Kapitel 16

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Als Luke und ich mit Essen fertig waren, nahm er mir den Teller ab und stellte ihn in der Küche in die Spüle und kam wieder. Ich wollte jetzt das mit Maddie wissen. "Also was war jetzt mit Maddie?" Er stöhnte leise, aber ich hörte es trotzdem. "Ich hab bei ihr geschlafen, weil wir beide nicht alleine sein wollten und außerdem hat sie geweint. Ihr ging es echt scheiße." "Und warum?" "Weiß ich nicht genau. Vielleicht wegen dir?" "Das glaubst du ja wohl selbst nicht. Und aus Mitleid hast du dann bei ihr geschlafen?" Er nickte ehrlich. "Mit ihr in einem Bett?" "Ja und jetzt? Da war ja nichts und außerdem liebe ich dich. Ich hab doch nur bei ihr gepennt, weil es ihr nicht gut ging. Du musst ja nicht gleich so überreagieren. Sie ist deine beste Freundin." "Ich verstehe aber nicht, warum du nicht auf der Couch schläfst." "Becca diese Unterhaltung ist unnötig. Du weißt, dass da nichts lief. Wenn du bei Tyler schläfst würde ich auch nicht fragen, warum du nicht auf der Couch schläfst." "Tyler ist aber mein Bruder." "Und Maddie ist eine gute Freundin von mir. Ich würde niemals was mit ihr anfangen." "Ach jetzt reden wir hier schon über ein Verhältnis?!" "Becca jetzt übertreib nicht!" Damit verzog er sich aus dem Zimmer und ging die Treppe nach oben. Er wusste, dass ich ihm nicht nachlaufen konnte und machte das wahrscheinlich extra. Ich beschloss zu warten, doch es stellte sich heraus, dass das ein bisschen länger dauern könnte. Deshalb schnappte ich mir eine Tasche und meinen Geldbeutel und fuhr einkaufen. Ich sagte Luke nicht Bescheid. Wie hätte ich es auch machen sollen? Ich wollte nicht schreien, hoch laufen konnte ich nicht und einen Zettel oder eine SMS wollte ich mir auch sparen, weil ich sauer auf ihn war und er auf mich. Ich verschloss die Haustür und rollte los. Als ich am Supermarkt ankam, sah ich Lilli auf einer der Bank sitzen, die sich vor dem Gebäude befanden. Ich fuhr zu ihr. "Hey Lilli! Was machst du denn allein hier?" "Oh! Hey Becca. Ich weiß nicht. Ich konnte nicht mehr mit Maddie in einem Haus sein und deswegen bin ich abgehauen." "Auf einmal bemerkte ich, wie traurig sie aussah. "Was ist denn passiert?" "Als ob dich meine Probleme interessieren. Du hast selbst genug." Eigentlich hatte sie recht, aber weil ich heute mal sozial und kontaktfreudig war, sagte ich:"Ach Quatsch! Erzähl ruhig!" "Naja ich hab mich mit ihr gestritten wegen Tyler. Ich konnte doch nicht wissen, dass sie auf Tyler steht. Dann wäre ich doch nie zu ihm gefahren. Obwohl ich ja sowieso keine Chance bei ihm habe." "Hast du das Maddie auch so gesagt?" "Ja natürlich! Aber sie glaubt mir kein Wort und sagt, dass ich mir das alles selbst einrede und ich ja nur Lügen erzähle. Aber das stimmt nicht." "Ich glaube dir" Ich weiß nicht, warum ich das gerade gesagt hatte, aber es war die Wahrheit. Ich mochte sie echt nicht, aber das mit Tyler tat mir schon ein bisschen leid. Ich gönnte ihn ihr zwar nicht, aber es war echt scheiße von ihm, sie als Schlampe zu bezeichnen. Ich machte es zwar auch, aber nicht mitten in ihr Gesicht. "Wirklich? Du glaubst mir?" "Ja. Ich würde nur gerne nochmal hören, was Tyler zu dir gesagt hat" "Er sagte, dass ich ihn in Ruhe lassen solle, weil er noch was zu erledigen hatte, was nicht lustig werden würde. Ich hab mich an ihn ran geschmissen und gesagt, dass es nur für eine Nacht sei und er hat gesagt, dass er meine benutzte und dreckige Muschi nicht auch noch ficken wolle. Er sagte, dass ich die allerletzte sei, mit der er schlafen würde und ich fragte warum. Er sagte, dass ich einfach nur strohdumm, hinterlistig und eingebildet sei und das hat mich verletzt. Mir kamen die Tränen und er hat weiter drauf rum gehackt und gesagt ich soll mich nicht wie eine Heulsuse benehmen und endlich wieder zu einem normalen Mädchen werden. Ich hab ihn gefragt, ob ich jetzt nicht auch schon normal sei und er hat gesagt, ich sei die größte Schlampe, die es gibt und so. Ach ich weiß doch auch nicht. Wahrscheinlich hat er mit allem recht und ich bin das beschissenste Mädchen auf der Welt." Ich sah sie ungläubig an. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass Tyler so etwas gesagt hatte. Und ich wollte wissen, was er so dringendes vor hatte, dass er Lilli abservierte. Es war ihm eigentlich egal, ob die Mädchen, mit denen er schlief, schon mit vielen anderen Jungs Sex hatten. Mir kam das alles sehr komisch vor. Und natürlich ging ich nicht auf Lillis Selbstmitleid ein, sondern fragte, ob sie wüsste, was Tyler vorhatte. Sie zuckte mit den Schultern. "Er hat nur gesagt, dass das keine schöne Angelegenheit werden würde und dass er keine Ablenkung gebrauchen kann." Oh nein. Was hatte Tyler vor? Ich verabschiedete mich von Lilli ohne sie auch nur ein bisschen aufzumuntern, kaufte schnell das Zeug, das Luke und ich brauchten und fuhr dann, so schnell es ging nach Hause. Luke war noch immer oben im Zimmer. Zumindest schien es so. Ich legte alle Sachen auf den Küchentresen und fuhr weiter zu Tyler und mir nach Hause. Ich schloss die Tür auf und rief nach ihm. Er kam geschwitzt die Treppen runter. "Was machst du denn hier?" Er klang irgendwie nervös und ich hatte das Gefühl, dass er mich loswerden wollte. "Ich war grad an der frischen Luft und da dachte ich mir, dass ich mal bei dir vorbei schaue." "Okay. Schön. Wie geht es dir?" Er war völlig durch den Wind. "Tyler, das hast du mich heute Mittag schon gefragt! Es geht mir gut. Die Frage ist eher: Ist alles gut bei dir?" "Ähm ja. Klar. Was soll sein?" "Ich wunder mich nur, dass du vorhin so schnell weg musstest, dass du zu Lilli sagst, dass du irgendwas erledigen musst, das nicht lustig wird, dass du heute die ganze Zeit so abweisend bist und dass du völlig verschwitzt von oben kommst, obwohl du keine Hanteln oder Sonstiges da hast, um zu trainieren oder so." "Es ist alles in Ordnung." "Tyler! Sag mir was du vor hattest, als Lilli zu dir kam!" "Dazu bin ich nicht verpflichtet!" "Ich möchte es aber wissen! Sonst denk ich mir die schlimmsten Sachen aus." "Man ich hab das doch nur gesagt, weil ich Lilli loswerden wollte." "Das glaub ich dir nicht. Was ist da oben?" "Nicht. Was soll da sein?" "Tyler!!" "Becca, vertrau mir." "Das kann ich nicht." "Dann tut es mir leid für dich." Damit verschwand er wieder nach oben und ließ mich hier unten stehen. Ich stand mindestens eine Viertelstunde unten im Flur rum und überlegte, was ich jetzt machen sollte. Ich kam zu dem Entschluss, dass ich nach oben musste. Ich wusste allerdings nicht, wie ich dort hin kommen sollte. Ich versuchte aus dem Rollstuhl aufzustehen, doch es ging nicht. Also hängte ich mich an das Treppengeländer und zog mich mühselig nach oben. Es dauerte ungefähr zehn Minuten und ich schwitzte wie ein Wasserfall. Mir tat alles weh und ich rutschte weiter auf dem Boden zu Tylers Zimmer, aus dem Licht kam. Ich lugte um die Ecke durch den Türspalt. Es sah schrecklich darin aus. Überall lagen leere Pizzakartons, leere Flasche, lose Zettel und Artikel aus Zeitungen. Direkt vor der Tür lag auch so ein Artikel. Er handelte von dem Unfall unserer Eltern. Ich versuchte die kleine Schrift zu lesen, aber da ging die Tür auf...

Da bin ich auch mal wieder. Ich find das Kapitel nicht so gut, aber Hauptsache es geht mal ein bisschen weiter.

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⏰ Letzte Aktualisierung: Feb 10, 2016 ⏰

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Mein Bruder- Der tollkühne HeldGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt