Endlich war es soweit. Ryuu und ich würden heute zusammenziehen. Tanaka Ryuunosuke war seit dem zweiten Jahr mein Freund und wir träumten schon lange davon, in eine gemeinsame Wohnung zu ziehen. Und heute, drei Jahre nachdem wir die High School beendet hatten, war es endlich soweit.
Ich packte gerade meine letzten Dinge in den letzten Karton. Bis auf ein paar Kartons und einem in seine Einzelteile zerlegten Regal befand sich nichts mehr in meinem Zimmer. Ich hatte gerade den Karton geschlossen, als meine Mutter das Zimmer betrat. "Endlich bist du raus." Sie sah mich mit einem ernsten Blick an, was man eigentlich nicht von ihr gewohnt war, doch im selben Moment fing sie an zu grinsen.
"Das war natürlich nur Spaß. Ich werde dich vermissen, (Y/N)." Ich ging auf sie zu und umarmte sie. "Ich werde dich auch vermissen, Mutter, aber ich freue mich auch darauf, mit Ryuu zusammen zu wohnen."
"Das verstehe ich, mein Kind. Ich freue mich für dich und Ryuu-kun. Aber versprich mir, dass ihr mich besuchen kommt.", sagte sie und sah mich an. Ich schüttelte lächelnd den Kopf. "Natürlich. Außerdem wohnen wir nur zwanzig Minuten mit dem Auto entfernt, also kannst du uns auch mal besuchen kommen."
Gerade, als meine Mutter etwas erwidern wollte, klingelte es an der Tür. Ich lief zur Tür, um diese zu öffnen und dort einen grinsenden Ryuu zu sehen. Er kam einen Schritt auf mich zu, beugte sich zu mir runter und küsste mich. "Hast du mich vermisst?", grinste er, als wir in mein leeres Zimmer gingen. "Du warst nur kurz am Auto. Und das für nicht mal drei Minuten.", lachte ich und nahm einen Karton, um diesen nach draußen zu tragen.
Draußen erwartete mich mein Vater, welcher uns half, die Möbel von einer zur anderen Wohnung zu bringen, denn Ryuu's Auto war schlichtweg nicht groß genug. Es passte zwar viel rein, aber immerhin nicht alles.
"Mir kommt es so vor, als hättest du gestern erst laufen gelernt.", schwebte mein Vater in seinen Erinnerungen. "Ach, Vater.", seufzte ich lächelnd und verfrachtete den Karton ins Auto. Ryuu kam hinter mir mit dem zerlegten Regal, wovon ich ihm die Hälfte abnahm und in das Auto schob.
Mittlerweile waren beide Auto's bis obenhin voll und ich lief nochmal schnell nach Drinnen, um mich von meiner Mutter zu verabschieden. Mein Vater würde mit uns mitfahren, da ich noch keinen Führerschein hatte. Ich hatte vor, diesen anzufangen, wenn wir mit dem Umzug fertig waren; gespart hatte ich dafür auch schon.
"Schon aufregend, oder?", fragte Ryuu mich, als wir im Auto saßen und auf dem weg zu unserer neuen Wohnung waren. Ich nickte zustimmend. "Das stimmt. Man zieht ja nicht ständig von zu Hause aus. Aber irgendwie vermisse ich meine Eltern jetzt schon, obwohl mein Vater zehn Meter hinter uns fährt."
"Mir geht es genauso. Aber ich freue mich, dich jetzt endlich dauerhaft bei mir zu haben." Ryuu legte seine Hand auf meinen Schoß, ich legte meine Hand auf seine.
Als wir bei unseren neuen Wohnung ankamen, ging ich schnell hinein. Ryuu's Möbel waren bereits aufgebaut. Man hörte oft von Paaren, die Probleme bei der Auswahl der Möbel und deren Standort hatten, bei uns war es jedoch ganz einfach. Wir hatten uns schnell entschieden, welche Möbel von wem wohin kamen.
Wir drei, also Ryuu, mein Vater und ich, waren gerade dabei, die Kartons und restlichen Möbel in die Wohnung zu schleppen, als ein Paar mit einem zeimlich krassen Größenunterschied, händchenhaltend um die Ecke gebogen kam.
"RYUUUU!", rief der Kleinere von beiden und riss sich von dem Größeren los, welcher nur den Kopf schüttelte. "NOYAA!", hörte man es hinter mir und aus Erfahrung sprang ich schnell einen Schritt zur Seite. Kaum war Noya in Reichweite, sprang er auf Ryuu zu und sie begrüßten sich. Dass mein fast glatzköpfiger Freund bei so einer Wucht nicht umfiel, war mir noch immer ein Rätsel.
Während sich die beiden begrüßten, umarmte ich Asahi, welcher soeben bei uns angekommen war. "Wir sind etwas spät, haben wegen Yuu den Bus verpasst.", entschuldigte er sich, ich jedoch schüttelte nur den Kopf. "Ach was, ist doch nicht schlimm." Kaum, dass ich mich von Asahi gelöst hatte, stand auch schon Noya vor mir. Auch, wenn er mit seinen 159 cm nicht der größte war, war er doch größer als ich mit meinen 155cm.
"Hallo, (Y/N)-chan.", grinste er und umarmte mich. Ich erwiderte diese. Als sich alle begrüßt hatten, halfen die beiden uns, die Kisten, Kartons und was Sonstiges in unsere neue Wohnung zu tragen. Auch, wenn es normalerweise eine anstrengende Arbeit war, hatten wir doch viel Spaß dabei. Mein Vater hatte sich gegen Mittag verabschiedet, da er am Nachmittag arbeiten musste.
Am Abend ließ ich mich kaputt auf unser Bett fallen. Noya und Asahi hatten sich vor ungefähr einer Stunde verabschiedet, Ryuu war gerade im Bad. Ich stand wieder auf und ging durch jeden einzelnen Raum unserer Wohnung, Bad ausgenommen. Als ich im Wohnimmer ankam, stellte ich mich auf den Balkon und betrachtete den Ausblick in der untergehenden Sonne.
Ich wusste nicht, wie lange ich da stand, aber ich spürte einige Zeit später zwei starke Arme, die sich um meinen Bauch schlangen und einen Kopf, welcher sich auf meiner Schulter ablegte. Ein paar Tropfen kullerten von Ryuu's noch nasser Haut auf meine Schulter.
"Ich liebe dich, (L/N) (Y/N).", flüsterte Ryuu in mein Ohr.
"Ich liebe dich auch, Tanaka Ryuunosuke.", antwortete ich im Flüsterton. In diesem Moment war ich einfach glücklich.
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903 Wörter
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Haikyuu x Reader ~OneShots~
FanfictionWie der Titel schon sagt, werde ich hier OneShots zu verschiedenen Haikyuu-Charakteren x Reader schreiben. Requests sind erwünscht. Falls ihr also eine Idee oder einen Wunsch habt, schreibt ihn mir in die Kommentare oder per Privatnachricht. ~~K...
