~Flashback~
Berlin, Samstag 20:20
Zitternd betrat ich die Tankstellentoliette. In meiner Hand ein dutzend neuer Rasierklingen und in meinem Kopf tausense Vorwürfe. Ich war nicht gut genug, für niemanden. Weder für meinen Vater noch für...ihn. Ich senkte den Blick und setzte mich auf den kalten Klodeckel.
Berlin, die Stadt die mir den Atem nimmt.
Es musste beendet werden. Vorsichtig zog ich die erste Klinge aus der Tüte und setzte sie an meine Lippen.
"Bitte lass es schnell gehen" ,murmelte ich und öffnete den Mund. Es würde nicht lange dauern und die Klinge wird mich von Innen zerfetze. Wie ein kleiner Papierfezten.
~Flashback end~
Ich spürte ein leises Stechen in meiner Magengegend. Ein lautes Piepen drang in meine Ohren und ein heftiges Stechen in meinem Hals ließ mich aufkeuchen.
Langsam öffnete ich die Augen und starrte in ein grelles Licht. Ganz klar, ein Krankenhaus. Ällmahlich kamen die Errinerungen zurück. Ich hatte Taddl gesuch, gefunden und... Blut gehustet. Was höchst wahrscheinlich an den Klingen lag die ich am Abend vorher geschluckt hatte. Wieso? Weil ich keine Kraft mehr habe und es beenden wollte.
Ein leichtes Klopfen ließ mich aufhorchen. Eine braunharrige Frau mittleren Alters kam herein und beobachtete mich besorgt.
"Sie sind also aufgewacht" ,sie stellte sich neben mein Bett: "Ich bin Monika. Sie wissen wie viel Glück sie gehabt haben?".
Ich wollte etwas antworten doch der heftige Schmerz ließ mich zusammen zucken. Also schüttelte ich nur den Kopf.
"Eine Minuten später und wir hätten nichts mehr für sie tun können" ,sie sah mir fest in die Augen: "Es gibt andere, schnellere Möglichkeit. Wieso Klingen?".
Meine Augen füllten sich mit Tränen. Am liebsten wäre ich aufgesprungen und hätte geschrien: "Weil ich mich selbst nicht ausstehen kann. Und zusehen sollte wie ich immer weiter zerbreche". Aber hätte ich das getan, säß ich schneller in der Klapse als ich Hilfe schreien könnte. Monika drückte meine Hand: "Vor der Tür wartet jemand auf dich. Aber lass das reden sein, die Wunden könnten wieder aufgehen". Die Ärztin lächelte noch einmal herzlich und ging dann nach draußen.
Nur wenige Sekunden später lag ich in den Armen eines heulenden Taddls: "Was ist passiert? Du hast plötzlich so komisch geguckt und da war so viel Blut". Ich nickte leicht und drückte ihn sanft auf den Stuhl. Doch meine Hand hielt er fest.
"Ich weiß nicht was ich tun soll wenn du stirbst. Du musst noch einmal unters Messer" ,er senkte den Blick: "Falls du es nicht überlebst... Leo bitte...".
Doch ich legte meinen Finger auf seine Lippen und zog ihn mit auf mein Bett. Ich spürte wie einige Nähte aufplatzten und ich Blut verlor.
Ich wollte nur noch einen letzten Kuss, ich wollte noch ein Mal seine Nähe spüren. Ein aller letztes Mal unsere Lippen vereinen.
DU LIEST GERADE
Wo bist du? (Taddl FF)
FanfictionLeonie ist 16 und zieht nach dem Tod ihrer Mutter, mit ihrem alleinerziehenden Vater nach Köln. Auf ihrer neues Schule muss sie ich dann auch noch in den Schwarm der Schul-Schlampe verlieben. Was ihr sehr viel Ärger einbringt. Von Stress, zu Schmer...
