Kapitel 21

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Bellamy:

So unendlich erleichtert ich auch war, Clarke endlich wieder zu haben, so entging mir doch nicht die seltsame Stimmung, die hier herschte, als wir uns auf den Weg zurück ins Camp machten.
Clarke versuchte Finn aus dem Weg zu gehen und der warf Clarke verletzte und mir wütende Blicke zu.
Ich wollte eigentlich gar nicht wissen, was hier ablief.
Schlimmer war nur noch, das Monty verschwunden war. Die beiden hatte ihn nicht gesehen und ansonsten hatten wir auch keinen Anhaltspunkt.
,,Kannst du noch laufen?Hast du Schmerzen?", fragte mich Clarke und riss mich so aus meinen Gedanken.
Mir entging nicht ihr besorgter Gesichtsausdruck, weshalb ich versuchte sie beruhigend anzulächeln. Ich hätte am liebsten ihre Hand genommen, aber ich habe Finn nicht vergessen, der hinter uns ging, deshalb ließ ich es sein.
,,Nein alles gut soweit."
,,Wirklich?"
,,Wirklich."
Wir verfielen in Schweigen, bis sie es wieder bricht.
,,Woran denkst du?"
,,Nichts wichtiges."
,,Hast du über Montys Verschwinden nachgedacht?", fragte sie weiter.
Ich sah sie überrascht an. ,,Ja, unter anderem."
Ich sah, wie sich ihre Augen vor Trauer trübten und nahm dann doch ihre Hand, um sie zu drücken. ,,Hey, wir werden ihn schon noch finden." Aber so richtig überzeugt war ich selbst noch nicht mal.
,,Ich hoffe es."
Ich sah heimlich zu ihr herüber. Selbst jetzt strahlte sie, etwas das ich schon immer bewundernswert an ihr fand.
,,Wir sollten uns ein wenig beeilen." Ich hatte gar nicht gemerkt, wie Finn neben uns auftauchte. Ich ließ Clarkes Hand los.

Zurück im Camp versammelten sich sofort alle um uns herum, sobald wir das Tor pasiert hatten.
Bevor ich mich zu Wort melden konnte, sprach Finn zu der wartenden Menge.

,,Wir müssen hier sofort verschwinden!Es ist eine Grounderarmee auf dem Weg hierher und das ist anders als alles, was wir bisher gesehen haben. Wir müssen hier weg und zwar sofort!"
Ich dachte ich hörte nicht richtig. Vielleicht hätte auf dem Weg hierher mehr Fragen stellen müssen, aber da würde ich nicht mitspielen und erst recht würde ich niemals auf Finn hören.

,,Kommt nicht in Frage,wir wussten dass das passiert",widersprach ich.
,,Wir sind bisher auch nie geflüchtet. Wir haben uns immer verteidigen können und ja, wir haben auch Verluste erlitten und das betrauere ich, aber das hier ist Krieg und sie werden nicht aufgeben, nur weil wir abhauen."
,,Aber wir sind nicht vorbereitet, um gegen eine so große Menge anzutreten",warf meine Schwester ein, die aus der Menge vortrat.
Meine nächsten Worte richtete ich direkt an sie
,,Und sie sind noch nicht hier. Wir haben noch Zeit uns vorzubereiten. Wo sollten wir auch hingehen?Wo wären wir sicherer als hinter diesem Wall.", verteidigte ich mich.
,,Es gibt im Osten einen Ozean. Dort wird man uns helfen",erzählte Finn.
,,Woher willst du wissen, dass sie uns überhaupt helfen können oder das auch machen. Was unterscheidet diese Leute von den Groundern, die wir schon kennen?"
Finn wirkte zornig, aber das war mir egal.
,,Wir müssen es riskiren", war alles, was er dazu zu sagen hatte, also wandte ich mich an alle umstehenden.

,,Das hier ist jetzt unser Zuhause. Wir haben das hier mit bloßen Händen aus dem Nichts errichtet. Unsere Toten liegen hinter diesem Wall. In dieser Erde. In unserer Erde. Die Grounder glauben,sie könnten uns das wegnehmen. Sie glauben,weil wir vom himmel gekommen sind,gehören wir hier nicht hin. Aber die haben einen wichtigen Punkt noch nicht verstanden. Wir haben ein Geburtsrecht hier zu sein genau wie sie, denn unsere Vorfahren waren es, die hier lebten.Wir sind jetzt auf der Erde. Und das bedeutet,dass wir jetzt Grounder sind."
Zustimmender Jubel.

,,Ich sage,lasst sie kommen. Wir werden auch dieses Mal einen Weg finden, denn wir sind Überlebenskünstler. Bisher haben wir alles irgendwie gemeistert und das werden wir immer. Wenn wir jetzt weglaufen uns uns irgendwo hinter irgendwen verstecken, dann haben sie nicht nur gewonnen, nein, dann werden sie uns auch nicht mehr ernst nehmen und denken, wir wären leichte Beute, aber wir müssen ihnen zeigen, dass auch wir gefährlich für sie werden können, denn erst dann, wenn sie glauben, uns unterlegen zu sein, werden sie uns in Ruhe lassen."

Der Neuanfang - The 100 (Bellarke) FFGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt