Kapitel 11:
Als ich wieder das Bewusstsein verliere und in die mittlererweile vertraute Schwärze abdrifte, bemerke ich nicht mehr das Lian mich schüttelt und Ohrfeigt.
Als ich wieder wach werde, liegen alle schlafend am Boden der Höhle. Es ist mittlererweile wieder Tag und mein Kopf dröhnt.
Mum und Dad liegen in der Ecke der Höhle, ich liege in der Ecke gegenüber. Na wenigstens Haben sie mich überhaupt in eine Eck egelegt, und nicht direkt in die Mitte der Höhle damit ich als erstes bei einem möglichen Angriff getötet werde.
Ich bemerke das Lian fehlt und rappele mich langsam auf.
Wie lange war ich weg? Was ist eigentlich noch so passiert?
Während ich langsam aufstehe kommt Lian in die Höhle, in der Hand hält er etwas Holz. Er bemerkt das ich wach bin, legt das Holz an die Seite der Höhle und läuft mit ausgebreiteten Armen auf mich zu.
Als er bei mir ankommt, schließen wir beide uns in die Arme.
"Ich dachte du wachst niemals mehr auf, du bist und warst so blass. Mach das nie wieder, ich habe mir solche Sorgen gemacht!" murmelt er mir Vorwurfsvoll ins Ohr.
"Versprochen." antworte ich ihm darauf. "Aber wenn es sein muss, kann ich nicht anders. Ich bezweifele das Dad, oder irgendjemand anderes für den ich so etwas tun würde, möchte das ich ihn in einen Vampir verwandele... Denn das wäre die andere Option gewesen. Ich wusste gar nicht wie ich heile, ich habe einfach gehofft, nichts falsch zu machen. Ich hatte Glück das ich nur das Bewusstsein verloren habe, ich hätte sterben können..." füge ich noch hinzu.
"Du wärst für ihn gestorben?" ertönt plötzlich die Stimme meiner Mutter am anderen Ende der Höhle. Ich löse mich von Lian und wende mich meiner Mutter zu.
Entschlossen antworte ich ihr "Auch wenn ihr ein Monster in mir seht, ich bin immer noch eure Tochter. Ob ihr es wahrhaben wollt oder nicht. Ich würde für euch, meine Familie, sterben."
Als Antwort bekomme ich nur ein kühles Nicken. Sie haben Angst vor mir, aber sie wollen mich auch nicht verlieren. Erstens weil sie vielleicht noch immer ihre kleine Tochter in mir sehen, aber vielleicht auch nur weil sie wieder heil zuhause ankommen wollen. Immerhin bin ich mit Abstand die beste Lebensversicherung der Gruppe, weil ich die Stärkste bin.
Immerhin hätten sie nichts gegen Dad's Tot tuen können. Währe ich nicht gewesen, währe er jetzt tot. Und das weiß Mum auch.
Ich wende mich wieder Lian zu "Wie lange war ich weg?"
"Nicht lange, du bist in der Nacht umgekippt, wir haben erst den Tag danach."
Ich nicke. "Gut, ich werde jetzt losgehen und uns Essen besorgen, du kannst wenn du willst noch mehr Holz holen. Nachdem wir gegessen haben, müssen wir warten bis es Dad wieder besser geht. Dann können wir aufbrechen und wieder nachhause laufen. Ich weiß nicht wo wir sind, deshalb müssten wir erstmal ein Dorf finden und fragen wo wir sind und welchen Tag wir haben."
Ein zustimmendes Nicken von ihm. Wir sind jetzt für unsere Familie verantwortlich. Oder eher ich, immerhin sind sie wegen mir in dieser Situation. "Und was ist wenn Dad heute nicht mehr aufwacht?"
frägt er mich unschlüssig. "Wir werden noch die Nacht hier verbringen, deshalb auch das Holz. Wenn er aber bis Morgen nicht aufwacht, werde ich ihn tragen. Wir werden auf jedenfall spätestens Morgen im Morgengrauen aufbrechen. Es besteht immer noch das Risiko das man uns findet und wieder einsperrt."
"Okay, ich werde dann weiter Holz holen, bis später."
"Wir treffen uns in spätestens einer Stunde wieder hier in der Höhle, bis später."
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Das Gabenkind
FantasyIn einer anderen Welt, wie wir sie uns gar nicht vorstellen könnten, lebt ein kleines Mädchen. Aber sie ist es im Gegensatz zu uns gewöhnt in einer Welt voller Magie und Königen zu leben. Aber dieses kleine Mädchen ist kein gewöhnliches, nein, sie i...
