Milan
June, bist du wach?", fragte ich leise, meine Stimme zitterte ein wenig vor Sorge. Sie öffnete plötzlich ihre Augen, der Schock und die Verwirrung in ihrem Blick waren deutlich zu sehen.
„Mein Baby, mein Baby", murmelte sie verzweifelt, und ich spürte sofort die Dringlichkeit in ihrer Stimme.
„Alles gut, unserem Baby geht es gut", versicherte ich ihr hastig, in der Hoffnung, sie mit dieser Nachricht zu beruhigen. In ihren Augen blitzte Erleichterung auf, aber diese Freude war nur von kurzer Dauer. Kaum hatte sie sich von der ersten Nachricht erholt, verwandelte sich ihr Blick in etwas Kälteres, etwas Abweisendes.
„Unser Baby?" Ihre Stimme war scharf, fast eisig. „Glaub mir, sobald ich hier raus bin, wirst du mich nie wieder sehen. Du bist ein schrecklicher Mensch, und du wirst dieses Kind niemals zu Gesicht bekommen. Dafür werde ich sorgen."
Ich spürte einen kalten Schauer über meinen Rücken laufen. Natürlich war ich mir bewusst, dass sie verletzt und wütend war, aber ihre Worte trafen mich mit einer Härte, die ich nicht erwartet hatte. Sie war wie ausgewechselt – ich hatte sie noch nie so fest entschlossen und voller Hass erlebt. Und ich wusste, dass, wenn sie die Möglichkeit hätte, sie schon längst fort wäre.
„Ich weiß, du bist wütend, okay? Aber bitte, lass mich das alles erklären", versuchte ich, meine Stimme ruhig und ruhig zu halten.
„Wütend? Ich?" Ihre Stimme hob sich, und der Zorn war jetzt nicht mehr zu übersehen. „Du hast eine Folterkammer in unser Haus gebaut! Du brauchst nichts zu erklären. Alles, was du sagst, wird nichts daran ändern, wie ich über dich denke."
Ihr Zorn war verständlich, und dennoch konnte ich die Situation nicht einfach so hinnehmen. Sie musste verstehen, dass sie keine andere Wahl hatte, als bei mir zu bleiben, auch wenn ich wusste, dass dies unsere Beziehung zerstören würde. Vielleicht hatte ich keine Entschuldigung für das, was ich getan hatte, aber ich würde sie nicht einfach gehen lassen, besonders nicht, nachdem sie mein Kind in sich trug.
„Okay, ich weiß, was ich getan habe, ist unverzeihlich", sagte ich leise, fast flehend. „Aber so verdiene ich mein Geld. So können wir uns all das hier leisten. Und auch wenn du wütend bist, musst du verstehen, dass du keine andere Wahl hast, als bei mir zu bleiben. Deine Eltern haben einen Vertrag unterschrieben. Sie dürfen dich nicht zurücknehmen, geschweige denn dir helfen, mich zu verlassen. Wenn du versuchst, zu gehen, werde ich alles tun, um das zu verhindern. Und ich werde niemals zulassen, dass du mich verlässt – besonders nicht, wenn du mein Kind in dir trägst."
„DEIN KIND?" Ihre Worte waren wie ein Donnerschlag. „Du wärst fast daran schuld gewesen, dass DEIN KIND tot ist. Und wenn du willst, dass ich bei dir bleibe, versuch es. Ich werde alles tun, um von dir wegzukommen, glaub mir. Du wirst dir wünschen, mich nie kennengelernt zu haben."
Ich konnte die Eskalation der Situation spüren, wie sie sich förmlich in den Raum fraß. Ich wusste, dass sie an diesem Punkt voller Hass war, und ich konnte es ihr nicht einmal verdenken. Doch etwas in mir sagte mir, dass ich jetzt keinen weiteren Fehler machen durfte. Ich konnte nicht weiter nachgeben – ich musste ihr zeigen, dass ich alles tun würde, um sie bei mir zu behalten.
„Ich weiß, dass du verletzt bist, aber bitte gib mir eine Chance, alles zu erklären", flehte ich. „Ich weiß, dass ich einen Fehler gemacht habe. Aber wir können das gemeinsam durchstehen. Ich will dich nicht verlieren, June, bitte nicht."
Es war klar, dass ich sie jetzt nur noch weiter in die Enge trieb. Ihr Blick hatte sich erneut verhärtet, und ich wusste, dass es keine Chance auf ein Gespräch mehr gab. Sie brauchte Abstand. Ich brauchte Abstand.
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Arranged Marriage
RomansaJune ist 17 Jahre alt und lebt in einer Familie, in der es Tradition ist, mit 18 Jahren zu heiraten. Ihre Eltern haben bereits den perfekten Ehemann für sie ausgesucht - einen erfolgreichen 20-jährigen Geschäftsmann, der durch seinen Charme und sein...
