Ich sackte zusammen. Was jetzt? WOHIN? Wohin mit all dem Gefühlen.
Wie konnte er mich nur so verwirren.
Ich stemmte das Gesicht in die Hände und fing an zu heulen wie ein kleines Kind. Seid wann zerstört mich ein einfacher Satz so dermaßen?
Du bist verliebt.
Schnell schüttelte ich den Kopf.
Verliebt wie ein kleines dummes Kind....
Ich hielt mir die Ohren zu in der Hoffnung das meine Gedanken dann still seien, doch es funktionierte nicht.
Geh zu ihm, sag ihm was du fühlst.
Noch mehr Tränen liefen über meine Wangen, ich konnte nicht zu ihm gehen.
Wozu? Damit er mich wieder verletzen konnte? Ich bin keine Puppe...
Ich sprang auf: "Ich bin keine Puppe und ich bin frei". Mit meinem Ärmel wischte ich mir über die Augen und lehnte meinen Kopf an den breiten Baumstamm. Ich wollte gehalten werden, egal von wem. Selbst jemanden mit Mundgeruch, sogar meinen Mathelehrer. Ich breite die Arme aus und schlang sie um den kalten Stamm. Wenigstens etwas. Doch schon wieder fing ich an zu heulen, ich wollte keinen Baumstamm, ich wollte Taddl. Seinen warmen Körper, seinen Geruch und seine sanfte, tiefe Stimme die leise Sätze in mein Ohr murmelte. Eine Hand legte sich auf meine Schulter, ich wurde herumgerissen und in eine herzliche Umarmung gedrückt. Jemand legte seine Hand auf meinen Hinterkopf und drückte mein Gesicht gegen seine Brust.
Müde vom weinen, entäuscht und vielleicht auch etwas benebelt, viel ich wie ein Kartemhaus in mich zusammen. Meine Beine ließen nach und wäre die Person nicht gewesen, die sich gerade mit mir im Arm auf den Boden fallen ließ, wäre ich ungekippt. Ich schaute hoch und zuckte etwas zusammen als ich Taddl's verweinte Augen sah. Doch es war okay, ich war einfach nur froh in da zu haben. Und ich wollte nicht mehr an diesen Kuss denken, den er Ardy geschenkt hatte.
Er legte sich in das Gras und riss mich mit. Ich lag auf seiner Brust und hörte seinem Herz beim schlagen zu. Wie ein kleiner Beat.
Taddl schluchzte: "Leo, es tut mir Leid. Ich...."
"Kannst du nicht einmal die Fresse halten?" , keifte ich ihn an und tatsächlich hielt er die Klappe.
Wie konnte er nur? Wie konnte ich nur? Was machte ich da überhaupt? Hatte ich den Schmerz vergessen? Hatte ich den Grund vergessen wieso ich weg wollte?
"Du bist ein Arsch" , murmelte ich sauer und stand auf: "Du hast mit Ardy rumgeknutscht und mich angelogen. Wieso lass ich dich, bloß immer so nah ran?"
Ich drehte mich um und entfernte mich mit großen Schritten.
Er würde ich zwar verletzten, aber du wärst wieder glücklich!
"Sei dich still" , fauchte ich mein Hirn an und schon wieder brannten Tränen in meinen Augen. Okay das reicht, für heute hatte ich genug geweint.
"Leo" Er war mir also gefolgt.
"Du kannst nicht immer vor deinen Problemen davon laufen, du musst dich ihnen stellen"
Wo er recht hat hat er recht...
Das reicht. Schwungvoll drehte ich mich um und bohrte meinen Finger in seine Brust: "Haltet die Klappe, alle beide. Ich renne nicht vor meinen Problemen weg, sondern vor dem Schmerz der mich ertwarten wird, wenn ich noch mehr Zeit mit dir verbringe. Siehst du diese Tränen, so viel habe ich noch nie geweint und weißt du wer daran Schuld ist? DU! Sieh es ein.... es macht einfach keinen Sinn!"
Bei den letzten Worten fing ich an zu murmeln und nahm meinen Finger runter. Ich senkte den Blick und drehte mich um, doch Taddl griff nach meinen Arm drehte mich herum und drückte seine Lippen fest gegen meine. Er legte seine Hände um seine Taille und zog mich näher an ihn heran. Zu erst reagierte ich gar nicht, ich hing nur schlaff in seinen Armen und sah ihm zu, doch dann pickste er sanft in meine Seite. Als ich den Mund aufmachte um ihn zu beleidigen nutze er den Moment und glitt mit seiner Zunge in meinen Mund (<-- Baah). Ich vergrub meine Finger in seinen Haaren und schloss die kleine Lücke, die uns noch voneinander trennten. Doch kurze Zeit später mussten wir uns wieder lösen, da ich mich ziemlich ungeschickt anstellte und mich verschluckte. Jaaa, kein Plan wie ich das geschafft hab.
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Wo bist du? (Taddl FF)
Fiksi PenggemarLeonie ist 16 und zieht nach dem Tod ihrer Mutter, mit ihrem alleinerziehenden Vater nach Köln. Auf ihrer neues Schule muss sie ich dann auch noch in den Schwarm der Schul-Schlampe verlieben. Was ihr sehr viel Ärger einbringt. Von Stress, zu Schmer...
