Als ich aufwachte, wusste ich es sofort.
Nicht, weil etwas fehlte.
Sondern weil alles sich anders anfühlte.
Ruhiger.
Weicher.
Wärmer.
Ich lag halb in der Decke eingewickelt, mein Körper angenehm schwer, mein Atem entspannt.
Ein dünner Sonnenstrahl fiel durch meine Gardine und traf genau das zerwühlte Kissen neben mir
sein Kissen.
Und für einen Moment blieb ich einfach still liegen, während mir die Details der Nacht in warmen Schüben zurückkamen.
Seine Hände.
Sein Atem.
Seine Worte.
Die Art, wie er mich angesehen hatte, als hätte er endlich gefunden, was er so lange gesucht hatte.
Ich streckte meine Hand aus und fuhr über das Kissen neben mir.
Noch warm.
Dann hörte ich es.
Ein Geräusch aus der Küche.
Metall. Porzellan. Ein Topf, der leise angerührt wurde. Schritte.
Und... leise Musik?
Sanft, italienisch, warm.
Sein Geschmack.
Ich drückte mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht und setzte mich langsam auf.
Die Decke rutschte über meine Haut und hinterließ ein unwillkürliches Kribbeln.
Ich griff nach dem Shirt, das er gestern Abend ausgezogen und über meine Stuhllehne geworfen hatte, und zog es mir über.
Als ich die Treppe herunterging, hörte ich sein Summen.
Und als ich in die Küche trat, blieb ich stehen.
Theodore stand mit dem Rücken zu mir. Breite Schultern, nackter Rücken, die Sonne, die über seine Haut glitt.
Er hatte nur eine Jogginghose an, tief genug, dass es mich kurz komplett aus der Balance brachte.
Sein Haar war noch etwas zerzaust, und er stand da, als sei das hier ganz selbstverständlich.
als gehöre er hierher.
Als wäre er nie weg gewesen.
Er bemerkte mich nicht sofort.
Ich sah, wie er eine Pfanne schwenkte, konzentriert, ruhig, entspannt.
Als hätte er das schon hundertmal gemacht.
Ein Teil von mir schmolz.
Ein anderer lachte.
Und ein dritter dachte: Natürlich sieht er so aus, wenn er Frühstück macht.
„Guten Morgen", sagte ich, meine Stimme noch etwas heiser.
Er drehte sich um.
Und lächelte so warm, so echt, dass mir ein Stich direkt ins Herz ging.
„Guten Morgen, Amore."
Sein Blick glitt einmal über mich
sehr bewusst, sehr langsam—
blieb an seinem Shirt hängen, das ich trug,
dann an meinen Lippen,
dann an meinen Augen.
„Schön, dich so zu sehen."
Ich konnte nicht anders als lächeln.
„Du bist früh wach."
„Konnte nicht schlafen." Er kam auf mich zu. —„Nicht ohne dir Frühstück zu machen."
Ich verdrehte die Augen, aber es war ein Lächeln, das ich nicht verstecken konnte.
„Jetzt tust du so, als wärst du perfekt."
„Nein." Er grinste schief. „Nur schwer verliebt."
Mein Atem setzte eine Sekunde aus.
Er beugte sich herunter, küsste meine Stirn, langsam, zärtlich,
und ich schloss automatisch die Augen.
„Setz dich. Ich bring's raus."
Ich ließ mich auf den Barhocker sinken und beobachtete ihn still.
Die Art, wie er sich bewegte.
Wie selbstverständlich er sich in meiner Küche verhielt.
Wie er mit den Tellern hantierte, als hätte er schon hundert Frühstücke hier gemacht.
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𝐌𝐲 𝐌𝐚𝐟𝐢𝐚 𝐁𝐨𝐬𝐬
Fantasy•𝐌𝐚𝐟𝐢𝐚 𝐁𝐨𝐬𝐬• 𝐌𝐲 𝐌𝐚𝐟𝐢𝐚 𝐁𝐨𝐬𝐬 Fantasy ___________________________________________ Ein 17 jähriges Mädchen was vertieft in ihren Büchern und Fantasien ist, wird ihrer Welt aufeinmal nicht mehr klar. Ihre Welt war nicht das beste was...
