Mika Pov.
[nächster Morgen]
Auf dem Parkplatz der Schule der gleichzeitig als Pausenhof diente bildeten sich schon vor der ersten Stunde die Grüppchen. Ich hatte noch keine Freunde, aber ich hielt Ausschau nach Finn. Als ich Anna erblickte und Finn direkt daneben, wunderte es mich nicht. Natürlich war er bei seiner Freundin. Ich tat so als hätte ich die beiden nicht gesehen und lief selbstbewusst zum Eingang. Aufeinmal spürte ich eine Hand die mich antippte. "Hey Mika, wie geht's?" begrüßt mich Finn und hält seinen Rucksack lässig am Träger. "Woher kommst du denn?" stelle ich als Gegenfrage und drehe mich zu Anna um die uns nur hinterher sieht. Ich ziehe nur leicht meine Augenbrauen hoch und widme mich wieder Finn.
"Hab dich gesehen und dachte wir könnten direkt zusammen zu Mathe", er grinst. "Mathe?" Frage ich während wir durch das Schulhaus schlendern. "Oh ja. Bei der besten Lehrerin", lacht er sarkastisch. Ich lache und sehe verlegen auf den Boden. Mit meiner Hand streiche ich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht. "Hier sind unsere Schließfächer", sagt er und wir holen unsere Bücher raus.
"Da vorne sind Jannik und seine Freundin. Komm wir fragen ob wir zu viert zu Mathe gehen", schlägt er vor und ich nicke einfach nur. Aber Noemi war so nett zu mir und wir beide haben uns sofort gut verstanden. Die drei kannten jeden der auf dem Gang vorbei lief.
Mika, als ob du dich mit den coolen angefreundet hast.
Ich sitze wieder neben Finn, Noemi setzt sich zu einer Freundin von ihr und Jannik sitzt irgendwo ganz vorne. "Man, jetzt muss ich so wie du immer ganz hinten sitzen", lache ich als wir unsere Bücher auf den Tisch legen. "Tja, wenn du neben mir sitzen willst", lächelt er. "Kannst dich auch gerne wegsetzten.. aber sonst will sich irgendein Mädchen neben mich setzten und mich anmachen."
"Ach, und dass ich mich an dich ranmachen würde, das denkt du dich nicht von mir?" Frage ich grinsend. "Nein." sagt er ernst. "Du reduzierst mich nicht auf mein Aussehen. Damit bist du übrigens die erste", er setzt sich. "Wie meinst du das? Die Mädchen scheinen dich doch zu lieben", frage ich verwirrt. "Sie kennen mich nicht. Nur mein Aussehen, und das ist alles. Du wolltest mich kennenlernen. Das ist was anderes", er lächelt. Ich lächelte zurück. Doch als die Lehrerin reinkam würde es still im Klassenraum und ich fragte mich wieso, denn in den anderen Stunden war es doch sonst auch immer laut. Aber nach wenigen Minuten verstand ich dass die Lehrerin extrem streng war und ich die ganze Stunde lang nur mitschreiben musste. Und ich hatte Zeit zum Nachdenken. Denn auch in dieser Stunde war Finn ruhig und redete kein Wort. Mir war klar, ich habe mich in Finn verliebt. Und was noch klarer war, war dass ich unbedingt mit Palle darüber reden musste.
In der Pause liefen wir wieder zu zweit über die Mall in den Schulpark. Ja genau. Schulpark. Ich wollte es auch erstmal nicht glauben. Wir setzten uns in den Schatten von der Riesen Wiese und redeten. Wir redeten einfach über alles und ich erfuhr auch mehr über ihn. Zum Beispiel dass er Basketball spielt, Jannik sein bester Freund ist, er am 30.12 Geburtstag hat und er da 14 wird. Seine Eltern sind getrennt und mit seiner großen Schwester lebt er bei seinem Vater. Ich erzählte auch ein wenig über mich. Dass ich am 02.06 Geburtstag habe und dass sogar bald ist und ich Leichtathletik und Ballett mache. Als ich von meiner Familie anfing zu reden, nämlich dass ich adoptiert wurde, keine Ahnung wo mein Vater war, und ob es meiner Mutter und meinem kleinen Bruder Fabian gut ginge, wurde Finn total lieb und meinte ich könne jederzeit zu ihm kommen und mit ihm reden.
Dass alle Jungs gleich seien, ist falsch Mika. Nur weil dein Vater ein Arsch war heißt das nicht dass jeder Junge so ist. Verarbeite es endlich.
Ich bedanke mich bei ihm und als der Schultag endlich geschafft war, fragte er mich sogar ob er mich nachhause begleiten soll.
Sag nein. Du wirst Anna und dem YouTubeHaus einen Gefallen tun.
Aber ich nickte. "Gerne", lächelte ich.
"Anna", ich bleibe am Eingang der Schule stehen und sehe nur wie Finn zu seiner Freundin rübergeht. Er redet kurz mit ihr, aber sie wirkt genervt. Sie steckt ein, so wie es immer die Mädchen tun müssen, und dreht sich um. Er verdreht die Augen als er zurück kommt. Aufeinmal legt er seinen Arm freundschaftlich über meine Schultern. Angst, dass uns jemand sehen könnte. Denn ich spürte Annas Blicke in meinen Rücken, doch ich hatte nicht den Mut zurück zu blicken. Während der Zugfahrt lächelt er die ganze Zeit und auch als wir zu meinem Haus laufen."Hier sind wir", sage ich und bleibe vor unserer Haustür stehen. "Ich warte bis du drin bist", sagt er. "Musst du nicht", sage ich in der Hoffnung dass jetzt keiner der Jungs rauskommt. Ich klingelte bei "Von der Laden" und wartete angespannt. "Es gibt 'nen YouTuber der auch so mit Nachnamen heißt. Vielleicht seit ihr ja verzweigt verwand", grinst er. "Ja, vielleicht", lächelte ich angespannt zurück.
"Oh nein", flüsterte ich als ich sehe wie Ardy die Treppe runterläuft. Wieso ist das verdammt nochmal eine Glastür? "Yo Mika, ich soll dir den Schlüssel von Felix geben. Er kommt heute später", sagt er. Er schien Finn noch nicht wirklich bemerkt zu haben. "Wer ist das?" fragt eine tiefe Stimme knurrend. "Taddl und Ardy", sagt Finn bewundernswert. Doch er versteht schnell. "Es tut mir leid. Hätte ich gewusst dass du im YouTubeHaus wohnst wäre ich nie mitgegangen. Tut mir leid.. Ähm.. wir sehen uns dann morgen", damit dreht er sich hastig um und stolpert die Straße entlang. Ich sehe ihm enttäuscht hinterher. "Danke, Taddl", sage ich wütend, schnappe mir aus Ardys Fingern den Schlüssel und will im Treppenhaus verschwinden. Allerdings hält Taddl mich fest. "Du weißt was das für eine Gefahr das ist", motzt er. "Beruhig dich und lass sie los", sagt Ardy und reißt seinen besten Freund von mir. "Danke", sage ich leise und renne die Treppen hoch.
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adopted || dner
FanfictionFelix besuchte fast jeden Tag einen seiner besten Freunde Simon im Krankenhaus. Im selben Zimmer liegt ein kleines Mädchen, mit beunruhigenden blauen, kulanten Flecken und Blutergüssen. Felix geht das alles nicht aus dem Kopf, und er fängt an sich e...