Eine nächtliche Kurzgeschichte.
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Und sie rannte in die Nacht, als ob sie vor der Zeit davonlaufen würde. Und die Dunkelheit verschluckte sie und mit ihr jeden Ton dieser Welt.
Und er wusste, es würde keine Rolle spielen wie oft er die Sterne anflehen würde, ihm sie zurückzubringen. Wer einmal am Himmel erstrahlt, der kommt nicht mehr zurück. Und er begann sich zu wünschen, er wäre mit ihr gegangen um auch ein Himmelskörper zu werden. Aber er lief nie schnell genug und niemals so schnell wie sie.
Die Welt brauchte ihn um zu leben, doch er brauchte nur sie. Sie, die wie ein Schatten über seinem Gesicht lag, obwohl sie es war, die Licht spenden sollte. So viel Licht. So viel, bis sie verglüht. Und danach? Danach war sie nutzlos, ohne Wert. Sie erhellt nichts mehr und war im Grunde nur noch ein kalter, einsamer Stein. Und dann wünscht sie sich zu ihm zurück.
Er, der unten auf der Welt, in der Welt sich die Hände schmutzig macht, weil er in den Seelen der Menschen kramte. Und beide weinten, weil es für sie zu wenig Sterne gab, während er nie den Kopf hob und sie doch selbst ein Himmelskörper war.
Vielleicht hat die Welt genug Sterne. Vielleicht leuchten nur zu wenige, weil sie versucht hatten, den Schatten der anderen zu tragen. Und als sie dies begriffen, waren sie nicht länger getrennte Lichter am Himmel oder auf der Erde, sondern nur M E N S C H. Und sie nahmen sich an die Hände, behutsam tastend durch die allgegenwärtige Dunkelheit, in ihren Herzen nichts anderes als Musik, in deren Takt sie zurück zur Zeit und mitten in die Nacht hinein liefen.
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Thoughts.
PoesíaMein Kopf quillt über vor Geschichten, Gedichten und zusammenhangslosen Sätzen , die mich nachts nicht schlafen lassen, weil sie mich nachdenken lassen. Meine Notizbücher sind überfüllt. Und vielleicht ist genau das der Grund dafür, dass ich mich en...
