dalasst! Eure Laura! <3

Mein Bruder- Der tollkühne HeldGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt