Die Stimmen um mich herum dröhnen wie ein Trommelwirbel.
Onkel Vernon brüllt etwas, Petunia versucht dazwischenzugehen, aber er stößt sie grob zur Seite.
Ich höre nur Bruchstücke, Worte wie »nicht diskutieren!«, »zurück!«, »unmöglich!«, doch es dringt kaum zu mir durch.
Alles verschwimmt, verschmilzt zu einem grollenden Hintergrundrauschen.
Ich schließe die Augen und sofort ist er wieder da – sein Griff, die Schläge, das Gefühl, dass man nie sicher ist egal wohin man geht.
All das vor meinen Augen.
Dank dem Wiedersehen mit meinem Onkel Vernon.
Ich spüre die alten Schmerzen, die Angst, die Wut die sich tief in meinen Körper eingegraben hat und alles um mich herum verblasst.
Dumbledores sanfte Stimme, Harrys Stirnrunzeln, selbst Vernons wütendes Stampfen verschwinden hinter den Schatten der Erinnerungen.
Irgendwann dringt etwas in meinen Kopf zurück – wie Muggels überhaupt hier sein können.
Natürlich, Dumbledore würde niemals jemanden einfach so ins Schloss lassen. Vernon und Petunia haben eine offizielle Genehmigung bekommen, eine Ausnahmegenehmigung für einen sehr speziellen Fall.
Ich erinnere mich wie mir kurz vorher erklärt wurde dass sie von der Magischen Abteilung eine Erlaubnis bekommen haben, begleitet von einem Auror der draußen wartet, um sicherzugehen, dass niemand Hogwarts ohne Erlaubnis betritt.
Es ist absurd und surreal das sie hier sind und doch ist es offiziell, korrekt auf dem Papier.
Harrys fragender Blick trifft meinen und ich merke das er genauso verwirrt ist wie ich.
Er versteht genauso wenig wie ich warum wir plötzlich alle hier zusammensitzen, warum Dumbledore so ruhig bleibt, während die anderen wie wild aufeinander einreden.
Ich will etwas sagen, die Situation kommentieren, doch die Worte bleiben in meinem Hals stecken.
Vernon stampft erneut auf, seine Stimme überschlägt sich vor Wut, Petunia wimmert, versucht sich zu erklären und wieder tauchen die alten Erinnerungen auf – die Schläge, die Kontrolle, das Gefühl, dass ich niemals etwas richtig machen konnte.
Ich starre ins Leere, gefangen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Schmerz und der merkwürdigen Stille, die Dumbledore wie ein unsichtbarer Mantel über uns gelegt hat.
»Es ist ganz einfach!«, brüllt Vernon, dass sein Gesicht rot wird. »Sie kommt in den Ferien zurück zu uns! Jede Ferien! Die Weasleys haben Harry genug Platz, ja, aber für Sarah? Sie wissen genau, dass wir es ernst meinen. Wir haben das längst mit den Weasleys geklärt!«
Seine Worte treffen mich wie ein Schlag mitten ins Herz. Ich starre auf die Tischkante und versuche den aufwallenden Schmerz zu unterdrücken, aber es gelingt mir kaum.
Schon seit ich mich erinnern kann habe ich gespürt das sie mich anders behandeln.
Harry, ja, er wird geliebt und beschützt, Gryffindor-Gold in jeder Bewegung.
Ich dagegen...
Ich bin Slytherin.
Anders. Unpassend. Eine Last.
Meine Brust zieht sich zusammen und ich merke, wie mir die Tränen unbemerkt steigen wollen.
Immer dieses Gefühl nicht dazu zu gehören, nicht wertvoll genug zu sein.
Die Weasleys – Harrys unbiologische Familie, die doch eigentlich mich doch auch schon so lange kennen – haben nie wirklich Platz für mich gehabt.
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Violent.- Mattheo Riddle Fanfic.
Fiksi PenggemarDie Schwester von Harry, verliebt sich in den Sohn des dunklen Lords. Doch sein Vater ist derjenige, der für den Tod ihrer Eltern verantwortlich ist, was Harry dazu bringt, ihn zutiefst zu verachten. Trotz dieser schmerzhaften Vergangenheit kann Sa...
