Kapitel 10

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Die Zeit verging, Wochen verrannen und er machte seine Ankündigung sich um uns zu kümmern wahr.

Die ersten Wochen nach dem Gespräch durfte ich nicht aus dem Haus. Oliver kochte für mich, putzte die Wohnung, umsorgte mich. Jeden Tag zeigte er mir auf eine andere Art und weise wie wichtig ich ihm war. Mal brachte er sein Lieblingsbuch mit, damit ich es lesen konnte. Mal suchte er sich Rezepte aus dem Internet hinaus, damit er mein Lieblingsessen kochen konnte.

Wenn er arbeiten musste, kümmerte er sich darum, dass ich nie alleine war. Sasha und Quinn kümmerten sich abwechselnd um mich. Auch Holly und Irene schauten ab und an vorbei. Und so fand ich schnell Freunde hier. Sie alle waren so liebenswert und jede hatten eigene Geschichten zu erzählen. Es wurde nie langweilig.

Als ich dann zu arbeiten begann, brachte mich Oliver jeden Tag zur Arbeit und holte mich wieder ab. Danach gingen wir fast täglich ins Stammes Haus. Ich mochte die Atmosphäre dort. Alle gemeinsam schienen mehr wie eine Familie und als Olivers Gefährte war ich ein Teil davon.

Die Vorfreude auf mein Baby war riesig, bei jedem Rudelmitglied. Es wurden Wetten abgeschlossen ob es ein Mädchen oder ein Junge wird. Babynamen wurden durchbesprochen. Dabei kamen die verrücktesten Namen zur Sprache. Eines Tagen überraschten mich Quinn und Quill sogar mit einem selbst geschnitzten Baby Bettchen.

Doch die größte Unterstützung fand ich in Oliver. Er mein Fels in der Brandung. Ging mit mir zu jedem Termin beim Frauenarzt. Kaufte mit mir Babysachen, Cremte mir den Bauch ein. Als ich ihn sagte, das er den ersten Vornamen des Babys aussuchen dürfte, sprang er fast vor Freude in die Luft.

Aber auch außerhalb des ganzen Baby Dings lief unsere Beziehung mit jedem Tag besser ab. Wir unternahmen vieles gemeinsam und liebten die kleinen Abenteuer genauso wie die ruhigen Abenden bei denen wir Abends auf der Couch saßen und lasen. Meine Lieblingsbeschäftigung mit ihm war aber, wenn er sich als Wolf verwandelte und mit mir den Wald erkundete. Dabei konnte ich mich ganz fest an ihn klammern, sein weiches Fell streicheln. Das war sogar besser als das Motorrad Fahren. Ich fühlte mich frei wie ein Vogel und doch so sicher .

Mein Bauch wurde runder und voller, und in gleichen Schritten liebte ich Oliver immer mehr.

Eines Abends holte mich Quinn von der Arbeit ab und erzählte mir, dass Oliver länger arbeiten musste. "Wollen wir uns einen Mädels Abend machen? Ein bisschen Tanzen gehen?" "Das wäre toll." Also gingen wir zu der Bar in der Holly arbeitete und tratschten ein wenig. Danach überredeten mich die beiden noch mitzukommen ins Stammeshaus.

Wir fuhren zum Stammeshaus, doch Holly erklärte während der Fahrt, dass sie ihre Schlüssel vergessen hatte. Also ging ich alleine hinein und die beiden fuhren noch einmal zurück zur Bar.

Als ich hineinging, war das Licht aus, und ich überlegte schon, alleine nachhause zu gehen, doch dann dachte ich mir: Oliver würde sich bestimmt darüber aufregen.

Also ging ich hinein und machte das Licht an. Was mich erwartete, war nicht in Wörtern zu beschreiben. Meine Gefühle fuhren Achterbahn. Oliver stand inmitten des Raumes, mit einem Strauß Rosen im Arm, umgeben von Kerzen. Wow, er hatte sich echt Mühe gemacht. Ich lief ihn in die Arme, sosehr freute ich mich ihn zu sehen. Er küsste mein ganzes Gesicht, auch er hatte mich vermisst.

Doch dann schob er mich ein wenig von sich, und holte einen Zettel heraus und begann vor zu lesen:" Entschuldigung, dass ich das jetzt vorlesen muss, aber ich würde vermutlich keinen richtigen Satz herausbringen." Er sah mich entschuldigend an."Belle, an dem Tag an dem du in mein Leben getreten bist, hatte ich mich noch Minuten zuvor über Theo lustig gemacht."

Ich begann zu kichern, ich kannte die Geschichte bereits von Sasha." Doch als ich dich zum ersten Mal sah, wurde mir bewusst wie unrecht ich hatte. Wenn Theo bei Sasha das fühlt, was ich fühle wenn ich dich ansehe, dann kann ich es nachvollziehen, dass er Sasha so anhimmelt. Vermutlich tue ich das selbe bei dir. Trotz meiner Prägung, die viele Gefühle auslöst, habe ich mich noch zusätzlich in dich verliebt. Dein Lächeln, deine Art dich an mich zu klammern. Die Art wie du lachst wenn ich Schauspieler imitiere. Den Blick wenn du ein Buch ließt. Der Blick wenn du ein Bild des Babys siehst. Einfach bezaubernd. Auch wenn ich nicht die Gelegenheit hatte, dieses Baby zu zeugen, ist es unser Baby. Weil es der erste Spross unserer Familie ist. Weil ich es schon jetzt liebe. Genauso wie ich dich liebe."

Er hielt kurz inne. Öffnete den Mund, schloss ihn wieder. Ließ den Zettel fallen. Griff in seine Hosentasche und zog ein Etui heraus.

Und dann ging er vor mir auf die Knie und sah mich an, als wäre ich seine Sonne." Belle Elisabeth Thomson, du bist die Liebe meines Lebens. Meine Erdanziehung, meine ganze Welt. Würdest du mir die große Ehre erweisen meine Frau zu werden?" Zeitgleich öffnete er das Etui, doch der Ring hatte nachrang. "Ja, Oliver. Es wäre mir eine Ehre." Flüsterte ich mit nassen Augen. Ich spürte wie mir Tränen der Freude hinunterliefen als ich ihn küsste, doch das war nicht wichtig. Wichtig war nun nur er und ich. Und das wir, dass wir mit der Hochzeit beginnen würden.

"Dir ist schon bewusste, dass ich dich am liebsten sofort heiraten würde?"fragte Oli. "Mir geht es genauso." Erwiderte ich zwischen den küssen. "Ich liebe dich Oliver." waren die letzten Worte an die ich mich erinnern konnte. Der restliche Abend verblendete in eine Blase der unendlichen Liebe.

Schrei des Wolfes: Das GeständnisGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt