Bellamy:
Ich trat nach Clarke aus dem Zelt. Zuerst konnte ich nicht erkennen, was passiert war, aber Clarke hatte die Situation schon längst erfasst und deshalb rannte ich ihr zum Tor hinterher. Erst als ich da war, sah ich Raven, wie sie am Tor lehnte und sich kaum noch auf den Beinen halten konnte.
,,Murphey hat auf sie geschossen",klärte Jasper uns auf, der versuchte sie zu stützen.
,,Ins Dropship mit ihr",befahl Clarke. Sie wollte hinterher,ich hielt sie aber auf.
,,Uns bleibt nicht mehr viel Zeit."
,,Das weiß ich."
Ich sah ihr nach und versuchte einen klaren Gedanken zu fassen, ohne dass sie mich beeinflusste.
Oktavia kam zu mir und erkundigte sich nach meiner Verletzung. Ich sagte ihr, dass alles okay war, aber sie glaubte mir nicht, dass konnte ich ihr ansehen, trotzdem sprach sie es nicht aus.
,,O, was hälst du davon von hier wegzugehen? Das könnte unser sicherer Tod sein."
Sie packte mich an den Schultern und zwang mich dazu, sie anzusehen.
,,Ich vertraue Lincoln und wenn er sagt, unsere beste Chance zu überleben bestünde darin, von hier zu verschwinden, dann bin ich bereit dazu. Aber wieso du nicht?"
,,Weil es Selbstmord ist!"
Ich befreite mich aus ihrem Griff, während sie nur frustriert den Kopf schüttelte.
,,Dir fällt es so schwer zu vertrauen, großer Bruder. Immer willst du alles unter Kontrolle haben, aber oft liegt es nicht in unserer Hand. Dann entscheiden andere für uns, ob uns dann nun gefällt oder nicht."
,,Ich kann sehr wohl vertrauen." Ich war empört. ,,Ich vertraue schließlich dir."
,,Und Clarke",fügte sie hinzu, was ich aber unkommentiert ließ.
,,Und wenn du mir wirklich vertraust, dann tu es auch dieses mal in dieser Sache. "
Ich wandte mich zum Gehen, als sie mich aber am Arm festhielt. Ich wandte mich ihr aber nicht noch mal zu.
,,Eins noch. Auch wenn ich Lincoln vertraue, sehe auch ich die Risiken, ich bin ja nicht dumm und ein Kampf ist möglicherweise unausweichlich, also sprich mit Clarke. Am besten noch bevor wir aufbrechen. Erzähl ihr, was du für sie fühlst, bevor es zu spät ist." Ich ging ohne was dazu zu sagen.
Clarke:
Ich war dabei Ravens Wunde auszubrennen.
,,Das sollte die äußeren Blutungen stoppen", erklärte ich. Aber ich sah schwarz.
,,Wir hätten das vorhersehen müssen", sprach Finn.
,,Murphey war von Anfang an eine merkwürdige Person, erst recht, nachdem wir ihn fast hingerichtet hätten. Er ist eine sehr nachtragende und rachsüchtige Person, das hätten wir wirklich kommen sehen müssen."
,,Unsere Gedanken kreisten nur um die Grounder, da sie die größere und unmittelbare Gefahr darstellten", versuchte ich seine Schulsgefühle zu mildern.
,,Was machen wir jetzt mit Murphey?", fragte Raven.
Ich wusste es wirklich nicht.
,,Es gibt momentan wichtigeres als Murphey."
,,Genau. Murphey ist weg. Wahrscheinlich nicht für immer, aber jetzt sind die Grounder auf dem Weg. Darum müssen wir uns kümmern", pflichtete Bellamy mir bei.
,,Und Monty?", meldete sich Jasper zu Wort. Ich sah seine Trauer, die mich mit solchen Schuldgefühlen plagte, dass ich mich abwenden musste.
Ich konnte die Worte nicht aussprechen, die jeder hier im Raum dachte, um so erleichterter war ich, als es Bellamy tat.
,,Sobald wir diese Sache ausgestanden haben, werden wir ihn suchen gehen. Aber jetzt wäre das eine reine Selbstmordaktion."
Ich hätte gedacht, dass Jasper das nicht akzeptieren würde, aber komischerweise blieb er stumm.
Finn ging zu ihm und klopfte ihm auf den Rücken.
,,Wir werden ihn nicht aufgeben", versprach er. Das selbe schwor ich mir selber auch.
,,Jedenfalls hatten wir noch mal Glück", wechselte Raven das Thema.
,,Hätte Murphey den Treibstofftank erwischt, hätten wir den Groundern einen Kampf erspart."
Ich konnte meinen Ohren nicht trauen.
,,Da ist Raketentreibstoff? Genug für eine Bombe?" Das war das was wir brauchten. ,,Wenn wir Schießpulver hätten könnten wir mehr Bomben bauen als wir bräuchten, aber ich wüsste nicht wo wir das herbekommen sollten."
Natürlich gab es einen Harken.
,,Gehen wir doch zu diesen Reepern. Vielleicht helfen sie uns",schlug Bellamy vor.
,,Der Feind meines Feindes usw."
,,Nicht dieser Feind",erstickte ich diese Idee im Keim,die ich unter anderen Umständen zugestimmt hätte, aber der Anblick dieser Menschen, die dem Tode nah waren, spuckte immer noch in meinem Kopf.
,,Wir haben sie gesehen. Glaub mir,dass ist keine Option."
,,Wir haben keine Zeit dafür. Kann sie laufen?",fagte mich Finn.
,,Nein,wir müssen sie tragen."
Das gefiel der unabhängigen Raven aber gar nicht.
,,Hör mir zu Raven. In deinem Körper steckt eine Kugel. Wenn du wie durch ein Wunder keine inneren Blutungen hast,schaffst du es vielleicht bis wir in Sicherheit sind,aber du wirst auf keinen fall laufen,klar?"
Sie nickte.
Finn bot an eine Trage zu holen.
,,Kannst wohl nicht schnell genug weglaufen, wie tapfer.", spottete Bellamy, der immer noch nicht mit unserem Vorhaben einverstanden war.
,,In einer aussichtslosen Schlacht sterben ist nicht tapfer sondern dumm",erwiderte Finn.
,,So spricht jeder Feigling,der vor einer Schlacht wegläuft."
,,Das reicht",ging ich dazwichen. ,,Wir müssen los."
Bellmy betachte mich mit einem Blick der mir das Blut in den Adern gefrieren ließ. Er hatte wohl immer noch gedacht, ich würde mich auf seine seite stellen, aber ich tat das, was ich für Richtig hielt, genau wie er.
,,Und wenn sie uns folgen?", versuchte er es wieder.
,,Hier sind wir von Wald umgeben. Der Ozean ist sehr weit entfernt und irgendwann werden wir auf offens Gelände gelangen, wo wir schutzlos sind."
,,Aber im Wald können sich auch die Grounder verstecken."
,,Das ist Zeitverschwendung. Wenn er hier warten will,kann er das." Finn stapfte davon. Ich konnte aus seiner Stimme heraushören, dass er sich wünschte, dass Bellamy genau das machen würde, aber das würde ich nicht zulassen.
,,Nein,kann er nicht",rief ich Finn noch hinterher.
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Der Neuanfang - The 100 (Bellarke) FF
FanfictionVor 97 Jahren hat eine nukleare Katastrophe alles Leben auf der Erde vernichtet und den Planeten strahlend verseucht hinterlassen. Drei Generation lang hat die Ark die letzten Menschen am Leben erhalten. Aber jetzt stirbt die Ark und 100 Jugendlich...
