~14:00~
Gelangweilt blätterte ich in einer Frauenzeitschrift herum und wartete auf irgendeinen spannenden Artikel. Der Arzt war schon einmal da gewesen und hatte alles genau gecheckt, er hatte auch gesagt das ich Morgen wieder nach Hause gehen könnte, wenn alles gut läuft.
Jemand klopfte an meiner Tür, ich schmiß die Zeitschrift auf den Stuhl und eine Sekunde später rannte auch Baba in mein Zimmer.
Völlig außer Atem und heulend nahm er mich in den Arm und drückte mir einen Kuss auf die Wange.
„Was machst du nur für Sachen?" ,schniefte er.
„'Ne kleine Schlägerei" ,log ich, wie auch bei Taddl: „Ist ja nicht die erste, oder?"
Baba lächelte verschmitzt: „Nein, das stimmt. Du hast dich schon immer gerne geprügelt. Schon im Kindergarten, die Sache mit Manuel?"
Ich seufzte, das war echt lustig. Damals hatte ich einen kleinen Jungen mit braunen Haaren in der Gruppe wie waren voll gute Freunde. Und als wir im Sandkasten gespielt hatten, wollte er mir einfach einen Kuss geben. Daraufhin hab ich ihn Sand in dem Mund gestopft und so weiter. Ratet mal wer gewonnen hat? :)
„Aber diesmal bist du zu weit gegangen" ,riss mich Baba aus meinen Gedanken: „Du hast eine gebrochene Nase!"
„Ich weiß!"
„Jetzt erzähl mir schon was passiert ist. Ich hab mir solche Sorgen gemacht. Ich dachte.... Ich dachte du wärst tot" ,die letzten Worte gingen fast im Schluchzen unter.
Ich nahm ihn in den Arm: „Es braucht viel mehr um mich zu töten, Baba. Das weißt du doch!"
Nach einiger Zeit hatte er sich endlich so weit beruhigt das wir und normal unterhalten konnten.
„Hat dir der Arzt eigentlich schon gesagt wann du wieder nach Hause kommen kannst?" ,fragte er.
„Morgen" ,erklärte ich.
Jemand klopfte und mein Arzt spähte in mein Zimmer: „Hallo, sie müssen Leonies Vater sein! Es tut mir zwar sehr Leid wenn ich sie gerade störe aber ich muss sie jetzt bitten zu gehen!"
Baba nickte, stand auf und legte noch einen Teddy auf meinen Stuhl dann ging er hinaus.
„Darf ich jetzt nach Hause?" ,fragte ich den Arzt.
„Ja" ,er lächelte mitleidig: „Wissen sie noch ihr Freund der Gestern hier war?".
Ich nickte: „Thadeus ist ein Kumpel von mir, wieso?"
„Er liegt in dem Zimmer am Ende des Flurs!"
Häh? Taddl war hier? Wieso das denn? Oh, nein!
Ich riss die Augen auf: „Was ist passiert? Wie geht es ihn? Kann ich zu ihm?"
Der Doc lächelte: „Natürlich, es war nichts ernstes. Er wird gleich entlassen und da es ihnen ja auch so weit gut geht können sie von mir aus auch mit gehen!"
Total begeistert fing ich an zu lächeln und in meine Hausschuhe zu schlüpfen. Sofort hüpfte ich den Gang entlang zu dem Zimmer das mir der Arzt vorher noch genau beschrieben hatte. Ich prüfte die Nummer und klopfte an. Ein Rascheln!
Dann ein leises Grummeln. Klang nicht ganz so schön! Vorsichtig öffnete die Tür und erschrak als ich Taddl dort liegen sah. Er hatte einen blutigen Verband um sein Bein gewickelt und sein Blick wirkte abweisend.
„Hey, Löwe" ,murmelte er schläfrig. Löwe? Wieso nannte er mich so? Also mir gefällt's.
„Hey" ,ich lächelte: „Lass mich raten: 'ne kleine Schlägerei, ist ein bisschen ausgeartet, oder?"
Ich sah wie er grinste: „Um ehrlich zu sein hab ich mich mit Barbies Bruder geprügelt"
„Wieso das denn?" ,ich setze mich: „Hat er deine Frisur durcheinander gebracht?"
„Nein" ,ein leichtes Lächeln: „Er hat dich beleidigt!"
„Und deswegen hast du eine Schlägerei angezettelt?" Ich hör wohl nicht Recht!
„Also eigentlich wollte ich nur Emma zu Rede stellen, dann kam ihr Bruder und 10 Minuten später war ich hier!"
Er hatte sich für mich geprügelt? Vielleicht war er doch ein guter Kerl! Gedankenverloren starrte ich auf den Boden, da ich nicht wusste was ich sagen sollte.
„Krieg ich etwa keine Belohnung?" ,fragte er und sah mich traurig an!
Ich lachte leicht auf: „Woran hast du denn gedacht!"
Er überlegte: „1€? Oder vielleicht einen Zettel wo drei Komplimente draufstehen oder du musst einen Tag lang machen was ich will.....?"
Fragend legte ich meine Kopf auf die Seite.
Dann klatschte er plötzlich fröhlich in die Hände: „Ich hab's: Einen Kuss!"
Einen Kuss? Wie bitte?
„Nein" ,ich schüttelte den Kopf: „Alles nur das nicht!"
„Einen Zungenkuss?" ,sagte Taddl etwas enttäuscht.
Ich tippte mir gegen die Stirn: „Spinnst du! Wir gehen erstmal nach Hause und dann schauen wir nochmal, in Ordnung!"
Er nickte und lächelte.
War das dämlich, am liebsten hätte ich ihn mit Sand gefüttert wie Manuel damals. Aber wo ist denn ein Spielplatz wenn man einen braucht.
Stellt euch mal vor ich hätte ihn küssen müssen, er hätte mich an sich gedrückt, mir süße Worte zugeflüstert und meine Haare aus meinem Gesicht gestrichen..... das wäre doch dämlich und total..... total romantisch *seufz*......
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Wo bist du? (Taddl FF)
FanfictionLeonie ist 16 und zieht nach dem Tod ihrer Mutter, mit ihrem alleinerziehenden Vater nach Köln. Auf ihrer neues Schule muss sie ich dann auch noch in den Schwarm der Schul-Schlampe verlieben. Was ihr sehr viel Ärger einbringt. Von Stress, zu Schmer...
