Also suchte ich im gesamten Bundesstaat nach möglichen Wohnungen. Nach einer Woche suchte fiel mir besonders eine zwei Zimmer Wohnung mit Garten auf. Die Kaution betrug nur 1000 Euro, die Miete nur 250 pro Monat warm. Also sehr günstig. Zusätzlich war es eine Gemeinde mitten in den Rockys, also war dort ebenso viel Natur und Wald. Eine schöne Umgebung um ein Kind großzuziehen. Ich begann meine Sachen zu packen, nach und nach brachte ich all meine Wertgegenstände in Kisten in meinen Caddy. Außerdem begann ich Babysachen in Second-Hand Shops zu kaufen. Plan-B war fast erfüllt.Ich musste nur noch meinen Eltern beichten, dass ich schwanger war.
Also wartete ich noch eine Woche ab, bis ich alles erledigt hatte und alles sicher war, hob das Gehalt von meinen Konto ab, immerhin 780 Euro, machte mir ein neues Konto, ohne dass meine Eltern Zugriff darauf hätten, kaufte mir eine Wertkarte für mein Handy mit neuer Nummer, tankte mein Auto voll, kaufte mir Proviant für die Fahrt und haufenweise Dosen-Gemüse und lang haltbare Lebensmittel, dichte Winterkleidung und Schneeketten.
Dann war der Tag gekommen. Der Tag an dem ich rausgeworfen werden würde. Als meine Eltern von der Arbeit nachhause kamen, ging ich ohne Eile in mein Zimmer um das Ultraschall-Bild zu holen. Dann ging ich zu Ihnen um erklärte, dass ich mit Ihnen reden müsste. "Ich bin schwanger", war der Satz der meinen Eltern an den Rande eines Herzinfarkts geführt hat. Die Reaktion war nicht so schlimm wie ich gedacht habe, aber ich habe Ihnen ja noch nicht das schlimmste gesagt. Natürlich wurden mein Vater wütend, doch meine Mutter versuchte ihn zu beruhigen, Belle könne ja den Vater schnell heiraten. Diesen Zahn musste ich ihnen schnell ziehen:" Ich kenne den Vater nicht, nichteinmal den Vornamen." Da wurde auch meine Mutter leichenblass. Mein Vater drängte sofort auf eine Abtreibung. Meine Mutter war schockiert, doch ich wusste, früher oder später würde sie zu ihm halten. Also musste ich auch diesen Zahn reißen: " Ich werde mein Kind weder töten noch weggeben. Es bleibt bei mir!" Also stellte mir mein Vater das erwartete Ultimatum: Entweder ich treibe ab, oder ich stehe samt Baby im Bauch ohne Dach über dem Kopf da. Ich nickte nur kurz, ging in mein Zimmer und nahm meinen Koffer. Zog Jacke und Winterstiefel an und ging zur Türe. Als ich durchs Wohnzimmer ging, sitze meine Mutter weinend auf dem Sofa und mein Vater schien schockiert, dass ich ohne jeglichem Streit ging. Ich ging ohne Streit, da zu viel Stress nicht gut für mein Baby war, und ich gut vorbereitet war. Es schien, als wäre mein Vater hin und hergerissen ob er mich wirklich raushauen würde, doch ich nahm ihm die Entscheidung ab, indem ich meiner Mutter einen Kuss auf die Wange drückte und dann ohne jeglichen Abschied meine Handtasche und meinen Koffer nahm und einfach ging. Wieder war ich stolz auf mich, dass ich nichteinmal geweint habe. Was soll ich sagen, gute Vorbereitung ist alles. Also setzte ich mich ans Steuer meines Caddys und fuhr davon. Kurz vor dem High-Way rief ich Sasha, die Vormieterin an und sagte ihr, dass ich noch heute einziehen müsse. Sie sagte, dass ich in drei Stunden kommen könnte. Drei Stunden brauchte ich ohnehin für die Fahrt, also stimmte ich zu und bedankte ich mich nocheinmal bei ihr.
Mit gemischten Gefühlen, einerseits Traurigkeit und Sorgen und andererseits Freude auf die neugewonnene Freiheit fuhr ich auf den Highway auf, ließ die Stadt hinter mir und schaute nicht zurück.
Nach zweieinhalb Stunden war ich nun angekommen in Glenwood-Springs, es war schon stockfinster, erreicht ich auch meine neue Adresse. Hier musste ich mir definitiv keine Sorgen wegen der Sicherheit sein. Glenwood war eine typische Kleinstadt, umgeben von Bergen und Wald.
Vor der Wohnung stand auch schon eine Frau und ein Mann. Beide muskulös und großgewachsen. Ich ging auf sie zu, und fragte die Frau ob sie Sasha sei, was sie bejahte. Sofort fiel mir auf, dass beide sehr jung aussahen, 18 Jahre, vielleicht auch 19. Der Mann, welcher sich als Theodore herausstellte, redete kaum und sah mich stets mit wachsamen Blick an. Nur wenn er Sasha ansah wurde sein Blick sehr weich. Liebevoll. Es sah so aus als wäre sie sein größter Schatz.
Sasha ging mit mir hinein und erklärte mir die Wohnung:"Sie ist nicht besonders groß, aber da sie im Erdgeschoss ist, hast du einen kleinen Garten. Du hast zwei Zimmern, eine kleine Wohn-Küche, ein Bad mit Dusche, Klo separat. Ein Bett, ein Sofa und die Küchen ist schon drinnen, aber nicht besonders viele Möbel. Du kannst heute schon einziehen wenn du willst. Ich kann dir auch gerne die Stadt ein wenig zeigen."
Ich nickte nur ein wenig hilflos, und erklärte ihr, dass ich schon die Kaution und die Miete für ein halbes Jahr da habe. Also überreichte ich ihr das Geld, las kurz den Mietvertrag und unterschrieb ihn dann. Sasha überreichte mir den Schlüssel und fragte ob ich Hilfe brauche beim Kisten hineintragen. Dankbar nickte ich und wir gingen zum Auto um meine Sachen zu holen. Zu dritt waren wir schon nach einer halben Stunde fertig, und ich war ihnen so dankbar, das sie mir geholfen haben, dass ich sie kurzerhand zum Essen für Sonntag einlud. Sie gab mir ihre Handynummer und verabschiedete sich dann auch bald, und ich blieb in der Wohnung zurück. Erschöpft, aber glücklich.
Ich machte mir noch kurz ein Sandwich und begann mein Bett zu überziehen, ging Duschen und machte mir einen Plan für den nächsten Tag. Ausräumen, Lebensmittel einkaufen, Besteck und Geschirr kaufen, Putzmittel kaufen, alles durch putzen, Fernseher anschließen, nach einem Job suchen, restliches Geld auf neues Konto anlegen, zur Gemeinde geben und Meldezettel ausfüllen. Also hatte ich einiges vor weshalb ich auch schnell zu Bett ging und einschlief.
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Schrei des Wolfes: Das Geständnis
ChickLitDas Leben ist hart. Diese Lektion muss die 17-jährige Belle schnell lernen. Auf eine Party entjungfert von einen Unbekannten und vier Wochen später der Schock: Sie ist schwanger. Als sie dies ihren Eltern beichtete, flog sie kurzerhand raus von zuha...
