Kapitel 25

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Die Sonne schien auf mein Gesicht.
Ich wollte die Augen nicht öffnen. Ich wollte sie am liebsten für immer geschlossen lassen und wieder in die süße Vergessenheit des Schlafes versinken.
Aber irgendwann blinzelte ich und öffnete die Augen und sah in den Himmel.
Den wolkenlosen strahlenden Himmel. Ich hatte ihn noch nie so gesehen oder es war mir bisher noch nie so aufgefallen.

,,Du hast lange geschlafen,Prinzessin."
Ich drehte mich zur Seite und sah ihn neben mir liegen und mich anstarren. Ich konnte meinen Augen nicht trauen.
,,Oh mein Gott. Das kann nicht sein. Du bist doch tot!"
,,Ach bin ich das?" Er hob amüsiert eine Augenbraue und lächelte sein typisches Lächeln, das mich zum schmelzen brachte. Ich hatte schon befürchtet es nie wieder zu sehen.
Ich fiel ihm um den Hals,aber es fühlte sich anders an.
,,Das hier ist nicht real,stimmts?", fragte ich betrübt.
,,Nein,Prinzessin,dass ist nur wieder ein Traum."
Er strich mir übers Haar.
Es fühlte sich so gut an in seinen Armen zu liegen,auch wenn es nicht echt war.
Ich wünschte mir so sehr er wäre nicht tot und ich hätte noch eine Chance. Wir hätten noch eine Chance.
Wieso war ich nur so blind gewesen und war mir nicht früher über meine Gefühle im Klaren gewesen? Vielleicht wäre dann alles anders gekommen. Und selbst wenn nicht, hätten wir wenigstens eine tolle gemeinsame Zeit miteinander verbringen können. Aber hatten wir das nicht dennoch?
,,Bellamy?"
Ich hob den Kopf. Uns trennten nur wenige Zentimeter.
,,Ja?"
,,Bist du wirklich tot?"
,,Das kann ich dir nicht sagen,das musst du selbst herausfinden. Aber selbst wenn es so wäre, würde ich doch auf ewig in deinem Herzen weiterleben."

Um seinen Worten nachdruck zu verleihen, legte er ganz sachte eine Hand über mein Herz, das bei seiner Berührung anfing schneller zu schlagen.
,,Das ist aber nicht genug!", entfuhr es mir, was ihn zum Schmunzeln brachte.
,,Ich brauche dich. Ich weiß nicht,wie ich ohne dich weitermachen kann. Ich kann nicht mehr. Wir haben so viel geopfert für gar nichts. Für einen sinnlosen Krieg,den wir dummerweise dachten gewachsen zu sein."
,,Aber du hast die anderen gerettet,Clarke. Wir haben gewonnen."

Ich konnte die Tränen nicht länger zurückhalten, weshalb er mich wieder in seine Arme nahm. Ich klammerte mich an ihm fest, als wäre ich eine Ertrinkende und er mein Rettungsring, was irgendwie auch zutraf. Bellamy war mein Rettungsring. Ohne ihn würde ich untergehen.
,,Was ist ein Sieg schon wert,wenn wir dafür so viel bezahlen mussten?"
Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu weinen. Bellamy wischte die Tränen weg und gab mir einen Kuss auf die Stirn.
,,Du bist die stärkste Person,die ich je getroffen habe. Du meisterst jede Hürde und du bist eine Überlebenskünstlerin. Du wirst auch das überstehen", versichterte er mir.
Er klang so sicher, aber ich wusste es besser.

,,Nicht ohne dich." Ich befreite mich aus seinem Griff, setzte mich aufrecht hin, um ihm in die Augen sehen zu können. Ich nahm seine Hände.
,,Ich wünschte, wir hätten die Zeit, die wir hatten, besser genutzt."
,,Aber wir hatten doch auch viele gute Momente miteinander, vergiss das nicht, Prinzessin", widersprach er.
,,Denk zurück. Daran wie wir den Rakten zugesehen haben und das Gespräch, das wir danach geführt haben, die Nacht am See oder an dem Abend wo du mir gefolgt warst und ich bei dir geschlafen habe, mal ganz unter uns, das war mein Favorit." Er zwinckerte mir zu, was mich zum Lachen brachte.

Ich fing an in Erinnerungen zu schwelgen.
An unser erstes Aufeinandertreffen, die vielen Male, wo er mich gerettet hat, die Momente trauter zweisamkeit, als er mir sagte, er würde mich wählen an Finns stelle, die vielen male, wo er mich zum lachen gebracht hat, mir zur Seite gestanden hat oder mir nur zugehört hat, unser letztes Gespräch, die letzten Worte, die ich zu ihm gesagt habe. Ich hatte ihn gebeten vorsichitg zu sein und jetzt... jetzt war. ..
Unser letzter Blickkontakt. Der Moment, als ich verstand, was ich für ihn fühlte, als es schon zu spät war.
Ich konnte noch nicht los lassen. Würde es nie können.

Der Neuanfang - The 100 (Bellarke) FFGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt