Kapitel 2

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Ich Laufe durch den Regen und schaue auf mein Handy, Mark schreibt mir um bescheid zu sagen, dass es etwa eine Stunde dauern wird bis er da ist. Ich werde eine Weile bei ihm unterkommen bis ich arbeiten und mir eine kleine Wohnung leisten kann. Ich gebe mir keine Mühe ihm zurück zu schreiben und genieße statt dessen die frische Luft, doch erinnere ich mich immer wieder daran, was der wichtigste Grund dafür war, dass ich es kaum abwarten konnte aus dem scheiß drecksloch raus zu kommen.Der Regen wird immer stärker und ich fange an immer schneller zu rennen, ich stampfe durch Pfützen und höre nicht auf zu rennen bis ich an Marks haus ankomme und kein Licht sehe. Ich raste aus und schlage meine Faust gegen die Steinwand, wordurch kleine Wunden an meinen Knöcheln entstehen.
"Bulacagim seni!"(Ich werde dich finden) schreie ich und wühle mir durch meine nassen Haare.Ich lehne mich an die Hauswand und lasse mich langsam zu Boden sinken, wärend ich mich umsehe und mir weiter durch meine nasses Haare streife. Ich entecke ein Mädchen am Fenster gegenüber, welche mit schockiertem Blick und ihrer Hand vor dem Mund zu mir rüberschaut.Ich verdrehe die augen und gucke weg. Ich werfe einen letzen Blick zu ihr nach oben und sie verschwindet hinter ihren rosanen Gardienen.Geht doch.Ich hebe einen kleinen Stein auf, der neben mir liegt und werfe ihn auf die Straße.Doch dann öffnet sich das Fenster, aus dem ich die ganze zeit angestarrt wurde. Sie taucht in einem dunklen Pullover und großer Brille auf und versucht ihre haare aus ihrem gesicht zu bekommen, die Anscheinend nicht da bleiben wo sie hingehören.Das Licht in ihrem Zimmer ermöglicht mir einigermaßen etwas zu erkennen.
Welcher Vollpfosten kommt auf die Idee die Straßen hier so schmal zu machen, sodass ich mir jetzt das Gelabere von diesem Mädchen anhören muss und außerdem wie wollen hier zwei Autos nebeneinander fahren? Ich schaue mich um und entdecke ein Schild mit der Beschriftung "Einbahnstraße" okay jetzt verstehe ich.
"Hallo, ist da drüben alles okay?" Fragt mich das Mädchen, die mich die ganze Zeit so anschaut, als hätte sie noch nie in ihrem leben ein männliches Wesen gesehen.Ich ignoriere sie und schaue in eine andere Richtung.
"Wer bist du, was machst du da ?" Fragt sie mich erneut.
"Interessiert dich einen scheiß dreck!" Gebe ich zornig zurück. "Bist du etwa ein Einbrecher? Ich kann direkt die Polizei rufen und den Hausbesitzer auch!" Schreit sie.
"Ja.Ich bin ein Einbrecher, ich warte auf meinen komplizen, der gerade das ganze Geld einpackt, um ihm bescheid geben zu können WENN MARK ENDLICH KOMMT UM MIR DIE GOTTVERDAMMTE TÜR AUF ZU MACHEN !" Schreie ich sie an.
"Achso tut mir leid.Ehm..deine hand, geht es noch?"
Fragte sie nun etwas lauter
"Hammer. Jetzt tust du auch noch auf Krankenschwester? Geh doch einfach rein!" Schreie ich nun wütend. Wenn sie noch einen einzigen Laut von sich gibt..
"Sorry hätte nicht wissen können was für ein Arsch du bist und habe mir Sorgen gemacht." Schreit sie zickig.
So jetzt reichts.Ich stehe auf und laufe wütend in ihre Richtung "Machst du dir immer Sorgen um fremde Typen? Halt einfach deine Fresse! Wirst du das von alleine, oder muss ich dafür sorgen?" Ich schaue sie mit wütenden Blicken an obwohl sie meine Gesichtsausdrücke vielleicht garnicht erkennen kann und sie sagt nur
"Ach komm, viel Spaß noch beim warten hoffendlich wirst du krank Idiot!" Sie macht ihr Fenster zu und verschwindet endlich.
Nach ca 20 Minuten kommt Mark und macht die Tür auf wärend er mich angrinst und mich mit Fragen beschüttet.Ich grinse zurück und stelle meine Tasche ab. Ich hole mir Anziehsachen und ein Handtuch aus meiner Tasche und laufe richtung Badezimmer. Als ich wieder ins Wohnzimmer laufe öffnet Mark zwei Pizzaboxen. "Thunfisch war es doch oder?" Fragt er mich ich nicke und setze mich ihm gegenüber nach dem wir gegessen und geredet haben sehe ich auf die Uhr, 23:57 Uhr
"Ich werde mich jetzt hinlegen, wenn was sein sollte ich bin im Zimmer am ende des Flurs" sagt er und  deutet auf sein Zimmer. Zum Glück ist seine Couch bequem, denn auf der werde ich meine nächsten Nächte verbringen. Ich schaue ein letzes mal auf mein Handy und lege es unter meinen Kissen. Morgen ist ein großer Tag.Ich werde nicht länger auf mich warten lassen.ICH WERDE DICH FINDEN.

Herz aus StahlWo Geschichten leben. Entdecke jetzt