Kapitel 10

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Ausgerechnet jetzt musste auch noch ein Sturm losbrechen. Während ich alles in meiner Macht stehende tat,um Finn irgendwie am Leben zu erhalten, versuchte Raven mit allen Mitteln Kontakt zur Ark herzustellen. Ich würde ja beten,nur glaubte ich nicht an sowas. Da ich nicht nach draußen konnte, verschanzte ich mich kurz nach oben. Ich brauchte mal Zeit für mich allein. Etwas,dass ich glaubte, ich bis jetzt noch nie hatte. Immer ist irgendwer aufgetaucht. Ob es nun Finn oder Bellamy war. Und wenn man vom Teufel sprach.
,,Was machst du hier oben?"
,,Kann ich nicht einfach mal etwas Zeit für mich haben? Es ist anstrengend. "
,,Was ist anstrengend? Ich etwa? "
Ohne es zu wollen,musste ich schmunzeln.
,,Das alles ist anstrengend. Sich ständig Sorgen machen und versuchen als einzige mit halbwegs Wissen über Medizin immer die Leute zu behandeln und zu befürchten, dass sie sterben."
Als ich merkte,wie er sich neben mich setzte, sah ich ihm in die Augen. Aber diesmal hatte er wieder seine Mauern errichtet.
,,Was ist da draußen eigentlich passiert?"
In der ganzen Aufregung hatte ich ganz vergessen, das zu fragen.
,,Wir haben das Versteck eines Grounders gefunden. Dort fanden wir Oktavia. Sie war allein aber als wir gerade gehen wollten,tauchte der Grounder auf und griff uns an."
,,Oktavia meinte, er hätte sie gerettet. " Er ging nicht darauf ein und eigentlich war ich ganz froh darüber, denn ich wollte jetzt nicht über Grounder diskutieren.
,,Finn ist stark. Er wird es schaffen."
,,Nein wird er nicht. Nicht ohne die Hilfe meiner Mutter."
,,Du bist die Tochter deiner Mutter. Du hast ihre Fähigkeiten und du bist viel zu stur um aufzugeben. Ich weiß, dass du es schaffen kannst. Bei Jasper hast du schließlich auch einen Weg gefunden. "
,,War das etwa gerade etwa sowas wie ein Kompliment und das von dir? Schon wieder?"
,,Möglich aber Gewöhn dich nicht daran. " Er erhob sich und ging Richtung Leiter.
,,Bellamy? " Er drehte sich um.
,,Was hast du vor?" Ich kannte ihn inzwischen gut genug, um zu sehen, wenn er was plante.
,,Das wirst du schon noch sehen,Prinzessin. " Er zwinkerte mir noch kurz zu und war dann auch schon verschwunden. Dieser Junge verwirrte mich immer mehr. Aber er hatte recht. Ich würde nicht aufgeben.

Zwei Stunden waren vergangen seit Bellamy zusammen mit ein paar der Jungs das Camp verlassen hatte. Ich wusste nicht, was sie vorhatten,aber mir schwand böses. Mal wieder hatte meine Intuition recht.
Als sie wiederkamen,hatten sie einen Grounder dabei. Gefesselt natürlich.
,,Was habt ihr getan?" Oktavia rannte zu dem Grounder und fast schon besorgt, sah sie sich ihn an. Man brauchte kein Genie sein,um zu erkennen, dass das der Grounder war, der sie entführt bzw. gerettet hatte.
,,Geh weg von ihm,Oktavia. Wir brauchen Antworten und der hier wird sie uns geben, ob er will oder nicht."
,,Von wegen. Du willst doch nur deine Rache! "
,,Wenn hier einer Rache ausüben wollen sollte, bist du das. Mich hat er nicht entführt. "
,,Wie oft denn noch? Er hat mir das Leben gerettet! " Sie fingen an sich anzuschreien,was mein Stichwort war,um einzuschreiten.
,,Oktavia hat recht. Das können wir nicht tun. So sind wir nicht. "
,,Und wer hat dich bitteschön um deine Meinung gefragt? " Mir gefiel dieser kalte Ausdruck in seinen Augen so überhaupt nicht. Er machte mir Angst.
,,Ernsthaft. Was hast du denn vor? Ihn foltern? Du kannst ihn unmöglich dann wieder laufen lassen, weil er dann Rache an uns ausübt mithilfe seiner Grounder Freunde. Außerdem. .."
,,Clarke komm schnell her. Ich habs geschafft! "

Das war Ravens Stimme. Sofort waren alle Gedanken an den Grounder vergessen.
Als ich bei ihr ankam, hörte ich die Stimme meiner Mutter aus dem Funkgerät.
,,Raven? Kannst du mich hören? Hier ist Abby Griffen."
Ihre Stimme zu hören, versetzte mich kurzzeitig in eine Schockststarre. ,,Mom?"
,,Clarke? Bist du das?" Die erleichternde und Tränenerstickte Stimme meiner Mutter verursachte mir Schuldgefühle, weil ich sie habe Glauben lassen,ich sei tot.
,,Ja. Ich bins. Mom viele von uns leben noch. Die Erde ist nicht mehr verstrahlt."
,,Clarke. Hier spricht der Ratsvorsitzende Yaha. Ist mein Sohn noch am Leben? "
Ich wünschte so sehr, ich könnte dieses bejahen. Aber das ging nicht. Also sprach ich die Wörter aus,die Eltern niemals hören wollten.
,,Es tut mir leid. Aber Wells ist tot." Stille. Von der anderen Seite sprach keiner und ich befürchtete schon die Verbindung wäre wieder weg.
,,Mom? Ich brauche deine Hilfe. Einer von uns wurde angegriffen und ein Messer steckt in ihm."
,,Clarke, warte. Wie meinst du das, er wurde angegriffen? "
,,Wir sind nicht allein. Es gibt hier unten Überlebende. Mom kannst du mir sagen, was ich tun muss,um ihn zu retten?"
,,Okay Clarke. Du schaffst das. Wie tief steckt die Klinge drinnen?"
,,Ich weiß es nicht. "
Ich wurde immer verzweifelter, während ich mit meiner Mutter sprach. Es dauerte ewig bis ich ihr ein einigermaßen gutes Bild vermitteln konnte.
,,Okay Clarke. Du drückst das Messer exakt zwei Zentimeter nach links und ziehst es dann ganz langsam raus. Hast du verstanden? "
,,Alles klar. Zwei Zentimeter. Das schaff ich. " Oder vielleicht auch nicht.
Ich wurde immer nervöser und hatte höllische angst etwas falsch zu machen. Der kleinste Fehler und Finn könnte sterben.

Der Neuanfang - The 100 (Bellarke) FFGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt