Am nächsten Morgen wurde ich von meiner Mutter geweckt.
„Rubin, Schatz, unsere Gäste kommen gleich, mach dich bitte Fertig und such dann Cleopatra. Du weißt doch deine Cousine hat eine Tierhaarallergie."
Sie verließ den Raum wieder und stöhnend richtete ich mich auf. Ich hasste es früh auszustehen.
Cleopatra gefiel es gar nicht, den ganzen Tag in meinem Zimmer bleiben zu müssen, aber sie ließ sich besänftigen, als ich sie ein wenig streichelte und damit sicherte, dass sich Katzenhaare an meinen Ärmeln befanden.
In meinem roten Rock, dem schwarzen Shirt und den flachen schwarzen Schuhen, ging ich nach unten. „Denkst du nicht dir wird etwas kalt sein?",fragt mich James, der vergeblich versucht, seine Krawatte zu binden. Ich nehme ihm die Enden aus den Händen und binde sie ihm. „Hast du heute noch vor eine Schneewanderung zu machen oder was?"
Ich hörte hinter mir ein Ploppen und drehte mich um. Vor mir stand meine Großcousine Kim. Ich umarmte sie. „Ich hab dich auch vermisst." Sie umarmte auch James. „Mein Dad müsste gleich kommen, er hat die Koffer."
Jemand tauchte auf und stolperte ein paar Schritte. Es war mein Großonkel Alexander, er hielt zwei Koffer in den Händen.
Als nächstes kamen meine Großtante Maggy und ihr Mann Tom.
Die Letzten, die kamen, waren mein Onkel Paul, meine Tante Debby – die Schwester meines Vaters und ihre Tochter Lisa. Lisa war so alt wie ich, hatte blonde Haare, eine breite Zahnlücke und war so hinterlistig und frech, dass ich froh war, dass sie nach Beauxbaton gegangen war und nicht nach Hogwarts, wo sie sowieso nach Slytherin gekommen wäre.
Und das waren wir, die Familie Potter- Phönix. Eine – bis auf drei Ausnahmen – nette und witzige Familie.
Zusammen setzten wir uns ins Esszimmer. Dort standen schon Tee, Kuchen und Scones. Und ich liebte Scones. Während wir dort saßen. James links von mir und Kim rechts von mir, nieste Lisa durchgehend. Sogar ihre Augen waren rot umrandet. Ich musste schon fast kichern, hätte ich nicht die ganze Zeit Scones in mich reingestopft.
„Irgendwann platzt du noch",murmelte James. Ich grinste ihn an und er musste lachen.
„Vielleicht verwandelst du dich auch in einen riesigen Scone",schlug Kim vor.
„Oder du wirst fett. Scones haben nämlich sehr viele ungesättigte Fettsäuren." Ich schaute zu Lisa, verschränkte die Arme und erwähnte dann spitz:"Wenn man noch etwas anderes macht außer herumsitzen und griesgrämig sein, wird man nicht dick." Darauf wusste sie nichts zu erwidern.
Nach einer Weile schlug endlich Alexander vor, dass wir Kinder doch vielleicht gehen könnten, was James, Kim und mich dazu veranlasste aufzuspringen und nach oben zu gehen. Auch wenn Kim schon siebzehn war, machte es mehr Spaß mit ihr, als mit Lisa Zeit zu verbringen, da sie ziemlich cool war.
Wir ließen uns in James Zimmer auf den Teppich fallen.
„Wollte Lisa eigentlich andeuten, dass du langsam fett ansetzt?"
Ich lachte. „Vielleicht hat sie hinter mir ihr Spiegelbild gesehen." Die anderen beiden lachten jetzt auch.
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Der Blutwolf (Rumtreiber Ff)
FanfictionDer Blutwolf, er ist eine eigene Art der Animagi... Das gilt auch für Rubin, sie ist ein Blutwolf und eine Hexe. Rubin Potter ein elfjähriges Mädchen aus England, welches zu ihrem ersten Jahr nach Hogwarts geht und anfängt dort alles nach und nach...
