Nervös summte ich 'Vielleicht' von einem meiner Lieblings rapper Cro und überlegte was ich tun sollte.
Taddl setzte sich neben mich: "Tut mir leid, wir haben nichts Genießbares mehr da".
"Schon okay" ,ich sah auf meine Hände: "Ich hätte sowieso nichts runterbekommen".
Er nahm meine Hände in seine und kuschelte sich an mich: "Was ist los, Leo? Du bist so abweisend, hab ich was falsches gesagt?".
Ich schüttelte den Kopf: "Du sagst ständig falsche Sachen. Ich bin mir nur nicht sicher ob ich das hier will".
Taddl lächelte: "Wenn du willst können wir auch woanders hin".
"Die Bude ist in Moment das beste an der ganzen Situation".
Mir wurde schlecht und ich hielt mich an der Sessellehne fest um nicht umzukippen.
"Wir müssen ja nicht gleich zusammen sein wenn du das nicht willst".
Ich spürte ein heftiges Pochen gegen meine Schläfe: "Und dann sind wir was? Freunde? Du weißt ganz genau dass das nicht funktionieren wird".
Du hättest gehen sollen, als du die Gelegenheit dazu hattest.
Wie jetzt? Mein Kopf hat mir doch selber gesagt das ich dableiben soll und jetzt doch nicht oder was?
Ich bin nur eine Stimme in deinem Kopf, ich sage nur das was du so wie so schon weiß!
"Leo" ,Taddl rückte etwas weg: "Was willst du denn sonst tun?".
Ich masierte meine Stirn: "Ich sollte gehen, Taddl. Wir verschlimmern den Abschied nur". Ohne auf seinen entäuschten Blick zu achten, stand ich auf zog mir wieder meine Jacke über: "Ich wünsche dir nur das Beste. Du kannst ruhig weiter bei meinem Vater wohnen, er fängt an dich zu mögen, den Moment solltest du ausnutzen" , ich lächelte und lief dann raus. Es wurde allmählich hell und es war still. Ich liebte es, wenn es still war.
Ich raufte mir die Haare und drehte mich wild im Kreis, wie früher als ich noch ein kleines Kind war. Doch es tat gut, wenigstens musste ich nicht wieder weinen.
Aufgedreht rannte ich in Richtung Bahnhof und holte mir ein Fahrkarte nach Berlin.
Und was willst du jetzt tun? Was machst du in Berlin? Wo kommt das Geld her?
"Ich find schon was" ,murmelte ich und stieg in die Bahn. Sie war fast leer bis auf einen alten Mann der sich ganz in sein Kreuzworträtsel vertieft hatte und eine junge Frau mit einem schlafenden Kleinkind auf dem Schoß. Ich setzte mich ihr gegenüber und schaute auf mein Handy.
Auf nach Berlin!
~6:30~
Schläfrig stieg ich aus und hielt kurz innr um mich wieder neu zu ordnen. Ich hatte alles dabei, Tasche, Handy, Kaugummi.... Dann machte ich mich auf den Weg nach draußen, am besten ich finde gleich einen Ort zum schlafen, oder lieber erst 'ne neue Schule oder einen Job? Au, verdammt darüber hatte ich noch gar nicht nachgedacht. Was soll ich denn jetzt bloß tun?
Ich zog mein Handy aus der Tasche und schrieb eine Nachricht an meinen Vater. Der würde schon wissen was zu tun ist. Drei Minuten klingelte mein Telefon.
"Ja, Hallo?" , ich steckte mir ein Kaugummi in den Mund.
^Merhaba, Aslan. Koç gusel?^ ,begrüßte mich mein Vater auf türkisch.
"Mir geht's gut und dir" , ich schulterte meinen Rucksack und machte mich auf den Weg, in Richtung Café.
^Ich werde es überleben^ , er zog die Nase hoch: ^Aber wegen deiner Nachricht... vielleicht kommst du wieder zurück?^.
Ich seufzte: "Baba, ich kann nicht wieder kommen, nicht nach all dem was zwischen mir und Taddl passiert ist, bitte versteh das".
^Und was wenn er ausziehen würde?^.
"Du wirst ihn nicht rauswerfen" , ich verschrenkte die Arme vor der Brust.
^Darauf wollte ich gar nicht hinaus, ich dachte ich könnte vielleicht mit seinem Vater reden^ ,ich hörte ein lautes Knacken im Hintergrund: ^Da kommt der kleine Teufel ja^.
Ich verdrehte die Augen: "Es wäre wirklich schön. Wenn sie ihn wieder...."
^Leonie?^ ,rief Taddl in den Hörer.
"Taddl" , ich riss die Augen auf: "Gib Babs sofort das Telefon wieder zurück".
^Er hat es mir gegeben^ ,man hörte raus,, wie erschöpft er war: ^Ich wollte dir nur sagen, dass dein Vater nicht mehr mit meinem reden braucht. Sie haben mich wieder aufgenommen, du kannst wieder zurück!".
Mit den Füßen fing ich an ein kleines Loch in die Erde zu graben: "Ich weiß nicht Taddl. Wir gehen doch auf die gleiche Schule, wir werden uns jeden Tag sehen!"
^Aber..^ , er stöhnte laut auf: ^Du hast gesagt wir können nie wieder einfach nur Freunde sein. Aber woher willst du das wissen? Wir sollten es probieren!^
Hör doch auf ihn, du hast überreagirrt gibs zu. Das lässt sich doch auch anders lösen. Ich nickte, doch natürlich konnte Taddl das nicht sehen: ^Leo? Bist du nich da?^
"Wie? Ja! Taddl du hast Recht wir sollten es probieren, ich bleibe bis Sonntag in Berlin und wenn dir so viel daran liegt komme ich zurück und wir sind wieder Freunde, okay?".
Nur Freunde! Wieso wollten wir eigentlich mehr? Wieso hat uns das nicht gereicht? Aber machte ich es ihm nicht zu einfach? Vielleicht, aber irgendwie fehlten sie mir schon, egal jetzt muss ich zurück!.
Traurig legte ich auf ohne mich von ihnrn zu verabschieden und schlenderte durch die volle Stadt, Berlin aar zwar schön. Aber meine Gedanken wichen immer mehr nach Köln.
Natürlich wollte ich weg von zu Hause, aber konnte ich überhaupt überleben, ich meine ich war erst 16 und ohne Baba... *Seufz* und ohne Taddl machte es keinen Sinn hier zu bleiben.
Aber, ich hatte mir alles so schön vorgestellt. Dummes dummes Gehirn.
Hey, was kann ich den jetzt dafür.
Feste trat ich gegen eine Coladose und sie knallte gegen irgendein packendes Auto,, dass ich auch gleich ein paar Tritte verpasste. Ich wusste nicht wieso aber ich war so unendlich wütend, am liebsten hätte ich geschrien, aber mir steckte ein Klos im Hals.
Ich wollte wieder ein normales Leben, so wie es früher war. Ohne Barbie, ohne Felix und vorallem ohne Taddl...
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Wo bist du? (Taddl FF)
FanfictionLeonie ist 16 und zieht nach dem Tod ihrer Mutter, mit ihrem alleinerziehenden Vater nach Köln. Auf ihrer neues Schule muss sie ich dann auch noch in den Schwarm der Schul-Schlampe verlieben. Was ihr sehr viel Ärger einbringt. Von Stress, zu Schmer...
