Drei Öffnungen

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Nach weiteren Momenten des Weinen, bin ich endlich wieder zu Kräften gekommen. Vorsichtig stehe ich auf und drücke mich an der Tür hinauf.

Dieses Zimmer besteht nur aus Wolken, aber in den verschiedensten Farben. Hier fühlt man sich direkt wohl.

Ich setze mich auf eine violette Wolke, da mir diese am Besten gefällt. Ich blicke herab und beobachte wie sich unter mir Öffnungen bilden. Durch die erste sieht man was in Zukunft passiert, was mit Emilias Leben zu tun hat.

In der zweiten erkennt man die Gegenwart, dort ist alles zu sehen, was Emilia gerade macht.

Durch dir dritte Öffnung erblickt man Vergangenes, was Emilias Leben beeinflusst hat. Wahrscheinlich sieht man dort auch unseren tot, doch das sehe ich mir lieber nicht an.

Mein Blick gleitet zurück in die erste Öffnung. Ich muss einfach wissen, ob Emilia den Tod von uns verkraften wird. Sie muss doch wissen, dass ich immer bei ihr bin. Tatsächlich sie wird wieder glücklich. Ich sehe Emilia drei Jahre älter wie sie mit einem zwei jährigen Jungen spielt, warte da sind noch German und Angie. Das muss mein Bruder sein. Wie süß, sie doch zusammen sind.
Das Bild verschwindet und es erscheint der Blick in Emilias Zukunft, als sie herausfindet, dass German und Angie nicht ihre Eltern sind. Oh nein, sie wird uns wirklich vergessen. Es versetzt mit Tränen in die Augen, wobei ich mir dieses Geschehen nicht länger ansehen kann.

Ich gehe weiter bis ich wieder an der zweiten Öffnung angekommen bin. Was ich dort sehe, versetzt mir einen Schock! Alles unsere Freunde und unsere Familie sind auf dem Friedhof. Es regnet stark und sie sind alle in schwarz gekleidet. Die Mädchen sind dauerhaft am Weinen und werden von den Jungs getröstet. Angie, German und Emilia stehen ganz vorn. Angie weint schrecklich und bei meinem Vater fließen auch die Tränen. Aber Emilia....sie bewegt sich gar nicht. Es ist so, als wäre sie in einem Schock Zustand. Oh gott meine arme Maus.
Fürchterlich beginne ich in Tränen auszubrechen. Ich vermisse es von jemanden getröstet zu werden, auch wenn es nur Emilia ist, die nichts versteht. Plötzlich denke ich an Mama und ihre Worte. Sie würde immer auf mich warten. Mama ist die einzige Person, die mich jetzt noch trösten kann.

Im Schnellschritt stehe ich auf und bewege mich auf die Tür zu, doch sie ist zu...

Na? Ich glaube ihr merkt, dass es dem Ende hinzu geht. Wahrscheinlich werde ich sie heute noch abschließen. Ich muss mal gucken. Aber hoffe Tuch gefällt es trotzdem.

Leonetta Te quiero 2Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt