So. Wie versprochen Kapitel 10 ;P
In dem neuen Schreibstil. Was meint ihr?
*Anyamar - "Mutter" der Wölfischenseite in der Alten Sprache
LG Halya26
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Einige Tage später war Halya auf dem Weg zu Laurea.
Veetuka, Fàna und Rhavan hatten ihre Kleidung beim Spielen etwas zerrissen, und nun brauchte sie neue.
Sie ging den langen Flur entlang, schaute aus den großen Fenstern auf den Hof - der Frühling war dem Sommer gewichen - und nahm einen Hauch von Brommberen war. Doch das kümmerte sie nicht weiter. Sie war fast bei der Schneiderei.
Plötzlich nahm der Geruch von Brommberen zu, und Halya wurde unsanft gegen die Wand gepresst.
Als sie aufschaute sah sie in dunkle, fast schwarze Augen.
Ero.
Sie spürte seinen Atem stoßweise auf ihrer Haut. Seine Hand, die sich in ihrer Schulter vergrub und sein verschleierter Blick, der sie lüstern musterte. "Also, du gefällst mir, Halya!" , sagte er und seine Stimme klang rau und zitterte. Seine andere Hand strich ihr über den Arm.
Halya schaute in seinen verschleierten Blick.
Nicht die Spur von Panik oder Angst - nur eiskalte Wut rauschte durch ihre Adern. "Ero! Ich will dir nicht wehtun! Also lass mich jetzt sofort los!" , sagte sie zwischen zusammengebissenen Zähnen, und darum bemüht, ihm nicht eine zu scheuern.
Ein Zittern durchlief Ero's Körper, und er lachte. Seine schwarzen Haare waren wild zerzaust und hingen ihm leicht ins Gesicht. "Du bist so... einzigartig... so... geheimnisvoll... so... wunderbar schwach!" , sein lachen wurde irre. Er kam ihrem Gesicht immer näher. Drückte seinen Körper an ihren.
Schwach! Wenn Halya eines nicht war, dann Schwach! Etwas explodierte in ihr.
"Ich habe dich gewarnt!" Sie stellte einen Fuß an die Wand - suchte Halt - dann nahm sie all ihre Kraft zusammen und schleuderte Ero von sich. Er schlug mit dem Rücken gegen die gegenüberliegende Wand. Staub rieselte von der Decke und schwirrte im Sonnenlicht. Stöhnend rappelte er sich vom Boden auf.
"Na warte! Das wirst du mir büßen!" , rief er.
"Was willst du denn tun?" , fragte Halya herausfordernd und sah in diese pechschwarzen verschleierten Augen. Er schaute wild um sich und ballte die Fäuste, dann unterdrückte er einen Schrei.
So etwas hatte sie schon einmal gesehen.
"Willst du zum König rennen, wie ein kleines Kind?" , höhnte sie.
"Das... das ist eine gute Idee!" Er war immer noch nicht er selbst. Dann verschwand er in einem Seitengang. Sein irres Lachen hallte zwischen den Wänden wieder.
Halya ließ sich gegen die Wand sinken und atmete erstmal tief durch. Dann machte sie sich, leicht verstört, auf den Weg in ihr Zimmer.
Vor ihrer Zimmertür - und den Wachen - blieb sie stehen. Und entschied sich dann doch dafür, ins Bad zu gehen.
Wie lange es wohl dauert, bis mich die Wache abholen kommt und zum König bringt?, dachte sie, als sie sich kaltes Wasser ins Gesicht spritzte und versuchte ihre Gedanken zu sortieren.
*^-*-^*
"Hast du das gesehen?" , fragte Laurea aufgebracht.
"Ja. Es ist schon wieder passiert." , murmelte Legolas kalt und konnte nur mit Mühe seine Wut zurückhalten.
"Denkst du gerade das was ich denke?" , fragte Laurea, strich sich eine blonde, vom Staub liebkoste Haarsträhne hinters Ohr, und ihre grauen Augen funkelten.
"Ja!"
*^-*-^*
Es dauerte nicht lange, da kam die Wache ins Bad - ohne anzuklopfen. "Mitkommen. Der König will Euch sehen." , sagte der linke der beiden. Halya ging aus dem Bad und wurde sofort von den Wachen flankiert und zum König eskortiert. Die freudigen Blicke der Wachen vor ihrem Zimmer sah sie dennoch.
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Eine der Gaurwaith (Legolas ff)
FanfictionIm Düstewald werden vermehrt tote Spinnen gefunden. Das ist so weit nicht schlimm, denn jeder ist froh über ein neues getötetes Untier. Doch der Schlächter ist unbekannt. Den Befehl seines Königs und Vaters ignorierend macht sich Legolas auf die Suc...
