Warum tut er mir das an?!

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Taddl
'Wieso hat Hellen mit einem anderen 'Spaß' ?! Ich dachte wir wären zusammen und sie liebt mich! Wieso werde ich in der Liebe eigentlich immer so enttäuscht?! Egal. Ich muss meinen Kopf frei bekommen. Ich brauche frische Luft!', waren meine Gedanken als ich in meiner Wohnung auf und ab lief. Ich schnappte mir mein Longboard und ging zur Tür. Als ich sie auf machte sah ich Hellen. Sie saß mit verlaufener Wimperntusche vor meiner Tür und weinte. Aber mir war das egal. Soll sie sich doch bei ihrem neuen Freund aus heulen! "Hellen, würdest du bitte von meiner Tür verschwinden? Danke." Sie sah mich mit noch mehr Tränen in den Augen an. Sie hat wohl gemerkt das sie mir egal ist. Sie stand nicht auf, aber ich ging einfach die Treppen runter nach draußen und sprang auf mein Longboard. Ich fuhr zum Rhein, nahm allerdings eine Abkürzung durch die Wohngebiete anstatt an der Hauptstraße entlang zu fahren. Ich fuhr grade in die nächste Straße als ich vom Board geschubst wurde. Im ersten Moment war ich ziemlich verwirrt, fing mich jedoch wieder als ich eine Gestalt in der Dunkelheit erkannte. Ich konnte das Gesicht dieser Person nicht sehen, da sie einen schwarzen Mundschutz trug. "Schonmal im Krankenhaus aufgewacht?", fragte die Person mich lachend. Ich sagte nichts sondern blieb einfach auf dem Boden liegen. "Also nein, dann wirds aber mal Zeit", lachte die unbekannte Gestalt und ich hatte einen Fuß im Gesicht. Dann wurde alles schwarz.
Als ich aufwachte war ich nicht zu Hause sondern in einem hellen weißen Raum. Ich schlug meine Augen vorsichtig auf und bemerkte eine Person die neben mir saß. Es war- Hellen. Hellen hielt meine Hand und hatte ihren Kopf auf der Bettkante liegen. Sie war eingeschlafen. Ich entriss meine Hand aus ihrer wodurch sie blitz schnell hoch fuhr.

Hellen
Ich schreckte hoch und sah einen zur Decke blickenden Taddl. Ich lächelte und sah ihn an. "Hey Taddl", unterbrach ich die Stille im Raum. "Hey", antwortete er nur abweisend. "Wie geht's dir?", fragte ich vorsichtig. Er sah mich genervt an. "Was willst du hier Hellen?" "Ich.. Naja..", weiter kam ich nicht denn Taddl unterbrach mich. "Hellen, geh einfach. Du brauchst nicht so zu tun als wenn du dir Sorgen um mich machst. Es ist eh aus. Also verschwinde einfach und geh zu deinem neuen Freund." Er machte eine Handbewegung die mir signalisierte das ich das Zimmer verlassen sollte doch ich blieb sitzen. "Es...es...ist aus?", fragte ich mit Tränen in den Augen. Er nickte nur und starrte an die Decke. "Aber ich liebe dich doch!", schrie ich schon fast. "Wenn das wirklich so sein sollte, hättest du dir vorher überlegen sollen mit wem du ins Bett steigst." Er verzog keine Miene und sah mich nicht einmal an. Ich ging zur Tür und blieb im Türrahmen noch mal stehen und drehte mich um. "Wenn du wüsstest was ich nur für dich tue...", flüsterte ich traurig und verließ den Raum. Ich rannte aus dem Krankenhaus und lief so schnell ich konnte zu Ardys Wohnung. Ich klingelte Sturm und hämmerte an die Tür. Ein verschlafener Ardy öffnete die Tür und grinste als er mich sah. Er wies mich rein und schloss die Tür hinter sich. Ich hatte zwar Angst das Ardy mir irgendwie weh tun würde aber das war mir in diesem Moment total egal. "Ardy! Ich halte mich doch an den Deal, ich schlafe mit dir wann du es willst, ich fahre nach der Schule mit dir nach Hause, ich hab sogar in deinem Auto mit dir geschlafen! Und du?! Du hast nichts besseres zu tun als Taddl zu sagen das ich 'Spaß' mit dir habe? Und dann prügelst du ihn mitten in der Nacht auch noch ins Krankenhaus und brichst ihm sein Bein?!", schrie ich drauf los doch Ardy stand nur lässig an die Tür gelehnt und beobachtete mich. Als er dann auf mich zu kam und seinen Daumen auf meien Kehlkopf legte und vorsichtig drückte. "Hör zu Babe, Taddl hatte es verdient, er hatte uns gestört. Außerdem, warum warst du bei ihm?", fragte er ganz ruhig und verfestigte den Druck mit seinem Daumen. "Ardy, bitte, du tust mir weh. Außerdem ist Taddl mein Freund", antwortete ich Schmerz gequält. Ardy lockerte den Druck etwas und grinste dann. "Babe, du kannst jetzt zu ihm gehen, kriege ich aber mit das er dir weh tut, ob seelisch oder körperlich, hat er noch ein gebrochenes Bein", sagte Ardy ganz ruhig und enfernte seine Hand von meinem Hals. Wow. Warum war er denn jetzt so beschützerisch? Naja. Ich zögerte nicht lange und verließ seine Wohnung. Ich lief direkt zum Krankenhaus zu Taddls Zimmer. Doch als ich an kam und die Tür öffnete saß er da Händchen haltend und küssend auf seinem Bett mit- Rebecca, einem Mädchen aus unserer Klasse die soweit ich weiß schon seit Jahren auf Taddl steht. Ich räusperte mich und die beiden schreckten aus einander. "Ist...ist...das dein Ernst?", fragte ich ihn den Tränen nah. Er nickte nur siegessicher und blickte wieder Rebecca an. Er zog sie auf seinen Schoß und küsste sie leidenschaftlich. Vor meinen Augen. Als ich ihn flüstern hörte gab es mir den Rest und ich verließ unter Tränen das Krankenhaus. Ich setzte mich in einen Nahe gelegenen Park unter einen Baum und weinte. Dabei stellte ich mir immer wieder die selben Fragen. 'Warum tut er mir das an?! Warum ausgerechnet Rebecca?! Warum sagt er ihr das er sie liebt?!'

Ardian Bora.Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt