Im Auto machte ich mir über Tylers Blicke Gedanken. Vielleicht hatte ich mich auch nur vertan, weil ich ja bloß kurz über die Schulter geschaut hatte, aber eigentlich war ich mir sicher. Ich sah anscheinend zu nachdenklich aus, denn Luke fragte mich, was los sei. Ich antwortete ihm, dass ich gerade über meine Eltern nachdachte und er nickte nur bedrückt. Ich glaube, er wollte jetzt irgendwas Aufmunterndes sagen, aber anscheinend wollte er keine alten Wunden ausreißen. Zum Glück wurden meine Gedanken von Maddie unterbrochen. "Hey Leute! Da ist die Location, wo die Party stattfindet!" Luke bog ab und parkte auf dem überfüllten Parkplatz. Ich stieg aus und zupfte mein Kleid ein letztes Mal zurecht. Luke versicherte mir noch, dass ich gut aussah und dann gingen wir ins Haus. Man hörte die laute Musik zwar schon von draußen aber wenn man drin war, kam es einem so vor, als würde einem gleich das Trommelfell reißen. Wahrscheinlich lag das daran, dass ich nie auf Partys ging und es einfach nicht gewohnt war. Luke lachte mich an und fragte ob ich tanzen wolle. Ich schaute Maddie mit einem fragenden Blick an und wie erwartet lächelte sie mich zustimmend an. Die Frage kam eigentlich ganz schön früh. Schließlich waren wir gerade mal im Flur. Aber egal. Ich hatte einfach Lust zu Tanzen. Vor allem mit Luke. Er sah in seinem lockeren T-Shirt und den Jeans richtig heiß aus, obwohl das eigentlich übliche Kleidung war. Wahrscheinlich war das, weil ich total in ihn verliebt war. Er sah aber wirklich gut aus. So muskulöse Arme und auch sonst seine Form und Figur. Es passte einfach alles an ihm zusammen. Einfach perfekt. Anscheinend hatte ich ihn angeglotzt, denn er fragte mich mit einem himmlischen Lächeln, ob etwas wäre. Ich verneinte verträumt und er zog mich auf die Tanzfläche. Ich schaute mich neugierig um und entdeckte James. Oh nein! Das hieß , dass Tyler auch hier war. Na toll! "Becca? Alles in Ordnung? Willst du nicht tanzen?" Oh man! Er war so süß!!! Ich antwortete ihm nur: "Doch ich möchte tanzen! Ich hab nur das Gefühl, dass Tyler hier ist und er ist nicht so begeistert, dass wir uns so gut verstehen!" Luke zog mich aus der Menge und ging mit mir zu dem Gang mit den Toiletten. Dort war es ein wenig leiser. Dann meinte er verwirrt: "Das musst du mir jetzt näher erklären." Na toll! Was hatte ich denn da schon wieder gesagt!? Immer muss ich alles kaputt machen. Typisch ich!!! Also erklärte ich: "Naja, als du neu in der Schule warst und ich dich mit Tyler bekannt gemacht habe, hat er doch gesagt, dass er nochmal mit mir reden wollte. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt noch nicht gemerkt, dass das nichts gutes heißen kann, weil dann immer irgendwas kommt, was etwas schlechtes in seinen Augen ist. Naja, als er dann später mit mir geredet hat, meinte er, dass du, ich weiß auch nicht warum, gefährlich bist. Ich antwortete ihm, dass das nicht stimmt, aber er sagte mir nur, dass ich mich von dir fernhalten soll, was ich natürlich nicht mache, da ich ja in dich verliebt bin und deswegen..." Scheiße!!! Ich hatte mich gerade voll verplappert!!! Oh nein! Jetzt wusste er, dass ich ihn gut fand! "Becca? Was hast du da gerade gesagt?" Scheiße!!! Was sollte ich jetzt sagen? "Ähm...Keine Ahnung...Ähm...Ich.." Oh Gott! Jetzt stotterte ich auch noch! Schlimmer konnte es jetzt echt nicht werden!!! Und da kam Tyler um die Ecke. Okay! Es konnte schlimmer werden!!! Ich schaute Luke verzweifelt an und er zog mich blitzschnell in die Toilette hinter uns und schloss ab. Es klopfte und hämmerte an der Tür. Ich schaute noch verzweifelter zu Luke und er grinste bloß! Was sollte das jetzt? "Warum lachst du denn jetzt so blöd? Das ist überhaupt nicht lustig!", zischte ich ihn an. Beleidigt schaute er weg. "Es tut mir leid! Ich wollte das nicht sagen. Es ist mir so rausgerutscht! Ich bin einfach nur verzweifelt und weiß nicht, was wir machen sollen!" Er grinste nur und flüsterte mir verführerisch ins Ohr:" Ich weiß auch nicht. Aber Aber ich Aber ich würde vorschlagen, dass wir Tyler ignorieren und das machen, was man zu zweit auf einer Toilette macht." Und dann begann er, ohne mich weiter zu fragen, mich zu küssen. Am Anfang war ich noch zu überrascht und konnte den Kuss nicht erwidern, doch dann brach das Eis und ich ließ ihm Einlass in meinen Mund, über den er schon die ganze Zeit mit seiner Zunge streichte. Mein ganzer Körper kribbelte, als sich unsere Zungen berührten und ich schloss endlich die Augen und genoß meinen ersten richtigen Zungenkuss. Es war gar nicht so widerlich, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich hörte noch ein leises Klopfen im Hintergrund, doch das blendete ich aus und vertiefte meine Gedanken in den Kuss. Nach gefühlten und wunderschönen 10 Minuten mussten wir erstmal Luft holen und lösten uns langsam voneinander. Ich öffnete meine Augen nachdem wir uns voneinander getrennt hatten. Ich blickte in strahlende, braune Augen und lächelte sie an. Dann küsste er mich erneut. So ging es ungefähr eine Stunde. Wir schauten uns glücklich lächelnd an und lauschten an der Tür, um zu hören, ob Tyler noch davor stand. Wir lachten los und öffneten die Tür, weil wir nichts gehört hatten. Doch wir verstummten sofort, als wir raus in den Gang traten, denn Tyler stand doch noch dort. Er nahm Luke am Kragen und zerrte ihn zur Wand gegenüber. Dann holte er aus und schlug ihm ins Gesicht. Ich schrie auf und zerrte an Tyler herum, damit er aufhörte. Doch er schubste mich nur weg und schlug weiter auf Luke ein. Ich schrie aus vollem Halse und machte einen nächsten Versuch. Ich trommelte auf Tylers Rücken, aber er schüttelte mich mit Leichtigkeit ab. Ich schrie und schrie. Luke floss schon das Blut aus der Nase und sein rechtes Auge war bereits angeschwollen. Dann schlug Tyler ihm direkt in die Magengrube, sodass er auf den Boden fiel, vor Schmerzen. Ich versuchte zu ihm zu rennen, doch Tyler packte mich am Arm und schleifte mich hinter sich her. Ich drehte mich um und sah durch meine verheulten Augen, dass Luke vor Schmerzen gekrümmt auf dem Boden lag. Ich riss mich nun durch das Adrenalin, das durch meinen Körper floss, von Tyler los und rannte zu Luke. Er kniff die Augen angestrengt zusammen, wegen der Schmerzen. Ich kniete mich neben ihn und streichelte ihm über die Wange. Ich flüsterte ihm mit bebender Stimme Worte wie :"Ruhig Luke! Alles ist gut!" zu, doch er blieb am Boden liegen und sagte nichts. Dann kam die Security und nahm Tyler zur Seite. Ein anderer zerrte mich von Luke weg, sodass ich wieder losschrie , und kniete sich neben Luke. Dann kam Maddie und nahm mich tröstend in den Arm. Vor dem Gang tummelten sich schon massenweise Leute, um zu sehen, was bei uns los sei. 10 Minuten später kam der Notarzt und nahm Luke mit. Ich wollte mitfahren, doch sie ließen mich nicht. Luke drückte mir seinen Autoschlüssel in die Hand und ich drückte ein letztes Mal seine Hand. Dann wurde er weg getragen. Ich hatte erneut einen Weinkrampf und Maddie nahm mich nochmal an den Arm. Ich löste mich nach kurzer Zeit wieder und sah Tyler vor mir stehen. Ich schaute ihn wütend an und klatschte ihm eine. Es war zwar nicht ganz so fest, aber er war überrascht und hielt sich deswegen die Wange. Ich schaute ihn immernoch mit funkelnden Augen an. Er redete ruhig auf mich ein:"Becca ich hab dir gesagt, dass dich vor ihm fernhalten sollst und dass er gefährlich ist." "Woher willst du das bitteschön wissen, huh? Du musst mir auch mal erklären warum, Tyler! Ich bin in ihn verliebt verdammt! Und du kannst nichts mehr daran ändern, hörst du? Ich werde mich niemals von ihm fernhalten und wenn du mich nicht bei mir wohnen lässt. Dann ist es so! Ich lass mich nicht mehr von dir rumkommandieren!" Und damit nahm ich Maddies Hand und zog sie mit mir nach draußen und zu Lukes Auto. Wir stiegen ein und fuhren zur ihr nach Hause. Vorher holten wir noch ein paar nötige Klamotten, meine Kosmetik-und Pflegeprodukte, meine Schulsachen und meinen Geldbeutel. Seufzend kamen wir bei ihr an und ließen uns aufs Sofa fallen.
Hei Leute! Hier ist mein neues Kapitel. Ich hoffe ihr findet es gut. An manchen Stellen ist es vielleicht ein bisschen abgehackt. Das tut mir leid. Freue mich wie immer über Kommis und Likes. Hab euch lieb ♡ Laura
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Mein Bruder- Der tollkühne Held
RomanceBeccas Eltern sind vor ungefähr einem halben Jahr bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Sie lebt jetzt alleine mit ihrem Bruder Tyler zu Hause. Eines Tages kommt ein Brief mit der Post an, in dem steht, dass die Eltern ihnen Geld hinterlassen hab...
