Kapitel 18

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Ich wurde wach, als wir noch auf dem Weg waren.
Ich lag gefesselt auf dem Pferd.
Ein Mann, den ich nicht kannte, ritt das Pferd und bemerkte nicht das ich wach war.
Ein kurzer Blick nach links verriet mir, dass es bei Finn auch so war, nur dass er noch bewusstlos war. Jedenfalls hoffte ich, dass er nur bewusstlos und nicht tot war.
Ich prüfte meine Fesseln, konnte mich aber nicht befreien.

,,Der Versuch ist zwecklos", vernahm ich Anjas Stimme hinter mir.
Ich widerstand der Versuchung zu ihr rüber zu sehen.
Genauso wie ich mich davon abhielt, sie zu fragen, was sie vorhatte.
Stattdessen hing ich solange meinen Gedanken nach.
Irgendwann wurde Finn wach, aber wir sprachen auch kein einziges Wort.

Sie brachten uns sehr weit weg bis wir ein paar Zelte erreichten.
Es war ein Lager, aber kein besonders großes.
Wir gingen in eines davon und wir wurden anschließend achtlos in eine Ecke verfrachtet.
,,Was meinst du wie lange wir unterwegs waren? Ich würde schätzen, dass wir..."
,,Finn,lass das. Das bringt jetzt auch nichts mehr. Sie haben uns die Augen nicht verbunden, da heißt, ihnen ist egal was wir sehen. Sie werden uns sowieso töten. Und wie willst du bei den ganzen bewaffneten Groundern fliehen."

Eine Wache, mit verhülltem Gesicht war mit uns im Zelt. Und Anja, die ein gefährlich aussehendes Schwert zog und auf mich zu schritt.
Finn wollte sich vor mich werfen,aber das wäre nicht nötig gewesen, denn Anja durchtrennte nur meine Fesseln.
,,Was wollt ihr von uns?",fragte ich.
Und da sah ich sie.
Ein kleines Mädchen, das auf einem Tisch lag und ganz offensichtlich einen Todeskampf führte. Sie lag im sterben, das konnte ich ohne Untersuchung sehen.

,,Hilf ihr. Wenn sie stirbt, sirbt er auch." Sie drohte Finn mit dem Schwert.
Sie packte mich am Arm und schleifte mich zum Tisch.
,,Wie ist ihr Name?", wollte ich wissen.
,,Tris."
,,Ich kann das nicht machen. Ich bin dafür nicht ausgerüstet."
Ich wollte ihr nicht sagen, dass es zwecklos wäre. Aus der Nähe konnte ich das mit absoluter Gewissheit sagen.
,,Wir beschaffen dir alles, was du brauchst."
,,Warum glaubt ihr,dass ich sie retten kann?"
,,Lincoln hat es ihr gesagt",sagte Finn.
,,Ja, unser Heiler ist weg. Wir können nichts mehr für sie tun.", sprach Anja.
Lincoln war ein Heiler gewesen? Interessant.
,,Um deines Freundes willen hoffe ich,dass du es kannst."
,,Clarke, ich weiß, du schaffst das",sprach er mir Mut zu. Aber ich war mir da nicht so sicher. Hier stand zu viel auf dem Spiel.
Anja wollte schon gehen ,aber eines musste ich noch wissen.
,,Warte. Was ist mit ihr passiert?"
,,Sie war auf der Brücke,als eure Bombe hochging. Ihr habt ihr das angetan."
Ihre Worte waren wie Dolche.
Man wusste zwar,dass man Leute getötet hat und man hatte es auch darauf abgesehen, aber wenn man dann eines der Opfer sah und dann auch noch ein Kind... ein Teil in mir stirbte in diesem Moment.

Ich habe den ganzen Tag versucht sie zu retten, aber ich wusste, dass sie den morgigen Tag nicht überleben würde. Ich konnte sie soweit behandeln und ruhig stellen, dass sie es wenigstens bis morgen früh schaffen würde, weshalb Finn und ich jetzt in einem Art Käfig über die Nacht saßen.
,,Es tut mir nicht leid", sprach Finn.
,,Was tut dir nicht leid?", fragte ich verwirrt.
,,Dass ich dich liebe und es tut mir auch nicht leid, dass ich es dir gesagt habe."
Ich schwieg, so wollte ich nicht schon wieder darüber reden.
,,Liebst du ihn?", fragte er mich aus heiterem Himmel.
Ich zuckte zusammen und hoffte, er hat es nicht gesehen.
Obwohl ich wusste, von wem er sprach, fragte ich ihn, wen er meinte.
Seine Augen wurden ganz leer und schwarz, als er den Namen aussprach.
,,Bellamy. "
,, Wie kommst du darauf? "
,,das ist doch offensichtlich , dass da was zwischen euch läuft. "
Wieder schwieg ich.
,,Clarke, antworte mir!"
,, Lieber würde ich darüber nachdenken, wie ich Tris retten kann, anstatt darüber, wer was für wen empfindet oder auch nicht."
Ich drehte mich auf die Seite und umging somit jedes weitere Gespräch.

,,Ihr Zustand verschlechtert sich", wieß er mich darauf hin.
,,Hilf mir sie aufzusetzten."
Hektisch untersuchte ich sie und das Ergebnis war schlimm.
,,Flüssigkeit drückt auf ihre Lunge. Sie kriegt keine Luft."
,,Ich sehe keine Eintrittsstelle."
,,Nein,das kommt nicht von der Bombe,sondern von der Druckwelle. Sie stirbt an ihrem eigenen Blut."
Ich machte einen Schnitt,um den Druck wegzunehmen. Es funktionierte sogar,aber genau jetzt musste Anja wiederkommen und für sie sah es aus,als würden wir sie verletzten.
,,Was habt ihr mit ihr gemacht." sie wollte uns schon angreifen.
,,Anja, bitte. Ich habe nur den Druck weggenommen,damit sie atmen kann. Ich versuche alles, was ich kann,aber du musst mich machen lassen."
Ich hatte Hoffnung gewonnen, sie doch noch retten zu können.
,,Clarke..."
Ich sah zu Finn und dann zu Tris. Ihr ging es immer noch nicht besser.
,,Ihr Zustand verschlechtert sich. Sie hat zu viel Blut verloren."
Ich suchte nach einer Vene für eine Bluttransfusion.
,,Clarke, sie atmet nicht mehr."
Erst jetzt bemerkte ich es auch. Sie war tot. Ich hatte sie nicht retten können.
Anja war sichtlich mitgenommen. Sie schnitt ihr eine Locke ihres Haares ab. Einer ihrer Wachen trug die Tote raus,dann wandte sie sich an den anderen.
,,Töte den Jungen."
Dann ging alles so schnell. Sie brachten ihn weg und ich konnte nichts dagegen tun, sie waren zu stark.
Somit blieb ich mit dem Wärter allein zurück.
Ich hatte nichts verhindern können. Nicht Tris tot noch Finns. Aber ich würde hier sicher nicht rumsitzen und kampflos aufgeben.

,,Was sind das für Male?",fragte ich meine Wache. ,,Das Mädchen hatte die auch."
,,Jede Narbe steht für eine Tötung im Kampf."
,,Fünf Tötungen? Sie war ein kleines Mädchen." Wieder mal War ich über die Brutalität dieser Leute erstaunt.
,,Sie war mutig."
,,Wie viele Narben hast du?"
Er zog sein Shirt etwas herunter und ich konnte nicht glauben,wie viele ich auf seiner Brust sah.
,,Einige."
,,Die Hälfte davon erst seit mein Knie verletzt wurde."
Das war die Info die ich brauchte.
Ich trat mit aller Kraft gegen sein Knie und wie erhofft, ging er zu Boden. Ich konnte ihn überrumpeln und drückte meine Hand auf Nase und Mund.
Ich war ein Soldat. Ein Krieger, das musste ich akzeptieren. Und auch wenn ich dieses Leben nahm,konnte ich ein anderes, Finns, retten.

Ich rannte und rannte voller Furcht,dass ich zu spät kommen würde.
Das nächste was ich mitkriegte,war eine Falle und nun hing ich mehrere Meter über dem Boden an einem Baum.

Bellamy
Sie waren jetzt schon viel zu lange weg.
Raven war der Meinung Finn und Clarke hätte sich zurückgezogen, um Zeit miteinader zu verbringen.
Ich glaubte,dass aber nicht. Besser gesagt wollte es nicht glauben.
Denn dieser Gedanke missfiel mir,auch wenn ich nicht genau wusste weshalb.
Die anderen wollten sie suchen,aber ich hatte das untersagt.
Natürlich wollte ich sie auch suchen gehen,aber wir mussten uns verteidigen.
Müsste ich nicht alles organisieren,wäre ich selber losgegangen,aber ich musste zuerst an unsere Leute denken, die sich auf mich verließen,obwohl ich bezweifelte,dass wir ohne Clarke lange durchhalten würden.

Es tut mir so leid, dass ich solange nichts mehr hochgeladen habe, aber ich hoffe ihr versteht, dass ich mal eine Pause brauchte und mich auf die Schule konzentrieren musste. Aber ich verspreche euch, dass dieses Jahr auf jeden Fall noch wenigstens ein Kapitel kommt. Außerdem wird ab jetzt auch Bellamy mehr in den Vordergrund rücken.
Ich habe den Trailer zur neuen Staffel oben hinzugefügt. :)

Ich saß im Drop ship und versuchte einen Plan zu erstellen,als Jasper rein kam.
Er sah mich nur enttäscuht an und wollte weitergehen.
,,Glaubst du,ich will etwa nicht nach ihnen suchen?!" fuhr ich ihn an
,,Wenn du da draußen wärst, würden sich Clarke, Finn und Monti hier drin verstecken?"
,,Nein",gab ich zu. Vor allem nicht Clarke.
,,Sie würden nach mir suchen und dann wären sie auch tot. Ich versuche das zu tun,was für die Gruppe am besten ist."
,,Witzig als Oktavia weg war,hast du nicht so gedacht."
Ich durfte nicht zeigen, wie sehr ich zweifelte. Normalerweise wäre ich der erste, der aufbrechen und sie suchen würde. Aber ich hatte die Verantwortung für all die da draußen und ich durfte mich nicht von meinen Gefühlen lenken lassen. Aber die Wahrheit war, dass es mich noch fertig machen wird, nicht zu wissen wie es ihnen ging. Wie es Clarke ging.
Ich war die ganze Zeit mit meinen Gedanken bei ihr und das lenkte mich zu sehr ab.
Ich hatte überlegt, mich rauszuschleichen, damit die anderen nicht auf die Idee kamen, mir zu folgen , weil sie hier gebraucht wurden.
Aber ich wusste nicht, was das richtige war.
Mein Kopf und mein Herz rieten mir komplett unterschiedliche Dinge.

Der Neuanfang - The 100 (Bellarke) FFGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt