Diese kleine "Szene" oder wie auch immer man das nennen möchte, habe ich vor ein paar Tagen nachts verfasst. Vielleicht bin ich einfach seltsam, aber ich lag wie so oft auf meinem Bett und in meinen Kopf haben sich tausende durcheinander gewürfelte Sätze geschlichen, die meine Gedanken dominiert haben. Nach einiger Zeit habe ich beschlossen, das Chaos in meinem Kopf auf einem Blatt Papier zu sortieren und dabei ist dieser kleine Text entstanden. Tja, und viel mehr kann ich dazu auch nicht sagen. Vielleicht macht das für euch alles keinen Sinn, aber sowas spinnt sich mein Kopf nun mal zusammen und wenn ich es nicht aufschreibe, platze ich vermutlich irgendwann. Und das will doch keiner ;)
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Sie lagen im weichen Sand, der noch immer etwas von der Wärme des sonnigen Tages gespeichert hatte. Die Sterne am dunklen Nachthimmel leuchteten heller als je zuvor und alles wirkte, als wäre es zumindest für einen kurzen Moment eingefroren, auf eine Art und Weise, die sie nie für möglich gehalten hätten.
"Bist du okay?"
Willows Stimme war warm, zaghaft, als ob sie mit deren leisen Melodie bloß nichts zerstören wollte, das dem Klang nicht standgehalten hätte.
Lorelei starrte lange nach oben, als suche sie dort in der ewigen Weite des Alls eine Antwort auf eine Frage, die doch nur sie wirklich beantworten konnte. Ihre dunklen Haare lagen ausgebreitet wie ein Fächer um ihr Gesicht herum und verschmolzen fast mit dem Himmel, wenn man sie zu lange ansah. Auf einmal lächelte sie breit.
"Sind wir nicht alle etwas....angebrochen? Haben wir nicht alle feine zarte Risse, die sich durch unser Herz und unseren Kopf ziehen und die wir versuchen zu heilen? Für die meisten um einen herum sind sie unsichtbar, aber nach einiger Zeit, wenn man den Menschen lange genug in die Augen schaut, werden sie deutlicher und man versucht auch ihre Risse zu vertreiben. Sie werden zugemeißelt, zusammengehalten, damit sie keinen größeren Schaden anrichten. Dabei sind diese Risse doch nur stellvertretend für die wirklich bedeutenden Erinnerungen und Erfahrungen in unserem Leben, die wir nicht vergessen sollen, weil sie uns stark gemacht haben. Der Sinn des Lebens kann doch nicht darin bestehen, genau diese zu verlieren. Nein. Der Sinn, die Aufgabe ist mit ihnen zu leben, nicht so zu tun, als seien sie nicht da, sondern sie zu lieben und zu warten, bis sie verheilen und dir nur noch kleine weiße Striche bleiben, die mehr zu erzählen haben, als Worte es je könnten. Die meisten Menschen tragen diese Narben in sich und ein paar kehren sie nach außen. Aber das macht keinen Unterschied und an dieser Richtlinie kann man nicht den einen von dem anderen unterscheiden, weil alle gleich sind. Man muss nur wissen, dass das doch genau das ist was Leben ausmacht. Und dass man auch mit ihnen vollkommen okay sein kann, wenn man akzeptiert, dass sie dazu gehören. Und ich schätze, genau deshalb bin ich gerade jetzt in dieser Sekunde einer der glücklichsten Menschen dieser Welt, weil alles heilen wird und ich das weiß und mein Herz sich nicht mehr versucht gegen meinen Kopf zu wehren."
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Thoughts.
PuisiMein Kopf quillt über vor Geschichten, Gedichten und zusammenhangslosen Sätzen , die mich nachts nicht schlafen lassen, weil sie mich nachdenken lassen. Meine Notizbücher sind überfüllt. Und vielleicht ist genau das der Grund dafür, dass ich mich en...
