Verdammt. Zwei Striche. Das konnte doch nicht wahr sein. Ich steckte den Test zurück in seine Schachtel und warf ihn wutentbrannt in den Mülleimer. Dann wusch ich mir die Hände und sah in den Spiegel. Meine Wimperntusche hatte zwar schon bessere Tage gesehen, doch trotzdem war es halb so schlimm. Nur, dass da nun ein Kind in mir heranwuchs, welches zu allem Überfluss auch noch von einem Fußballprofi war, hätte nicht schlimmer sein können. Wir hatten uns nur zufällig im Club getroffen und tranken dann gemeinsam etwas an der Bar. Durch meinen Bruder Timo kannten wir uns schon. Mason hatte oft bei ihm übernachtet und Nachts, wenn Timo schon schlief, redeten wir noch bis zum nächsten morgen. Das war aber noch, bevor ich auszog. Was dann nach dem ganzen Alkohol in unseren Körpern passiert ist, sieht man ja jetzt. Durch die Reflexion im Spiegel sah ich die Verpackung des Test noch, weshalb ich diesen einfach noch mit etwas Klopapier verdeckte und dann das Badezimmer verließ. Zurück an meinem Schreibtisch tat ich so, als wäre nichts passiert. Doch meine Kollegin sah es etwas anders. "Lilly? Was ist los?" fragte sie besorgt und lugte zwischen zwei Monitoren hervor. Ich hob meinen Kopf und sah sie an.
"Ach, nichts. Ich bin nur etwas müde." entgegnete ich.
"Also hast du die viertel Stunde auf dem Klo geschlafen?" fragte sie belustigt. Doch für mich war es alles andere als lustig.
"Mein Handy hat mich womöglich abgelenkt, tut mir leid." Die kommenden Stunden würden die längsten meines Lebens werden. Zuhause würde ich mich hinsetzen und in Ruhe darüber nachdenken, was ich jetzt... damit... anstellen würde. Grundsätzlich war ich gegen eine Abtreibung, doch harte Zeiten erfordern nun mal harte Maßnahmen.
Nachdem die Zeit endlich rum war, stieg ich in mein Auto und fuhr schnurstracks nach Hause. Dort setzte ich mich an den Tisch und überlegte stark. In mir wuchs ein Kind heran, ein menschliches Wesen. Das konnte ich nicht einfach so... umbringen. Also nahm ich mein Handy aus der Tasche und suchte Mason Mount auf Instagram. Die Chance, dass er mir antworten würde, war gering. Doch vielleicht hatte ich als Schwester von Timo Werner eine höhere Chance, seine Aufmerksamkeit zu erlangen.
Hey, ich bin es, Lilly, Timos Schwester und die aus dem Club von vor einem Monat. Wir hatten Sex und ich muss dringend mit dir darüber sprechen. Wäre toll, wenn du dich melden würdest.
Dann drückte ich auf absenden und legte mein Handy beiseite. Mein Bruder durfte davon erstmal keinen Wind bekommen. Sonst würde er erst mich und dann Mason umbringen.
Doch nach einer Woche erhielt ich immer noch keine Antwort und musste daher meinen Bruder bitten, dass er Mason doch sagen soll, dass er mal bitte seine dm's schauen sollte. Einen Tag später erhielt ich dann auch eine Antwort.
Ja, ich erinnere mich. Gibt es ein Problem?
Ja, und darüber würde ich auch gerne mit dir sprechen. Hättest du morgen gegen 18 Uhr Zeit dafür?
Das lässt sich ausrichten. Schick mir noch deine Adresse, dann bin ich da.
Ich tat, was er wollte, und sendete ihm meine Adresse. Am nächsten Tag klingelte es auch schon an der Tür und Mason stand vor mir. "Komm doch rein, setz dich." bat ich ihn hinein und er trat ein und machte es sich auf meiner Couch bequem.
"Was ist denn das Problem?" fragte er.
"Das hier." Ich zog den positiven Test aus meiner hinteren Hosentasche und hielt ihn Mason vors Gesicht. Sofort wurde sein Gesicht Kreidebleich und seine Augen weiteten sich.
"Du bist... schwanger?" fragte er ungläubig. Ich nickte bedrückt.
"Das bin ich. Und ich sage dir jetzt schon, dass ich das Kind nicht abtreiben werde. Du hast nur das recht, es zu erfahren. Ich will auch gar kein Geld oder sonst was. Ich wollte es dich einfach nur wissen lassen und-"
"Fuck." unterbrach er meinen Redefluss.
"Danke, du bist mir ja eine große Hilfe, Mason." sagte ich ironisch.
"Fuck." wiederholte er. "Ich habe die Schwester von Timo Werner geschwängert." Er fuhr sich mehrmals durch die Haare und konnte kaum still sitzen. Ich sagte gar nichts, sondern ließ seinen Gefühlen einfach freien Lauf. "Ich..." er sah mich hilflos an.
"Du musst es auch nicht der Öffentlichkeit sagen. Ich verlange rein gar nichts von dir. Du-"
"Ich werde Vater." unterbrach er mich.
"Wie bitte?" fragte ich ungläubig nach. Das hat sich für mich so angehört, als wäre er mit im Boot.
"Ich werde Vater." wiederholte er, nur diesmal mit einem Lächeln. "Es sind zwar nicht pefekte Umstände, aber ich werde Vater."
"Du bist also dabei?" Ich konnte es gerade nicht so richtig fassen. Keiner von uns konnte das.
"Natürlich!" Er kam auf mich zu und wirbelte mich herum. Total überraschend drückte er auch noch seine Lippen auf meine und sah mich dann an. "Entsch-"
"Nein, alles gut." sagte ich mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Daraufhin kam er nochmal auf mich zu, nahm meinen Kopf zwischen seine Hände und küsste mich nochmal. Diesmal inniger und zärtlicher.
"Ich hatte schon immer etwas für dich übrig, Lilly." sagte er in den Kuss hinein.
"Ich auch für dich." entgegente ich und drückte ihn noch näher an mich, wenn das denn überhaupt möglich war.
Hey, Wenn ihr Oneshot Wünsche habt, schreibt mir gerne eine Privatnachricht. Natürlich markiere ich euch dann auch <3
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Mason Mount Oneshots
FanfictionHier lade ich ab und an Mason Mount Oneshots hoch, wenn ich gerade nicht an meinem Hauptbuch "Mason Mount - My one in a million" schreibe :) Ich mache daraus eine Art Wettbewerb. Die Geschichte, die die meisten Sterne bekommt, verfasse ich dann als...
