Es soll und es wird besser werden⚠️TW⚠️

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POV:Ju
„Danke, dass du immer für mich da bist.", sagte Rezo bevor er mir einen Kuss gab. Wollte er, dass es ihm besser geht? Da diese Worte aus dem nichts kamen und ich nicht wusste, wie ich sie interpretieren sollte, kuckte ich Rezo verwirrt an. Ich hoffte, dass er endlich eingesehen hat, dass er Hilfe braucht. Vielleicht wollte er sich Hilfe suchen, damit er nicht in die Klinik muss? Ich könnte ihn nämlich zwingen, in eine Klinik zu gehen, da er echt gefährdet ist. Wenn ich mit seinen Eltern reden würde, müsste er in eine Klinik. „Wenn ich das beenden muss, werde ich alles beenden.", sagte Rezo. Ich war wie versteinert, als er vor ging, an das Geländer und drüber kletterte. „REZO, NEIN!", schrie ich, während ich zu Rezo rannte und versuchte ihn vom Geländer runterzuziehen. Mein Herz wurde immer schneller, ich musste jetzt schnell handeln, sonst ist alles vorbei. Ich packte Rezo an den Schultern und versuchte alles, damit ich ihn retten konnte. „Auf meinem Schreibtisch. Ich hab dich lieb Ju", flüsterte Rezo. Meine Hände zitterten, da ich geschockt war, was grade passierte. Mit meiner letzten Kraft zog ich Rezo zu mir. Er landete unter mir, auf den Boden des Balkons. Ich konnte und wollte ihn nicht loslassen, weswegen ich mich über ihn kniete und ihn zu Boden drückte. Aufgrund des Gedankens, was alles passiert wäre, wenn ich ihn nicht gerettet hätte, bildeten sich Tränen in meinen Augen. „Digga, das war jetzt knapp.", flüsterte ich, eher zu mir selber. Mein Herz war immer noch am rasen, so wie das von Rezo auch.

POV:Rezo
Ju schaffte es, mich zu retten. Er kniete über mir und lag schon fast auf mir, da er mich quasi umarmte, nur wir beide lagen auf den Boden. Tränen flossen über Jus Gesicht. Er tat mir so leid, dass er das erleben musste. Ich habe mich zwar die ganze Zeit gefragt, was passieren würde, wenn ich alles beende, doch es war schlimmer, als ich es mir vorgestellt hatte. Jus Schmerz, den man ihn ansehen konnte. „Tut mir leid.", flüsterte ich. Diese ganze Situation war so merkwürdig, aber es hätte alles anders sein können. Ju sagte nichts, er hielt mich einfach fest, so dass ich nichts mehr machen konnte, was mich gefährdete. Irgendwas machte die Situation mit mir, irgendwas war komisch. Ich hatte das Gefühl, dass ich irgendwas ändern musste. Es gibt zwei Arten von realisieren und aus irgendeinem Grund habe ich jetzt erst alles realisiert. Ju hatte recht, es gab für alles eine Lösung, denn alles vergeht irgendwann. Es gibt auch andere Lösungen, die nicht Suizid waren. „Du hast recht Ju.", sagte ich. Ju schaute mich verwirrt an. Ich verstand wieso, denn er konnte mir nicht vertrauen. Niemand konnte mir vertrauen, was ich machen werde. Ich war nämlich Suizid gefährdet. „Siehst du endlich alles ein, dass du Hilfe brauchst oder kommt jetzt wieder was anderes?", sagte Ju. „Ju, irgendwas ist grade passiert. Ich habe realisiert, dass ich wirklich Hilfe brauche. Alles vergeht nämlich, aber wenn ich nichts gegen meine Probleme mache, dann werden sie auch nicht besser.", sagte ich.

POV:Ju
Ich lächelte, da er endlich eingesehen hatte, dass er Hilfe bräuchte. „Danke Rezo. Sollen wir jetzt reingehen, dann können wir in Ruhe reden.", sagte ich lächelnd. Rezo nickte, während er mir meine Tränen weg wischte. Ich stand von Rezo auf, jedoch hielt ich immer noch seine Hand. Wir gingen rein und setzten uns auf sein Bett. „Rezo, du weißt nicht, wie stolz ich auf dich bin, dass du dir endlich Hilfe suchst. Wir können gleich zu viert, also mit deinen Eltern reden, dann finden wir eine Lösung.", sagte ich. „Danke, dass du mich nie verlassen hast, obwohl du wusstest, dass sowas passieren kann.", sagte Rezo. „Wäre ich nicht da, wäre alles anders gelaufen. Oder es wäre alles anders gelaufen, wären wir nicht auf den Balkon gegangen. Ich habe noch eine Frage, was meintest du mit deinem Schreibtisch?", fragte ich. Rezo stand auf und ging zu seinem Schreibtisch und holte einen Brief. Ich dachte schon, dass er einen Abschiedsbrief meinte, aber es interessierte mich. „Willst du den lesen?", fragte Rezo. Ich wusste, dass der Brief mich mental zerstören wird, aber geht es mir nicht schon schlecht? Meine Interesse war zu hoch, deswegen nickte ich. Er reichte mir den Brief und ich fing an zu lesen.

„Es gibt für alles eine Lösung, doch was ist, wenn die einzige Lösung Suizid ist? Es macht keinen Sinn am Leben zu bleiben, denn es wird immer schlimmer, egal was ich mache. Nichts wird mir so helfen, wie mein Suizid. Irgendwas fehlt in mir, es fühlt sich an als ob jemand etwas aus meinem Körper gerissen hätte und es jetzt leere gab, die ich die ganze Zeit spürte. Irgendwas fühlt sich so falsch an, dabei fühle ich nichts mehr. Ich würde gerne mehr beschreiben, wie es mir geht, aber das geht nicht, denn kein Mensch ist in der Lage, zu beschreiben, wie es mir geht. Ich frage mich, ob mich wirklich jemand vermissen wird? Ich bin kein guter Mensch. Ich nutze die Schwächen anderer Menschen aus. Ich verletze andere Menschen, damit es mir besser geht. Ich frage mich, ob das alles real ist oder doch nur ein Traum. Werde ich aufwachen und auf ein mal ein sorgenfreies Leben haben und wieder ein Kind sein? Wenn das ein Traum ist, muss ich mich nur umbringen, damit ich im echten Leben bin. Was ist, wenn das das echte Leben ist? Nein, das kann nicht sein, so sollte kein Leben sein. Mama und Papa, ich werde euch vermissen, danke, dass ihr mir immer helfen wolltet, nur ich konnte es zu gut verstecken. Ju, ich liebe dich, egal wo ich jetzt bin. Bitte lebe dein Leben glücklich weiter und mach dir keine Vorwürfe. Du wolltest mir helfen, ich wollte mir nicht helfen lassen. Ich beende alles wegen mir, nicht wegen jemanden anderes, denn niemals würde ich sowas wegen anderen Menschen tun. Wenn ihr dieses Blatt findet, könnt ihr es zerschneiden, wie ich meine Pulsader zerschneiden werde oder es vom Balkon werfen, wie ich mich vom Balkon werfen werde."

Es tat weh, diese Worte zu lesen. Wenn er es gemacht hätte, würde ich mir vorwürfe machen, denn schließlich konnte ich es verhindern. Ich habe es verhindert. „Ich würde diesen Brief nie wegwerfen. Es gibt immer eine andere Lösung, die nicht Suizid ist.", sagte ich. Ich weinte noch mehr, als davor, da dieser Brief irgendwas mit mir machte. „Ich weiß. Es tut einfach so weh, wenn ich nachdenke, was passiert wäre, wenn du mich nicht gerettet hättest. Danke Ju.", sagte Rezo, bevor er mir einen Kuss gab und mich dann in eine lange Umarmung zog. Ich freute mich so, dass alles endlich besser werden wird. „Es wird und es soll besser werden.", sagte Rezo.

Alles hat irgendwann ein Ende, diese Story auch. Morgen kommt noch ein letztes Kapitel, welches um die Story an sich geht. Also kein normales Kapitel in dem noch etwas passiert. Das Kapitel ist auch länger geworden, als ich dachte, aber ich glaube es liegt auch bisschen daran, da ich diesen Brief copy and paste da hin gemacht hab. Wie fandet ihr Weihnachten? Frohe Weihnachten<3

If I stop, you need to stop too || Juzo Adventskalender Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt