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2 JAHRE SPÄTER


Isabella war jetzt etwa 21 und schuftete jeden tag für sie und ihren Vater. Nach allem hatten sie nicht genügend Geld damit sie auf die uni gehen konnte welches ihr Traum war.

Jetzt war sie hier. Teilzeit Kellnerin in zwei verschiedenen Restaurants.
Es war anstrengend aber sie wusste warum sie es tat. und nichts machte sie glücklicher als am ende des tages das glückliche Gesicht ihres Vaters zu sehen wenn das Kühlschrank mal voll war.

Der Duft von frisch gekochter Pasta hing in der Luft, aber Isabella spürte keinen Hunger.
Sie saß am Esstisch, die Ellbogen aufgestützt, während ihr Vater ihr gegenüber saß – die Stirn in Falten gelegt, die Augen müde.

„Papa?" fragte sie leise. „Du benimmst dich den ganzen Abend schon so komisch. Was ist los?"

Er drehte die Gabel in seiner Hand, dann legte er sie ab und sah sie an – ernst, fast verzweifelt.
„Bella, ich muss dir etwas sagen. Etwas, das du verdient hast zu wissen."

Sie runzelte die Stirn.
„Was meinst du?"

„Erinnerst du dich noch...-Vor zwei Jahren."

Ihr Herz schlug schneller. Natürlich erinnert sie sich; aber woher sollte ihr vater das denn wissen. „Was meinst du damit'?"

Er atmete tief durch. „Du erinnerst dich doch noch daran, dass du... eine Zeit lang verschwunden warst."

Isabella starrte ihn an. „Ich war nicht verschwunden. Was meinst du?"

Er schwieg. Dann schüttelte er langsam den Kopf.
„Nein, Bella. Du warst Weg."

Sie erstarrte.
„Was...?" flüsterte sie.

„Ich habe dich damals... nicht beschützt, wie ich sollte," sagte er leise. —„Ich hatte Schulden, schlimme Schulden. Ich hatte niemanden, an den ich mich wenden konnte. Und dann kam ein Mann zu mir. Sein Name war Theodore."

Der Name schnitt wie Glas durch die Stille.

„Er sagte, er könnte mir helfen. Aber er wollte dich kennenlernen. Ich weiß, wie das klingt, Isabella. Ich war verzweifelt. Ich hab geglaubt, er wollte dir nichts antun."

Sie starrte ihn an, völlig fassungslos.
„Du... hast mich zu ihm geschickt?"

Er nickte kaum merklich. „Er versprach, dass du sicher wärst. Er sagte, er wolle dich sehen, dich kennenlernen. Vielleicht, wenn alles gut läuft... dich irgendwann heiraten. Ich hab's geglaubt, Bella. Ich war dumm. Ich dachte, das wäre eine Chance – für uns beide."

Isabella stand langsam auf. Ihr Atem ging flach, ihr Blick war leer.
„Papa... ich hab Dinge gesehen. Ich hab Angst gehabt, und niemand kam. Ich dachte, das wäre in meinem Kopf gewesen..."

Er schluckte schwer. „Ich weiß. Er hat dich genommen, obwohl er sagte, er würde dich nur treffen. Ich hab versucht, dich zurückzuholen, aber er..."
Er brach ab, die Stimme zitterte. „Die Schulden vergingen nicht."

Isabella spürte, wie ihr Herz sich zusammenzog. Alles, was sie verdrängt hatte, kam zurück – die dunklen Räume, die Kälte, sein Blick, der so gefährlich und doch so vertraut war.

„Also war alles echt," flüsterte sie.   —„Alles."

Ihr Vater nickte nur. „Ja."

Ein Moment der Stille. Dann blickte sie ihn an – nicht mit Hass, sondern mit tiefer Enttäuschung.
„Warum erzählst du mir das jetzt?"

„Weil er wieder da ist," sagte er leise. „Und diesmal will er dich nicht nur sehen. Er will dich zurück."

Isabella stand still, die Hände zitterten.
Dann hob sie langsam den Kopf – und in ihren Augen brannte kein Schrecken mehr, sondern Entschlossenheit.

„Dann soll er kommen," sagte sie. „Aber diesmal bestimme ich die Regeln."

𝐌𝐲 𝐌𝐚𝐟𝐢𝐚 𝐁𝐨𝐬𝐬Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt