Teil 25

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„Also Leute, wir werden da raus gehen, spielen..."

„uns den Arsch abfrieren..."

„uns alle erkälten..."

„den Raben zwar in den Arsch treten, aber darauf wahrscheinlich mit den Gesichtern im Schnee liegen..."

„und gewinnen",beendete Will seinen Satz, der von James, mir und Simon gestört worden war. Jetzt ließ er den Blick über unser Team schweifen. „Und keine Fouls oder andere Tricks. Verstanden?"

Wir nickten alle mehr oder weniger.

„Gut, dann gehen wir jetzt da raus und gewinnen",rief er noch motiviert, was keiner von uns erwiderte.

Denn wir alle hatten wirklich keine Lust raus auf den reifbedeckten Rasen zu gehen. Es war eiskalt, schließlich war es auch erst neun Uhr, an einem Sonntag im Januar. Wir alle hatten uns zwar so dick wie möglich angezogen und trotzdem war es noch zu kalt.

Unsere und die Besen der Ravenclaws stiegen in die Luft und das Spiel begann.

Und wisst ihr was das schlimmste daran ist, im Winter Quidditch zu spielen? Einem war kalt, aber gleichzeitig schwitzten wir. So ging es vor allem uns Jägern. Es war schwierig die anderen zu sehen, da die kalte Luft in den Augen brannte, außerdem spürte man seine Finger kaum und konnte sich nie sicher sein, ob man nun auch den Ball fing-

Unser Sucher machte sich zwar alle Mühe, um das Spiel möglichst bald zu beenden, aber es zog sich.

Wir machten Punkte, die anderen machten Punkte. Jeder ließ mindestens zehn mal den Ball fallen und dann streckte endlich unser Sucher den Arm in die Luft und in seiner Faust befand sich der Schnatz.

Erleichtert und sehr glücklich kamen wir auf dem Boden auf und wurden erst Mal von einer jubelnden Menge Gryffindors in Empfang genommen. Jeder wollte uns auf die Schulter klopfen, die Hand schütteln oder nur etwas schreien wie „Löwen für den Cup". Ich grinste die ganze Zeit und versuchte trotzdem irgendwie meine Freunde zu finden.

Tia, Lily, Tonks und Olive standen etwas abseits und warteten auf mich. Sie alle sprachen mir ihr Lob aus und erzählten dann, dass wir den Sieg im Gemeinschaftsraum feiern würden.

„Naja, wir sehen uns dann Morgen. Ich muss dann mal zu meinen Leuten, sonst stehe ich noch als Verräterin da. Gut gespielt Rubin",sagte Olive noch und haute dann ab.

Ich redete noch ein bisschen mit den anderen, ging dann aber dazu über, Will von weitem anzustarren. Wie er sich mit seinen Freunden unterhielt, dabei lässig auf seinem Besen lehnte und sich seine blonden, schon wieder viel zu langen, Haare aus dem Gesicht strich.

„Rubin!" Ich erwachte aus meiner Starre. „Wir wollen endlich hoch zum Schloss",kicherte Lily, mit einem wissenden Glitzern in ihren Augen. Sie schnappte einfach meine Hand und zog mich weg.

„Kann es sein, dass du verknallt bist",fragte jetzt auch Tia und Tonks grinste.

Mein von der Kälte gerötetes Gesicht errötete wohl noch ein wenig mehr, dem Kichern der anderen nach zu Urteilen jedenfalls.

Als sie dann loslachten, musste ich auch lachen, es war einfach zu witzig, wenn ich daran dachte.

Ich und William McDougal?

Niemals.


Der Blutwolf (Rumtreiber Ff)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt