she'll be the one

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*1 Woche später*
Louisa POV
*siehe Bild oben*

"Louisa Marie Clarkson,  ich liebe dich.", sagte Shawn und küsste mich.

Verschwitzt schreckte ich aus meinem Traum hoch.
Ich hasste das mich die Erinnerungen noch jede Nacht im Traum heimsuchten. 
Ich konnte ihn einfach nicht vergessen.
Ich wollte ihn vergessen, aber andererseits auch nicht.
Und die Erinnerung suchte mich überall heim.
Orientierungslos tastete ich in der Dunkelheit nach dem Lichtschalter, knipste das Licht an und setzte mich aufrecht hin.
Die Digitalanzeige meines Weckers zeigte 2:26 Uhr an.
Ich hasste diese Uhrzeit.
Immer zur selben Uhrzeit wachte ich auf,  als wäre sie verflucht.
Zu dieser Uhrzeit hatte ich seine Nummer blockiert.
Aber was hätte ich sonst tun sollen?
Ja, mich aussprechen, und nicht weglaufen.
Aber ich war eine Person die vor Dingen weglief.
Ich stellte mich nie meinen Ängsten,  oder Problemen.
In meiner Wohnung war alles so still.
Ich hasste es das ich nicht mehr bei meiner Mutter wohnte, zum ersten Mal. Matthew war vor einem Tag mit Anja nach Hause gereist. Sophia war in einem Hotel geblieben,  obwohl ich sie gebeten hatte mit Matt und Anja zurückzureisen.
Doch Matt und Anja würden in 4 Tagen, zu meinem Geburtstag schon wieder zurückreisen.
Ich konnte mir keinen mieseren Zeitpunkt als diese Trennungsphase für die Feier meines 18. Geburtstags vorstellen.
Ich war so einsam und die Dunkelheit schien mich zu verschlingen.

Gestresst hastete ich in die nächste U- Bahn und erwischte sie gerade noch, bevor sich die Türen schlossen.
Außer Puste ließ ich mich auf den letzten freien Platz fallen und legte meine Tasche auf den Schoß. 
Ich war zum Brunchen im Stadtzentrum mit Sophia verabredet und nach einer fast schlaflosen Nacht war ich kaum aus dem Bett gekommen.
Mein Handy zeigte in der Ecke 10: 20 Uhr an.
Dann also noch 10 Minuten bis zum Zeitpunkt an dem wir uns treffen wollten.
Das konnte ich schaffen, wenn die Torontoner U-Bahn nicht wieder streikte.
Neben mir quiekten zwei Teenagermädchen die ungefähr 15 sein mussten vergnügt vor sich hin.
"Oh mein Gott! Er sieht mal wieder so gut aus!", meinte die rothaarige zu ihrer Freundin.
"Ah jaaa! Und hast du dir schon She'll be the one angehört? Voll romantisch!", quietschte die andere und ich wurde hellhörig.
"Ich frage mich über wen er singt!", sagte die rothaarige nachdenklich und ihre Freundin nickte eifrig.
"Der Text hört sich so an als ob er jemandem das Herz gebrochen hat, aber sie ihm auch. Und er kann sie nicht loslassen. Armer Shawnie Boy.", seufzte sie und ich versteifte mich augenblicklich.
Ich setzte eine starre Miene auf um mir nicht anmerken zu lassen, was ich gerade für einen Kampf mit mir selbst durchmachte. Stimmte es was die beiden sagten?
"Diese dumme Ellie Kuh ist es mal nicht, denn er hat ein Bild von einem braunhaarigen Mädchen gepostet. Also man sieht ihr Gesicht nicht, aber ich wette sie ist hübsch."
Ertappt griff ich mir an die Haare und die zwei sahen mich argwöhnisch an.
Ich jedoch starrte nur auf meinen Handybildschirm und suchte nach dem Bild.
Bei Twitter wurde ich fündig:

 Bei Twitter wurde ich fündig:

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Shit.
Shit.
Shit.
Das war wirklich ich auf dem Bild.
Vor lauter Schock verschluckte ich mich an meiner eigenen Spucke und hustete laut.
Die zwei Mädchen rückten auf ihren Plätzen ein wenig ab und betrachteten mich herablassend.
Wen sie nur wüssten,  das ich die Person von seinem Tweet war.
Das Foto war am Morgen von dem Tag unserer Trennung gemacht worden, als ich mein Gesicht vor Shawn versteckt hatte, damit er nicht meinen Bett Look fotografieren konnte.
Ich hatte dieses Bild sogar einmal poetisch gefunden,  doch jetzt fand ich es mehr schmerzhaft.
Und Shawn hatte es um 2:26 Uhr hochgeladen.
Ein Stich durchfuhr mich und ich biss meine Zähne zusammen um nicht gleich loszuweinen.
Gab es überhaupt so viele Zufälle?
Mit schmerzverzerrtem Gesicht betrachtete ich den Tweet und das Bild von mir.
Schnell drückte ich es weg und stopfte wütend mein Handy in die Tasche.
Die zwei tuschelten irgendetwas weiter,  aber ich ignorierte sie gekonnt, während mir eine Träne über die Wange lief.
Warum musste ich so emotional sein? fragte ich mich und wischte mir schnell die Teäne von der Wange.

wait for me | s.mWo Geschichten leben. Entdecke jetzt