Er zerrte mich in das Gebäude herein, dass ich nun zum ersten Mal von außen sah. Es war ein altes, verlassenes Fabrikgelände, auf welchem er eine rosa Hölle für Menschen errichtet hat. Ich hatte immer noch meine Maske auf, und meine Beine folgten nur widerwillig dem Zerren meines Entführers.
,,Lass mich einfach gehen! Bitte, ich sage auch niemanden etwas davon. Lass mich einfach gehen, ich bitte dich, Daddy..'', schluchzte ich laut. Er reagierte nicht, er ging einfach weiter gerade aus in seine Festung und zog mich hinter sich her.
Als wir dann drinnen waren, war ich überrascht als ich die kalten, kahlen Gänge sah. Ich dachte wirklich, er hatte alles in dem Puppenhaus-Stil eingerichtet, doch ich täuschte mich. Er schubste mich nun vor sich her, ich versuchte in den abgedunkelten Räumlichkeiten die Orientierung zu finden. Vielleicht eine Schwachstelle. Vielleicht einen Weg nach draußen.
,,Wie konntest du das nur tun, Darcy? Warum hast du geschrien? Du hast die Show kaputt gemacht! Du hast alles ruiniert!'', schrie er und schubste mich unsanft an die Wand, welches ich nicht aufhalten konnte, da meine Arme immer noch nicht bewegungsfähig waren. Ich musste es also einfach hinnehmen und sank dann, nachdem sich durch den Aufprall ein heftiger Schmerz in meinem Oberkörper ausbreitete, auf den kalten Betonboden.
Ich begann sofort zu zittern, erst recht, als ich meinen Entführer bei seinen Selbstgesprächen beobachtete. Ich hatte keine Ahnung, worüber er gerade nachdenkt und seine Worte und Laute, die er von sich gab, machten auch keinen Sinn für mich.
,,Ugh, Darcy! Nein, nein! Es tut mir leid, so sollte es nicht kommen.. Aaaah! Alles ist ruiniert! Ruiniert!'', er machte kurz Pause um sich theatralisch an den Kopf zu fassen, wonach er dann einige Metallbüchsen, die auf dem Boden verstreut lagen, mit den Füßen zertrat.
,,Du!'', schrie er, nachdem er sich gefasst hatte, und zeigte mit seinen dreckigen Fingern auf mich. ,,Du hast alles zerstört! Die Show! Sie war mein ein und alles! Denkst du, ich mach das aus Spaß? Das ist alles für die Show! Für die Show!''
Ich hatte keine Ahnung, warum ihm diese verdammte Aufführung so viel bedeutete, ich fing einfach nur an zu weinen. Ich wollte ihn nicht verärgern und mich somit in Gefahr bringen, ich wollte nur hier weg und zu Hause sein. Mit Chloe, Jenna, meinen Eltern und Harry.
,,Darcy, du wirst dafür bezahlen müssen'', hauchte er und löste seinen Gürtel von seiner Hose. Ich weitete die Augen aus Angst, was gleich passieren würde.
Er ließ das warme Metall seiner Gürtelschnalle auf meinen unterkühlten Körper peitschen, woraufhin ich laut aufschrie.
,,Halt die Fresse, Darcy! Wer sich falsch verhält, muss auch die Bestrafung aushalten können!'', keifte er und peitschte mich noch einmal mit der Gürtelschnalle, diesmal traf er meinen Brustkorb.
Ich schnappte nach Luft und dachte, meine Lungen hätten komplett ausgesetzt. Ich wünschte sie hätten es auch getan, als er seine Hose niederriss und sich über mich beugte. Er zog mich untenrum unsanft aus und drang sofort in mich ein, was wohl ziemlich schwierig gewesen sein müsste, da ich trockener als die Sahara war.
Ich biss mir auf die Unterlippe und unterdrückte die Schreie, die ich am liebsten losgelassen hätte. Jeder Schlag, Tritt, Quälerei oder Folter war nicht so schlimm gewesen wie dieser Moment. Es war einfach nur schrecklich, ihn keuchen, schnaufen und stöhnen zu hören, während ich vor Schmerz nur so bebte und hoffte, dass dieser schreckliche Moment bald zu Ende sein würde.
W ä h r e n d d e s s e n ...
,,Denkst du, sie war es? Denkst du, dass es wirklich Abby war?'', fragte Chloe, nachdem der Van davongebraust war. Ihre Lippen waren blau, ihr ganzer Körper zitterte. Sie war im selben Raum wie ihre tot geglaubte Freundin, sie hatte ihr fasziniert zugesehen, während sie wahrscheinlich starke Schmerzen empfunden hatte. Sie war in unmittelbarer Nähe des Entführers gewesen, und hatte es nicht einmal bemerkt. Chloe fühlte sich unfassbar schlecht.
,,Ja, das denke ich. Und ich denke auch, dass ihr Entführer noch psychotischer ist als ich es mir in meinen schlimmsten Albträumen ausgemalt habe'', gibt Jenna zurück und legt ihre Arme um ihren Oberkörper, da ihr plötzlich kalt wurde.
,,Was sollen wir tun? Wir müssen ihr da raus helfen!''
,,Das weiß ich, Chloe. Wir sollten aber vorerst nicht die Polizei einschalten.''
,,Warum nicht? Die Polizei ist auf unserer Seite..''
,,Schon klar. Aber die Polizei hat die Suche nach einer Woche aufgegeben weil sie der festen Überzeugung war, Abby hat sich einfach irgendwo abgesetzt, obwohl wir unsere Geschichte von der Entführung erzählt haben! Wir brauchen Beweise, irgendwelche Anhaltspunkte, dass Abby wirklich in Schwierigkeiten steckt.''
Chloe nickt verständnisvoll, denn sie war auch von der Arbeit der Polizei enttäuscht gewesen. ,,Lass uns herausfinden, wem dieses Theater gehört und wer hier gerade aufgetreten ist. Vielleicht finden wir dadurch etwas heraus.''
Die Beiden gingen zurück ins Theater und versuchten, den Besitzer ausfindig zu machen, doch das Büro stand leer. ,,Wenn uns niemand rein lässt, verschaffen wir uns eben selbst Zutritt'', murmelte Jenna und begann, am Schloss der Tür mit einer Haarklammer rum zu fummeln. Nach einigen Minuten, in denen sich Chloe alle paar Sekunden panisch umgesehen hatte, machte das Schloss ein klickendes Geräusch und die Beiden konnten rein.
Chloe und Jenna begannen sofort, alles in Stille zu durchwühlen. Sie sahen sich jeden Zeitungsartikel, jedes Buch, jedes Bild an, bis Chloe dann auf eine Rechnung stoß. ,,Adressiert an Mrs. Anne Styles.. Styles wie in Harry Styles?'', fragte sie und sah Jenna an.
,,War es nicht auch Harry, der uns die Karten für die Vorführung geschenkt hat?'', entgegnete sie und plötzlich traf es sie wie ein Blitz: Harry musste der Entführer sein oder hatte auf jeden Fall etwas mit ihm zu tun.
,,Ich denke, wir sollten Harry einen Besuch abstatten.''
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DOLLHOUSE / h.s/
FanfictionJeder liebt Puppen, nicht wahr? Doch Harry hat seine Darcy besonders gern. Das Leben von Abigail Preston änderte sich schlagartig, als sie von einer Party nach Hause ging und dort von einem Unbekannten entführt, und später gefoltert und gezwungen wi...
