Ich sitze mit Pansy auf meinem Bett, die Nachmittagssonne wirft schräges Licht durch die Fenster unseres Schlafsaals. Mein Kopf lehnt gegen die kühlen Holzbalken und Pansy sitzt mir gegenüber mit angezogenen Beinen, ihre Augen funkeln neugierig.
Ich erzähle gerade, was gestern passiert ist und mein Herz schlägt immer noch ein bisschen schneller, als ich ihre ungläubigen Blicke sehe.
»Es hat funktioniert,« sage ich, und obwohl ich versuche ruhig zu klingen, kann ich das leichte Zittern in meiner Stimme nicht verbergen. »Genau wie du gesagt hast. Ich habe ihn geküsst und er war völlig überrumpelt. Erst hat er so reagiert, wie man es erwarten würde – arrogant, dominant, du kennst ihn ja – aber dann...« Ich halte inne und sehe Pansy an, meine Lippen formen sich in eine dünne Linie, »... dann wurde er plötzlich so ... sanft. Für einen Moment jedenfalls.«
Pansy grinst breit, legt ihren Kopf schief und schaut mich an als hätte ich ihr gerade den besten Klatsch des Jahres geliefert. »Also war der Kuss gut? Intensiv? Heiß?«
»Heiß? Das ist noch untertrieben,« sage ich und werfe ein Kissen nach ihr, was sie lachend abwehrt. »Es war, als hätte ich für eine Sekunde die Kontrolle – und das hat sich ... stark angefühlt. Als würde ich ihm beweisen, dass ich ihn nicht brauche. Dass ich ihn dominieren kann.«
Pansy lacht, fast triumphierend. »Ich wusste es! Sag ich doch, ein Kuss ist die beste Waffe. Männer wie Riddle denken, sie hätten immer die Oberhand. Aber wenn sie sich verlieben – oder nur nach dir verrückt werden – dann gehört ihnen die Welt plötzlich nicht mehr.«
Ich rolle mit den Augen. »Er ist nicht verliebt, Pansy. Das war nicht der Punkt. Es ging nur darum, ihn aus der Fassung zu bringen.«
»Klar, klar.« Pansy hebt die Hände in einer Geste der Unschuld, aber ich sehe das Glitzern in ihren Augen. »Aber warum warst du überhaupt in seinem Zimmer gestern Abend? Hast du das geplant oder ...?«
Die Frage trifft mich wie ein Blitz. Mein Körper versteift sich und meine Gedanken rasten etwas.
Sie darf nichts davon erfahren.
Nicht von dem Bild.
Nicht von meiner Bulimie.
Niemand darf das wissen.
Ich spüre, wie meine Kehle trocken wird, aber ich zwinge mich, ruhig zu bleiben.
»Ähm ...« Ich tue so, als müsste ich einen losen Faden an meinem Ärmel inspizieren, nur um etwas Zeit zu gewinnen. »Es war ... na ja ...«
Pansy legt den Kopf schief. »Sarah?«
»Es war, weil ich ...« Mein Gehirn arbeitet auf Hochtouren, während ich eine glaubwürdige Lüge suche. »Weil ich mir ausgerechnet bei ihm ein Buch zurückholen musste. Er hatte es sich ausgeliehen und monatelang nicht zurückgegeben. Ich war so sauer, dass ich einfach in sein Zimmer gegangen bin, um es zu holen.«
Pansy zieht die Augenbrauen hoch. »Ein Buch? Welches Buch?«
»Irgendein blödes Zaubertrankbuch. Nichts Besonderes,« sage ich schnell und winke ab. »Er hat es nicht mal richtig benutzt, glaube ich. Aber es hat mich genervt das er dachte, er könnte einfach meine Sachen behalten.«
Pansy mustert mich einen Moment und mein Herz schlägt so laut das ich Angst habe, sie könnte es hören. Dann zuckt sie mit den Schultern. »Klingt nach Riddle. Und?«
Ich atme erleichtert aus, als sie weiterspricht, ohne nachzuhaken. »Na ja, wenigstens hast du den perfekten Grund gefunden, ihm eins auszuwischen. Wenn du ihn das nächste Mal triffst, könnte er nervös werden. Er weiß jetzt, dass du ihn aus der Fassung bringen kannst.«
Ich lächle schwach und nicke, aber innerlich tobt ein Sturm. Pansy darf niemals erfahren, warum ich wirklich in seinem Zimmer war.
Niemand darf es.
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Violent.- Mattheo Riddle Fanfic.
Fiksi PenggemarDie Schwester von Harry, verliebt sich in den Sohn des dunklen Lords. Doch sein Vater ist derjenige, der für den Tod ihrer Eltern verantwortlich ist, was Harry dazu bringt, ihn zutiefst zu verachten. Trotz dieser schmerzhaften Vergangenheit kann Sa...
