Stare at You- New Kids on the Block

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PS: Die Kursiv geschriebenen Texte sind WhatsApp Nachrichten.

Lena Pov:

Seit ein paar Stunden war ich bereits wach. Die meiste Zeit verbrachte ich am Handy um Mark nicht zu wecken, der neben mir in einem Sessel schlief. ,,Sie sind ja immernoch hier!", rief eine laute Stimme plötzlich quer durch das Krankenzimmer. Ich zuckte zusammen und riss meine Augen nach oben. Verschlafen blickte nun auch Mark noch oben und sah zur Tpr hinüber. Die Krankenschwester stand dort mit einem mahnenden Blick, der eindeutig auf Mark gerichtet war. ,,Jetzt müssen sie aber wirklich gehen. Der Arzt kommt gleich wegen der Visite", sprach sie. Mit einem Nicken antwortete er ihr und stand langsam vom Sessel auf. ,,Okay. Ich geh dann mal", entgegnete er ihr schließlich. Er drehte sich in meine Richtung nahm kurz meine Hand und sagte: ,,Wenn du noch was brauchst oder wenn etwas ist ruf an, okay? Ich komm dich später abholen, wenn du möchtest." Zwischen uns bildete sich ein langer und intensiver Augenkontakt. Ein Lächeln entsprang seinen Lippen und ein leichter Druck verließ seine Fingerspitzen. Als er meine nun losließ bedankte ich mich bei ihm, jedoch lehnte ich das Angebot dankend ab, da ich mich sowieso noch mit Bella treffen wollte.

Mit den Fingernägeln klopfte die Schwester hörbar auf ihre Armbanduhr, was Mark vermittelte, dass er nun gehen sollte. Nachdem er sein Handy, seine Schlüssel und seine restlichen notwendigen Sachen zusammen hatte verabschiedete er sich noch ein letztes mal und verließ dann den Raum mit einem Lächeln.

,,Es ist echt süß, dass ihr Freund die ganze Nacht hier war", äußerte sich die ältere Schwester. Mein Blick erweiterte sich blitzartig. ,,Oh nein. Nein wir sind nur Freunde. Er ist nicht mein Freund... Ich meine er ist ein Freund.... aber nicht mein Freund. Wissen sie?", stotterte ich verlegen vor mich hin. Warum denken eigentlich so viele immer, dass wir ein Paar wären? ,,Oh das tut mir leid. Das wusste ich nicht. Ich dachte es nur, wegen diesen Blicken." Gerade wollte sie den Raum verlassen als ich sie aufhielt. ,,Welchen Blicken?", fragte ich sie. Schwester Caro, was auf ihrem Schild stand, kam ein paar Schritte zurück und sah mich an. Sie musterte mich kurz und antwortete dann: ,,Na diese Blicke. Diese einen besonderen Blicke. Wenn die eine Person, die für einen die wichtigste auf der Welt ist, ihnen genau in die Seele schaut. Mit diesen einen Blicken, kennt sie bereits die Gedanken des anderen. Die Zeit bleibt stehen und alles was drumherum passiert wird nur ausgeblendet.

Für mich sah das ziemlich nach einem dieser Blicke aus. Bereits gestern habe ich das schon gemerkt. Aber ich kann mich natürlich auch irren."

Ich starrte sie einfach nur an. Waren es wirklich diese Blicke die Mark mir schenkte? Diese einen besonderen Blicke, die einen die Zeit vergessen ließen. Was wenn sie recht hatte? Der Gedanke, dass ich immernoch einen Freund hatte, ließen meinen Magen ein wenig zusammenziehen. Auch wenn dies möglicherweise nicht mehr lange der Fall sein wird.

,,Glauben Sie wirklich er hat mich so angesehen?" ,,Was ich glaube ist jetzt gerade unwichtig. Es ist nur wichtig, wie sie diese Blicke deuten. Wenn sie glauben, dass es der Fall ist, dann sollten sie sich Gedanken über ihre Gefühle machen. Aus meiner Sicht sind diese Blicke jedoch nicht nur einseitig." Sie verließ den Raum mit einem leichten Grinsen, welches sie mir zuwarf.

Nicht nur einseitig? Sah ich ihn etwa so an? Schon lange war die Situation zwischen Mark und mir anders. Seit ein paar Monaten fühlte ich mich anders in seiner Nähe, irgendwie so ähnlich wie ich mich damals bei Max gefühlt hatte. Er machte mich glücklich. Wenn ich in Marks Nähe war gab es keine Situation, in der er mich nicht zum Lachen brachte. Ein besonderer Mensch war er schon immer. Seine Gefühle stellte er immer hinter die der anderen. Seine Hilfsbereitschaft und Güte waren nur zwei der Eigenschaften die ich so an ihm bewunderte. Aber war da mehr als diese Bewunderung und Freundschaft zwischen uns?

Ein Klopfen unterbrach meinen Gedankenfluss. Ein Arzt kam herein und untersuchte mich. Anschließend erklärte er mir das weitere Vorgehen. Ich durfte zwar gehen, allerdings nicht ohne Bedingungen. Ein mal die Woche sollte ich zu einem Therapeuten. Für mich war das kein allzu großes Problem. Therapien sah ich schon immer als eine Art Erholung an und für nichts wofür man sich schämen sollte.

Lena: Hey Bella. Könntest du mich vielleicht aus dem Krankenhaus abholen? Ich muss mit dir reden.

Ich musste dringend mit jemandem reden und ich wusste, dass sie die beste dafür wäre.

Bella: Warte mal wieso bist du im Krankenhaus?

Sie hatte recht. Sie wusste nichts von all dem was passiert ist.

Lena: Ist eine lange Geschichte. Erzähl ich dir wenn du bist.

Bella: Alles klar. Bin unterwegs. :)

Als ich sie zwei Stunden später am Empfang mit einer Schwester diskutieren hörte ging ich in ihre Richtung. ,,Lena! Mein Gott da bist du ja! Geht es dir gut? Was ist passiert? Hattest du einen Unfall?", schrie sie laut durch den gesamten Gang. Ich schnappte sie an der Hand, zog sie in mein Zimmer und schloss die Tür hinter mir. Es sollte ja nicht jeder mitbekommen, was in meinem Leben gerade alles passiert.

Ansonsten hätte ich die Schlagzeile schon sehen kommen: 'Lena Meyer-Landrut im Krankenhaus? Hatte sie einen Unfall? oder Unfall oder Verbrechen? Warum ist Lena Meyer-Landrut im Krankenhaus?'

Das wollte ich unbedingt vermeiden, weshalb ich versuchte die Aufmerksamkeit von Bella zu nehmen, indem ich das private Gespräch in meinem Zimmer mit ihr suchte.

,,Was ist passiert?", fragte sie schlussendlich.

,,Ich glaub ich hab mich in Mark verliebt"....

My Favorite MistakeWo Geschichten leben. Entdecke jetzt